Gerona Bergdorfs 64.,
herzog von Hessen dieselbe Würde, worauf er ihn auch 1818 in den Freiherrnstanderhob. Schon früher halte er von, Kaiser das Reichsadelsdiplom erhalten. 1816ernannte ihn der Landgraf v. Hessen-Homburg zu seinem BundeStagsgesankten niFrankfurt, und 1818 ging er als homburgischer Gesandter nach London . — Seinepolitischen Beschäftigungen haben ihn niemals der Kunst und der Wissenschaft ent-fremdet. 'Äußer einzelnen Gedichten in Zeublättern erschienen von ihm: 1) „DieHeilguellen am Taunus " (Leipz g 1813 u. 1814 in 4., mit Kpfi), ein Gedicht,das in der didaktisch.lyrisch-malerischen Gattung eine der ersten stellen behauptetund sich ebensowol durch die Fülle der Gedanken und den Reiz der Darstellung alsdurch technische Vollendung auszeichnet; 2) „Ovid'S erotische Gedichte" (Franks,a. M. 1815); 3) „Die Rheingegenden" (ein Prachtwerk, London 1821. mitcolor. Kupf. nach Zeichnungen von Schütz, von Zehn Blake ins Engl. übers.);4) „Die Lahn- und Maingegenden" (Wiesbaden 1821). Beide Werke enthaltennicht nur eine getreue Schilderung der herrlichsten Gegenden unsers Vaterlandes,sondern auch einen reichen Schatz historischer Forschungen.
Ge r on a, On>>»->. feste Stadt mit 14,000 Einw. an der Küste von Kata-lonien , beim Einflüsse des Qnhar in den Ter, welcher wenige Meilen von derStadtins Mittelläiid.sche Meer ausströmt, ist durch eine fast beispiellose Vertheidigung ge-gen die Franzosen unter Gouvion-St.-Cyr, und nachher unterAugereau 1809merkwürdig geworden. Nachdem die Franzosen die Berennung im Mai begon-nen hatten, eröffneten sie in der Nacht auf den 9. Juni die Laufgräben. Angriffund Vertheidigung waren gleich tapfer und erbittert. Schon fing die Besatzungan, Mangel zu leiten, als es Blake am 30. Aug. gelang, ihr neue Verrathe zu-zuführen. Dies setzte sie in den Stand, sich bis zum 10. Tec. zu behaupten. Andiesem Tage endlich capitulirte derCommandant, Mariano Alvarcz, da der Ver-lust aller Forts (des Montjouy) und zweier Vorstädte, sowie die immer zunehmendeVerminderung der Besatzung längern Widerstand unmöglich machte. S. „Kriegs-geschichtliche Monographien", I, 131.
Geronten (die Alten), obrigkeitliche Personen in Sparta , welche nebst denEphoren und Könige» die höchste Gewalt im Staate hatten. Sie konnten vor dem60. Zahre nicht zu dieserWürde gelangen und ohne die wichtigsten Ursachen nichtabgesetzt werden. Ihre Zahl betrug 28, nach Andern 32.
Gersau, im Canton Schwyz , am Fuße des Rigiberges und am nördl. Uferdes Vierwalkstädtersees, Flecken von 1400 Einw., war vor der durch die Franzo-sen herbeigeführten Umwälzung der helvetischen Eidgenossenschaft Europas klein-ster Freistaat, und hatte 5 Jahrh, lang, unter dem Schutze der schweizerischenVerfassung, seine Unabhängigkeit behauptet. Durch Napoleons Vermittelungsacte1803 ward G. mit dem Cant. Schwv; vereinigt; es erneuerte zwar, nach Aushe-bung jener Acte, s. alte Verfassung und genoß derselben 2 Jahre lang, mußteaber auf den Antrag der Landesgemeinde von Lchwvz, die sich in dieser Hinsichtai's die wiener Congreßacte berief, einer Entscheidung der Schweizer Tagsatzungzufolge, sich der Vereinigung mit gedachtem Canton von Neuem unterwerfen.
Gersdorff (Karl Friedrich Wilhelm v.), k. fachst Generallieut. der Cava-lerie, k.Generaladjur., Commandant des adel. Cadettencorps, Großofficier der Eh-renlegion und Commandeur des St.-Heimichs - und des Falkenordens, seit 1821Mügl. der Äkad. der KriegSwissensch. zu Stockholm , geb. den 16. Febr. 1165 aufdein väterl. Gute zu Gloßcn bei Löbau in der Pberlausih, ward, da sein Vater frühstarb, von s. väterl. Dheu», dem Kreishauptmann v. Gersdorff auf Zangenberg beiAeitz, erzogen und erhielt durch Hofmeister s. erste Bildung. Dann waren auf derFurstcnschule zu Grimma die Philologen Krebs und Mucke s. Lehrer. Schon da-mals wurde Tacüus sein Lieblingsschriftsteller. Hierauf studirte er 1182 in Leipzig und 1185 in Witreiiberg. Verhältnisse u. Neigung bewogen ihn, die inilitairische
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