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Gerard
Gerberei
der 4. Bd. endigt die Geschichte der Scholastik), ist das beste Werk der Franzosen in der Geschichte der Philosophie, und von Tennemann übersetzt. Sein Aussah überdie Kant 'sche Philosophie ist von dem Nationalinstitute gekrönt worden. De G.hat nächst D-llers viel beigetragen, seine Landsleute mit der wissenschaftlichenForschung in Deutschland bekanntzumachen, da er besonders auch in seiner verglei-chende» Geschichte der philosophischen Lehrgebäude eine Übersicht der Lehren Künt's,Fichte'S , S>helling's u. a. deutschen Denker gibt. Sein von der Akademie 1820gekröntes Werk: „l.e vGteiir üu ziauviv" wurde 3 Mal aufgelegt. Seinemneuesten Werke: „vu perlectioiluement Moral vu lie I'ö-Inc.il'ion üu 5v,'Möi»e"(Paris 1826, 2Bde.) liegt die Selbsterkenntniß zum Grunde, die er mit psycholog.Feinheit bis in die Tiefen des Bewußtseins verfolgt, und daraus die Selbstbeherr-schung (i'em pii e 0« !>c>i) entwickelt.
Gerard iFrancesco, Baron), Maler der neuern franz. Schule, geb. 1770in Reut (sein Baker war Franzose, seine Mutter Italienerin), würde der trefflichsteSchüler David's heißen, wenn er nicht selbst als Meister neben diesem stände.Seme Gemälde zeichnen sich durch reine Anmuth und wahre Grazie aus. So rich-tig s. Zeichnung ist, so überaus lieblich, blühend und dennoch wahr ist sein Eolorit.Sein erster Lehrer, der Bildhauer Pajou, wollte ihn bloß zum Zeichnen anhalten,G. aber verschaffte sich verstohlener Weise Farben, und malte im 14. Jahre einBild, welches eine Pest vorstellt. Dieses Gemälde athmet einen edeln, feurigenGeist, und Sinn fürantike Schönheit; es befindet sich in der kleinen Sammlungdes Hin. Chenard, Sängers der komischen Oper. Unter David's Leitung machteG. rasche Fortschritte. Auch er war anfangs eifriger Revolutionnair und Richterbei dem Tribunal, das über Leben und Tod entschied; doch stellte er sich krank, umnicht Antheil an dem Proceß gegen die Königin zu nehmen. Bei den Portraits istG. sehr ungleich; manche behandelt er mit Begeisterung und stattet sie mit demseelenvollsten Reiz aus, während er andre nur als Gelegenheitsstücke betrachtet.Sein Wunsch reich zu werden, such oft und lange müßig zu sein, ist Ursache, daßman von ihm wenig historische Gemälde hat, und daß er sich fast ausschließendder Portraitmalerei widmet. In diesem Fach aber ist er unübertrefflich, und nurRob. Lefebre wetteifert mit ihm. Für das Brustbild einer Privatperson nimmter gewöhnlich 1500—2400 Fr., für jedes lebensgroße Portrait eines Gliedesder Familie Bonaparte erhielt er 30,000 Fr. Von G/S historischen GemäldenMacht der Belisar (1795) Epoche in der neuern Kunst. Die Composition ist höchsteinfach. Nicht minder trefflich sind sein Ossian, sein Amor und Psyche, die vierLebensalter, und: Daphnis und Chlöe (1825). Die Schlacht von Austerlitz malteer mit Widerwillen und nur auf Napoleons Geheiß. In neuerer Zeit hat G. denKönig Ludwig XVlII., den Kaiser Alexander, den König von Preußen, den Königvon Sachsen, den Herzog von Orleanö und viele der in Paris versammelte» frem-den Fürsten gemalt. Seine neuern historischen Gemälde sind: ein Homer und derEinzug Heinrichs N'. in Paris, Dies Bild vom Jahre 1817 ist 3V Fuß breitund 19 Fuß hoch, und das erste Kunstwerk, welches Ludwig XVlll. bestellte; esist im großen Saale des Rathhauses aufgestellt und von Toschi 1826 gestochenworden. Man bewundert die Anordnung und das Colorit desselben ebenso sehr alsdie Ähnlichkeit und den Ausdruck der Gestalten. Dies Werk erwarb G. den Titeldes ersten Malers des Königs; auch ist er Ritter des S.-Michaelordens und derEhrenlegion, und Mitglied der pai iser, wiener und florentiner Akademien. 1829malte G. die Krönung Karls X., wie der Dauphin dem Könige die erste Huldigungdarbringt. Er erhielt dafür 80,000Fr. 1VI.
Gerberei ist das Gewerbe, die thierischen Häute, Felle und Bälge zumGebrauche dergestalt zuzurichten, daß sie nicht in Fäulniß übergehen. Zuvörderstwird das Fell, die Haut >c. von Blut, Fleischtheilen und Schmutz gereinigt, und