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Geognosie und Geologie
sein der Versteinerungen in den verschiedenartigen Felsmassen hat, zumal in neuererZeit. die größteWichngkeit erlangt, nachdem sorgsame Untersuchungen zur Überzeu-g'ina geführt, daß die in dcrErdrinde begrabenen, organischen Überbleibsel gleichsamin einander folgenden Generationen sich finden, sodaß die in einer Gcbirgsart einge-schlossenen Petrefacten in den häufigsten Fällen unter sich eine gewisse besondere Ahmlichkeit zeigen, während sie von den in hoher oder tiefer liegenden Gesteinschickten ent-haltenen eine mekr allgemeine Verschicdenheitwabrnehmen lassen. AufsolebeWeiseist durch die Versteinerungen ein sehr wesentliches Merkmal zum richtigen Erkennenvieler Felsartenformationen dargeboten. — Zeitabschnitte in der Ge-birgsbildung und Classification der Felsarten. Die Bedingun-gen der Lagerung führen, ohne daß eine wahrhafte Geschichte des Werdens auszu-mitieln vergönnt gewesen, zum Erkennen gewisser Altersunterschiede bei den Fels-arten, zur Annahme von Zeitabschnitten bei der Gebirgsbildung: Urgebirge, Über-gangsgebirge, Flötzgebirge, aufgeschwemmtes Land, VulkanischesGebirge, derenKriterien, je nach dem Verschiedenartigen bräuchlicher geognostischer Lehrweisen,bald mehr übereinstimmend, bald mehr abweichend angegeben werden. U rgebi r-ge: Vorherrschendes individueller Bildungen; Krystallinisches mit seltenen Über-gängen insDichte; hohe Reinheit und festes Verbundensein ungleichartiger Theile;Kiesel - und Thonerde die Hauptbestandtheile; Abwesenheit aller Versteinerungen,der Zeugen einer frühern Lebenwelt. Übergangsgebirge: manche Merkmaleder Gebilde der Urzeit tragend, aber im Ganzen weniger Eigenthümliches bei vielenGliedern, dabei das erste Auftreten von Versteinerungen. Flötzgebirge, großerReichthum an Überbleibseln organischer Wesen; Mechanisches beim Werden dermeisten dieser Zeit zugehörigen Felsarten; Trümmergesteine als Denkmale vorher-gegangener Zerstörungen älterer Gebirge; UnkrystallinischeS (Dichtes und Erdiges),jedoch nicht ohne Ausnahmen; vorherrschender Kalkgehalt. Ausgeschwemm-tes Land: Einfaches; Beschränktheit, oft aufs Örtliche; Rcllsteine, Gruß,Sand, Erden, Reste sehr verschiedener Felsarten ic. — Die Classification derGebirgSgesteine ist entweder eine mineralogische, oder eine geognostische. Die mi-neralogische muß bei Zusammenstellung der einzelnen Glieder der Reihen ganz an-dern Rücksichten folgen als der Svstematiker, der ein Ordnen dieser Gebilde nachihren Altersbeziehungcn im Auge hat. Bei jener Methode (es mögen Bestand undStructur die Norm vorschreiben, oder andre Abtheilungsgruudsätze verfaßt werden)nehmen sehr natürlich gar oft Gesteine eine nachbarliche Stelle ein, deren Lage-rung höchst verschiedenartig ist, die als in weit von einander entfernten Zeiträumender Bildung der Erdrinde entstanden gelten; denn ältere und jüngere Gesteine thei-len nicht selten, was Bestand und andre Eigenthümlichkeiten betrifft, gewisseMerkmale, sie tragen keineswegs in jener Hinsicht immer den Charakter der Alrers-verschiedenheit, aufweichen andre Verhältnisse derselben hinweisen. Als der mine-ralogischen Classificationsweise der Felsarten entgegenstehend, kann die geogno-stische betrachtet werden, d. h. ihre Aufstellung in der Reihenfolge, in welchernian sie gebildet glaubt.
Übersicht der allgemeinsten geologischen Grundsätze. Man ist allge-mein darin übereingekommen, daß der Erdball, bevor seine Oberfläche ihre jetzigeGestalt annahm, wenigstens drei, über die ganze Erde verbreitete Revolutionen er-litten habe, welche die Ordnung der Dinge veränderten und die lebenden Geschöpfezerstörten, womit er vor jeder Revolution bedeckt war, und daß nachher nach jedemUmsturz eine neue Organisation entstand, ähnlich, aber nicht vollkommen gleich deruntergegangenen. Die Umstände scheinen für jetzt dafür zu sprechen, daß derMensch von keiner dieser Umwälzungen der Erdoberfläche Zeuge war, sondern daßer erst nach der letzten unter die Bewohner der Erde gezählt werden kann. Jedeorganische Welt, welche von einer Revolution zerstört und in die Erdhaufen begra-