Band 
Vierter Band. F bis G.
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Geschichtschreibrr

Wickelung der Ursachen u. Wirkungen des Rhevtbpndes" (a. d. Ztak., 3 Thle., Lpz.1821 fg.) dargestellt. — Den langen zweideutigen Kampf der Niederländer uniihre Freiheit schilderte in einem seclenvollen Gemälde Schiller in s. „Geschichte desAbfalls der verein. Niederlande von der span. Regierung" (vonCurths in der Forts,nicht erreicht), während s. dcutschgesinnter Geist den dreißigjähr. Krieg mit Vor liebefür das Vaterland bis zum westfäl. Frieden durchführte, welchen, nach SchillersTode, Weltmann in s. „Geschichte des westfäl. Friedens" mit Geist und Haltungdarstellte. Woltmann's „Gesch. Frankreichs ».Großbritanniens " streben beide nachdem Kranze histor. Kunst. Noch fehlt es der deutschen Nation an einer Darstellungihrer Geschichte, in welcher die Nation selbst den Mittelpunkt des Ganzen bildete,und die in stylistischer Hinsicht den Forderungen des gereiften Geschmacks entspräche.Denn in beide» Beziehungen lassen Schmidt's „Gesch. d. Deutschen " und Pütter's„Histor. Entwickel. der heutigen Staatsverf. des deutschen Reichs" noch manchenWunsch unbefriedigt. Galletti tödtel das Leben der Geschichte durch die Breite s.Darstellung, und Heinrich konnte in s. „Deutschen Reichsgesch." (Lpz., 9 Thle.) nurredlich u. geordnet wiedergeben, was er durch Fleiß u. Gründlichkeit sich angeeignethatte. Ein höherer Geist waltet in Posselt's, von Pölitz (Lpz. 1819) mit dem 4. Bde.vollend. „Gesch. der Deutschen für alle Stände". Früher stellte bereits Pölitz in s.Handbuche: „Das deutsche Volk u. Reich" (Leipz. 1818), beide, Volk und Reich,als zwei gleiche Größen auf, welche in der geschichtl. Darstellung gleichmäßig behalt-delt werden müßten. Arndt gab tief begründete „Ansichten u. Aussichten der deut-schen Gesch." (Leipz. 1814); Steffens schilderte (2 Thle., 1814) die gegenwärt. Zeitin Beziehung aufDemschland mit glühenden Farben. Menzel's „GeiH. der Deut-schen " (1815—22,8 Bde., 4., m. K.) ist etwas ausführlich, aber mit Sachkenntniß,lebendiger Darstellung und Freimüthigkeit des Urtheils geschrieben. An sie schließtsich dess.Verf. „Neuere Gesch. derDeutschen von der Reformation bis zur Bundes-acte" (Bresl., der2. Th. 1828, bis 1548) an. Luden S „Gesch. des deutsch . Volks"(Gotha 1826 sg., der 4.Bd. 1828, bis 800) ist aus Quellenstudium hervorgegan-gen, mit Geist und Kraft geschrieben; gründlich und einfach Psister's „Gesch. derDeutschen" (I. Bd. bis 911, Hamb . 1829). Reichhaltig und gedrängt ist P. v.Kobbe'S „Haudb. der deutschen Gesch." (Lpr. 1823). Trocken, aber gründlich, be-handelte Barth „Deutschlands Urgeschichte" (Baireuth 1818, 2 Bde.), u. Mannerts. „Gesch. der alten Deutschen " (Stuttg. 1829). Die populaire Schrift von Kohl-rausch über die Gesch. derDeutschen ist über ihren Werth geschätzt worden. C. W.Böttiger'S „Deutsche Gesch." (Erlang. 1823) ist ein brauchbares Schulbuch. VonHeinrich's „Handb. der Reichsgesch," erschien 1819 eine 2. Aufl., v. Pölitz bericht.,verm. und bis 1819 fortgesetzt. DcS jünger» Eichhorn aus der Quelle geschöpfte„Deutsche Staats-u. Rechtögesch." erschien (1821) in der 3. Aufl. und ward mitdem 4. Th. beendigt. Ein ähnliches gründliches Werk: Savizny's „Gesch. desrömisch. Rechts im Miktelalter" (1826, 5. Th. 1829). Die wichtige Periode der„Gesch. der Hohenstaufen" hat Fr. v. Räumer in 6 Bdn. dargestellt (Lpz. 1823—25, m. Kupf.) — Daß auch deutsche Specialgeschichte mit Geist aufgefaßt und ge-schildert werden konnte, bestätigten Büchner, Feßmaier, Mannert und Zschokke inihrer „Gesch. v. Baiern" (Aarau 1813, 2. Aufl. 1823), Spntler in s. „Gesch.Würtembergs unter derRegierung der Grafen und Herzoge" (Götting. 1483), ins. „Gesch. des Fürstenth. Hanover seit der Reformation" (2 Thle., n. A. Hanover1489), und Pölitz in s. „Gesch. des Königr. Sachsen " („Histor. Taschenb. auf dasZ. 1814") und in der „Histor. Taschenbiblioth." (DreSd. 1826 fg.), sowie in f.„Handb. der Geschichte der souverainen Staaten des deutschen Bundes " und dessen„Umriß der Gesch. des preufi. Staats für Lchrvortr." (Halle 1821); (Manso's)„Geschichte des preuß. StaakS vom Frieden zu Hubertsburg b. z. 2. pariser Abk."(3 Thle., Frkf. a. M. 1819 und 1826); F. Förster'? „Handb. der Gesch., Gevgr.