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eine richtige Auffasszmg des Verhältnisses zwischen dem Hebräischen nnd den verrwandten Dialekten/ eine vollständige Angabe und Erläuterung der Constructionenund Phrasen, welche von einem Worte gebildet werden, strenge Scheidung Dessen,was in das Gebiet des Wörterbuchs, oder in die Grammatik, oder in exegetische Com-mcntarien gehört, und Aufmerksamkeit auf die verschiedene Art der Dickion. Treff-,liehe Bemerkungen, welche zur Verbreitung richtiger Ansichten über diesen Gegen-stand nicht wenig beigetragen haben, snO in den Vorreden zu den Wörterbüchern nie-dergelegt; eine besondere Auszeichnung verdient aber die der 2. Ausg. des Auszuges(1823) beigegebene Abhandlung, über die Quellen der hebr. Wortforschung nebstRegeln und Beobachtungen über ihren Gebrauch. Sein „'11>e8-ui> u- !in^>n><'>><--(>. I. läse. II, aclii. II. Leipz. 1829) wird ein bleibendes Denkmal deut-scher Gelehrsamkeit sein. Diesen lexikalischen Arbeiten gehen die grammatischen zurSeite; ihre Hauptvorzüge bestehen in einer vollständigen und kritischen Beobachtungund Ausstellung der grammatischen Erscheinungen und in einer richtigen und analo-gen Erklärung derselben. Die Resultate wurden zuerst in einer kleinern Grammatik(Halle 1813; 9. A. 1828) vorgetragen, dann aber in dem „Grammatisch-kriti-schen Lehrgebäude der hebr. Sprache" (Leipz. 1811) vollständig ausgeführt. AlsEinleitung dazu ist die Geschichte der hebr. Sprache und Schrift" (Leip. 1815) zubetrachten, welche auch für alttestamentliche Kritik viele, höchst wichtige Forschun-gen enthalt. 'Außerdem wirkte GeftniuS sehr vonheilhaft auf den hebr. Sprachun-terricht in Schulen durch eine zweckmäßig eingerichtete, mit Anmerk. und einem gu-ten Glossar versehene „Hebr . Chrestomathie" (Halle 1822, 3. Auf!.). Die vielfa-chen Vorzüge s. grammatischen und lexikalischen Lehrbücher wurden auch im Aus-lande anerkannt, und ihr Vers. hat die Freude, sie selbst in Amerika benutzt und über-setzt zu sehen. Mit der Übersetz. desZesaiaS und dem philologisch-kritischen und hi-storischen Commeniar über denselben (Leipz. 1820, 8 Thle.; 2. A. 1829 fg.) hater s. Verdiensten um Verbreitung eines echten Dibelstudiums die Krone aufgesetzt;denn man darf dreist behaupte», daß wir über kein biblisches Buch etwasAhnlicheüauszuweisen haben. Das Original hat er in Rücksicht auf Form undMalerie in derÜbersetz, möglichst treu wiedergegeben, und im Commeniar befriedigt er alle An-sprüche, welche man an den Erklärer eines Buches irgend machen kann; mit beson-derer Vorliebe hat er sich außerdem philologischen des historischen und antiquarischenTheiles der Erläuterung bestich», um das Studium der Bibel mir dem der Classi-ker lind morgenlandischen Prosanschriftsteller immer mehr in Einklang zu bringen.Mehre wichtige Gegenstände des hebräischen und übrigen morgcnländ. Alterthumshat er in der „Allgem. Encyklop." von Ersch und Gruber gründlich erläutert, unddie biblische Geographie insbesondere in den Noten zu der deutschen Übersetz, vonBurkhard'S „Reisen nach Syrien und Palästina" (Weimar 1823, 2 Bde.) vielfachbereichert. Seine Vorlesungen, welche durch einen höchst belebten Vortrug cben-sowol als durch Gründlichkeit die Zuhörer fesseln und anregen, betreffen ExegesedesA. Test., Einleitung in dasselbe, biblische Antiquitäten und Kirchengeschichke;außerdem leitet er in s. seboli-, über die semitische» Dialekte und semitische Paläo-graphie zu einem tiefern und vergleichenden Studium der morgenländischen Spra-chen hin, und bildet in seiner exegetischen Gesellschaft talentvolle Zünglinge zu ge-wandten und tüchtigen Exegeten.
Gesetz, überhaupt eine allgemeine Regel, wodurch die Wirksamkeit ge-wisser Kräfte bestimmt ist. Sind dies bloße Naturkräfte, so heißt das Gesetz einNaturgesetz; sind es aber die Kräfte vernünftiger und freier Wesen, so heißt das Ge-setz ein Freiheiisgesetz. Die FreihcitSgesetze werden aber selbst wieder in natürlicheund positive (oder in willkürliche) eingetheilt, je nachdem sie aus der bloßenDernunfk(der innern Natur eines vernünftigen Wesens), oder aus der Willkür (der Machteines äußern Gesetzgebers) hervorgehen. Es gibt daher in Beziehung auf freie We-