Band 
Vierter Band. F bis G.
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Geschichtschreiber

der üllmäligen Entwickelung und Ausbildung der Verfassung der einzelnen Reicheund Staaten in, Mittelpunkt ihrer Geschichte (obgleich auch in dieser Hinsicht die5. Ausg. von 1814 durch Aufnahme fremder Ansichten manchen Wunsch befriedigt),das vollendete Spittler mit Meisterhand in s. „Entwürfe der Gesch. der europ.Staaten" (2 Thle.), welchen Sartorius in demselben Geiste bis auf unsere Zeitenfortsetzte; und das versuchte Pölitz für die Gesch. der Staaten des deutschen Bun-des in s. Handbuche über dieselben (Leipz. 1811, 3 Thle.) zu leisten. In einemtrefflichen Geiste begann Luden (Jena 1814) s. allgemeine „Gesch. der Völker undStaaten"; bis 1822 erschienen 3Dde., welche die Gesch. der Völker und Staatendes Alterthums und des Mittelalters schildern. Reich an Hypothesen wie an neuenAnsichten sind: Hüllmann'S „StaatSrecht des Alterthums" (Köln 1820), undRitler's „Vorhalle europ. Völkergeschichten" (Berlin 1820). Beide übertrifft aberan Reichthum der Zdecn, sowie an Lebendigkeit der Darstellung v. Räumer in s.„Vorlesungen über die alte Gesch." (2 Thle., Leipz. 1821), in welchen jedoch diespätere Gesch. der Griechen und die Gesch. Roms ungern vermißt wü d. — Reichan wichtigen Ergebnissen ist Tittman»'S „Darstellung der griech. StaatSverfassl,le-gen" (Leipz. 1822); doch kann damit Kortüm „Zur Gesch. hellenischer Staatsver-fassungen, hauptsächlich während des peloponnes . Krieges" (1821) verglichen wer-den. Gegen die Hypothesen in Niebuhr S unvollendeter „Römischer Geschichte"(umgearb. 1.TH., 3. A. 1828) war Wachsmuth's „Ältere Gesch. des rdm. Staa-tes" (Halle 1819) gerichtet. Mit eigenthümlichen und geistvollen, doch im Ein-zelnen nur mit Vorsicht anzuwendenden Ansichten stattete Buchholz s. „Philoso-phischen Untersuchungen über die Römer" (3 Thle., Berl. 1819) aus. Für dasinnere politische Leben Athens ist von Wichtigkeit: Böckh's „Staatshaushalt, derAthener " (2 Thle., Berl. 1811) und Wachsmuth's „Hellenische Alterthumskunde"2. Bd., 1829). Das wichtige Zeitalter Konstantins, in welchem der Sieg desChristenthums über das Heidenthum entschieden ward, würdigte der gründliche undscharfsinnige Manso, in s. „Leben Konstantins des Großen" (BreSl. 1811). DieZeit der Wiedergeburt Europens zeichnete Hasse in s. „Gestaltung Europas seitdem Ende des MittelalterS" (Leipz. 1818) mit sicherm politische» Takte, mit Frei-müthigkeit und in einem cdeln, kräftigen Style. Pölitz stellte die „Geschichte deseurop. Staate,tsvstems aus dem Standpunkte der Politik" dar (2 A., Leipz. 1821),und die neueste Zeit seit 1183 in s. Werke: „Die Staatensysteme Europas undAmerikas " (3 Tble., Leipz. 1820). Auch für die Darstellung der einzelnen -L tau-ten begann allmälig eine bessere Zeit. Treu, ruhig und nüchtern schrieb Heinricheine G, schichte von Frankreich (3 Thle., Leipz. 1802), der s. „Geschichte von Eng-land" (3 Bde.. Leipz. 1806—8) bei mangelhafter Duellenforschuug nachsteht. Aueiner noch immer fehlenden Geschichte der sranz. Revolution und des freun. Revo-lutionskriegeS trugen Girtanner in s. berühmten Werke, und Posselt in s. „Euro-päischen Annalen" und in s. Taschenbüchern für die neueste Gesch. (9. Iahrg.)anziehenden Stoff zusammen. Ein ungenannter talentvoller Mann setzte letztereu. d. T.: „Sraarsgeschichte Europas", in l Thln. (bis 1811) fort, und Buchholzbegann, mit dem wiener Frieden (1809), eine Geschickte der europäischen Staaten,welche in lebhaften Darstellungen richtige und einseitige polit. Urtheile in seltenerMischung enthalten (bis 1826 od. b. zum 15. Bde. fortgeführt). Für eine allgcm.Darstellung der Weltbegebenheiten seit 1189 berechnete Fr. Saalfeld s. „Allgem.Gesch. der neuesten Zeit", 4 Bde., (1815—23). Mit Geist und Fleiß schrieb Bredowd. „Chronik des 19. Jahrh." bis zum I. 1805. Seinem Nachfolger Ventura» (dieT). 1801—25, 22 Bde., und Neue Folge d.H. 1826 u. 21, 2 Bde.) fehlt Bredow'sGründlichkeit, Gedrängtheit und Unparteilichkeit. Die Episode des Rheinbundeshat nnt diplomat. Blicke und mit Sacykenntniß, im Einzelnen aber nicht mit derstrengen Unparteilichkeit deüHistorikerS, der Marchesev.Lucchcsini in s. „Histor.Ent-