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Georgien
(25. und 28. Jan. 1800), und nachdem alle Chefs, Frotte ausgenommen, sich denGesehen der Republik unterworfen hatten, dachte auch er daran, den Frieden abzu-schliefen. Am 9. Febr. ging er dem General Brune, als dieser recognoscirte, beidem Dorfe Theix entgegen und hielt unter freiem Himmel eine Unterredung mitihm. In einer Stunde waren sie einig. G. machte sich anheischig, s. Truppen zuentlassen und s Artillerie und Gewehre auszuliefern. Nachdem der Friede von denConsuln genehmigt worden, kam er nach Paris , wo ihm Dienste in der republika-nischen Armee angeboten wurden; allein plötzlich reiste er nach London ab und fandbei den Prinzen und engl. Ministern eine günstige Aufnahme. Die Idee der Döl-lenmaschine soll er angegeben haben. Im Aug. 1803 landete er mit Pichegru u. A.auf der franz. Küste, um den Anschlag auf das Leben des ersten Consuls, den er imSinne hatte, auszuführen. Bis zum März 1801 hielt er sich in der Hauptstadtverborgen. Um diese Zeit hatte die Polizei von dieser Verschwörung Winke erhal-ten und ließ ihm nachspüren. Bei s. Gefangennehmung in der Nähe des PalastesLuxembourg streckte er mit zwei Pistolenschüssen zwei Diener der Polizei zu Boden,sprang aus s. Cabriolet und suchte zu entkommen; allein das Volk umringte ihnunk hielt ihn fest; man führte ihn auf die Präfectur und von da in den Temple.Das Crinnnalgericht machte ihm und s. Mitverschworencn den Proceß und verur-theilte ihn, als eines Mordanschlags gegen das Leben des ersten Consuls überwiesen,den 11. Mai 1801 zum Tode. Er wurde am 25. Juni guillotinirt. G. war35 Jahre alt, zeigte während seines Processes die äußerste Kaltblütigkeit, kü-lete sich standhaft, seine Parteigänger in seinen Antworten zu belasten, und be-kannte laut seine Anhänglichkeit an die Sache der Bourbons.
Georgien , persisch Gurgistan, russisch Gru sie n, bei den EingeborenenIberien, eine Landschaft in Asien, welche von Circassien, Daghestan , Shirwan,Armenien und deni schwarzen Meere eingeschlossen und durch Gebirge in den westl.und östl. Theil getrennt wird. Russisch-Georgien oder die Provinz TifliS hat882 OM, 890,000 E. Türkisch-Georgien , oder Semo Karthli, gehört zumPaschalik Tschaldir (238 (UM., 200,000 E.), mit der Hauptst. Akalzike. 1828eroberte General Paskewitsch diese Provinz. Getrennt von Russisch-Georgien istdie russ. Provinz Imirete (615 sIM., 210,000 E.), welche die Abtheilungen:Imirete, das Vaterland derFasanen, mit derHaupkst. Kotatis; Mingrelien, Gurielmit Poti an der Mündung des Fasch (Phasis), und die Awchasa, den sütwesil. Ab-hang deS Kaukasus, begreift. Mingrelien und Guriel stehen noch jetzt unter griech.Erb-Zaaren, die Rußland zinsbar sind. Der ehemalige Zaar von Georgien (KacheltenundKartalinien), HerakliusTeimurasowitsch, erkannte 1183 für sich und (.Nach-kommen die Dberherrfchafl Rußlands an. 1181 folgte der Zaar von Imirete diesemBeispiel. 1801 erklärte Kaiser Paul sich, auf Bitte des Zaars GeorgiuS Iraklie-witsch, für den unmittelbaren Besitzer von Georgien , unk Kaiser Alexander verbanddurch ein Manifest vom -s Sept. 1801 Georgien förmlich mit seinem Reiche.Die noch vorhandenen Prmzen sind pensionirt, und TifliS (s. d.) wurde der >Litzder Regierung. In terAwchasa halten die Russen mehre Festungen (z. B. Anapa)am schwarzen Meere besetzt. Die Awchascn selbst (Mohammedaner) sind unabhän-gig unk zahlen keinen Tribut. Das Christenthum kam um 310 aus Armenien indie georgischen Länder, die einzigen auf dem Kaukasus , wo es sich vollständig erhal-ten hat. Die georgische Zaarin Tamar suchte die christliche R.liaion un er dieGe-birgsvclker zu verbreiten, in der zweiten Hälfte des 12. Jahrh. Die herrschende Re-ligion, die griechische, wird streng, neben einer Menge almalivnaler aberglänbigerGebräuche beobachtet. Gegen fremde Religionen sind die Georgier sehr duldsam.Unter dem Erarchen von Grusien stehen 12 Erzbischöfe und Bischöfe und 13 Archi-mandriten. Als Zankapfel der Perser und Türken ward das Land Jahrhunderte langvon Beiden ausgeplündert, und seine Bewohner wurden als Sklaven fortgeführt.