Gesner (Konrad) Gespenster 681
Qnintilian, Claudian, Plinius d. I., Horaz und Orpheus veranlaßte er eine fruchtbareErklärungsmethode der allen Classiker und durch s. „?r!m->e lin<u>> Is >gog«'s inceioUliniicin in>iver8!,m" (N. ?l., Lpz. 1786) bereitete er ein encykl. Studium derWissenschaften vor. Seine Ciceronianische und Plinianische Chrestomathie sind nütz-liche Schulbücher. Ein Verdienst um dasStutium der röm. Sprache undLiteraturerwarb er sich durch s. Auög. des Faber'schen Thesaurus, noch mehr aber durch f.„d^c>vu8 linxuucct ern«I>li«ni, runnniue ll>e5u>iiu^" (Lpz. 1749, 4 Bde., Fol.),worin er den ganzen Sprachschatz der Römer zusammendrängte. Die „< >i>»8< uluv.'ii i, ->,gum." (BreSl. 1743, 8 Thle.), sowie der„ I4>e-. episial. Oe^ner.", vonKlotz (Halle 1768), beweisen ebenfalls den GeistunddieKenntnisse diests Gelehrten.
Gesner (Konrad), ein Polyhistor, Deutschlands PliniuS genannt, geb. zuZürich 1516 von armen Ältern, studirke hier, zu Strasburg, Bouraes und Paris ,und erhielt in s. Vaterstadt ein Schulamt. Um sich aus s. dürftigen Lage zu ziehen,ging er nach Basel und studirte vorzüglich Medicin. Er wurde hierauf Pros dergriech. Sprache zu Lausanne, und nach einem kurzen Aufenthalte zu Montpellier Pros der Philosophie und ausübender Arzt zu Zürich , wo er 1565 an derPest starb.Arzneikunde, Philologie, Lilerargeschichte waren s. Fächer; in dem letzten brach erdurch s. „IHIilintlicou »niversiilis, -. cuitalogus cnnuiuni »ciiptoruiu lm-nplu-tis<ü,n»8 in ti ibus Iinrs»>8. ^riieo!!, latina et I>el>i!>iL,i rx»ll>nt!uiii el> ." (Alirich1545—55, 4 Bde., Fol.) die Bahn. Ein Wunderwerk menschlicher Gelehrsam-keit und Thätigkeit! Die Naturgeschichte erweckte er gleichsam wieder, nachdem sieseit Jahrh, geschlummert hatte. Überall schöpfte er entweder aus eignen Beobach-tungen oder aus den Schriften der Alten. Seine Geschichte der Thiere („lliit.oninnili»'»", zuerst Zürich 1550 — 87, Fol., 4 Bde.) muß als die Grundlage derneuern Zoologie angesehen werden. Auch machte er sich um sie durch eine vollst.Übers. des Älian verdient. Als Botaniker übertraf er alle Vor - und Mitlebende,durchstrich fast alle Gegenden Europas , um zu sehen und zu sammeln, richtete, un-geachtet s. beschränkten Glücksunistände, einen botanischen Garten voll seltenerPflanzen ein, unterhielt einen Zeichner und Maler und legte das erste Naturalien-cabinet an. Er ist der Erfinder der botanischen Methode, indem er das Pflanzen-reich, nach dem Charakter des Samens und der Blume, in Geschlechter, Arten undClassen ordnete. Die Arzneikräfte der Pflanzen vernachlässigte er nicht, sondernmachteVersuche an sich, und dann an Andern. Außerdem schrieb er über die Heil-quellen, über die Arzneimittel, über die Natur und Verwandtschaft der Sprachen(Mithridates), und edirte und commentirte mehre alte Schriftsteller. Bei s. gro-ßen Verdiensten, wegen deren er ein Jahr vor s. Tode in den Adelstand erhoben wurde,war er ein hescheidenerMann, und ebenso dienstfertig als lernbegierig. S. Han-hart's „Biogr. Konr. Gesner's" (Winterth. 1824).
Gespanschaften heißen die Provinzen Ungarns . EineGespanschafttheiltsich in 2 oder mehre Districte. Zede hat ihren Obergespan (obersten Grafen ), einenllntcrgcspan (Steuereinnehmer, Rentmeister oder Perceptor genannt), Notar,4 obere und 4 untere Stuhlrichter. Alle diese Beamten müssen von Adel und in dcvGrafschaft angesessen sein. Zn 12 Gespanschaften ist die Würde eines Obergespanserblich, in den übrigen entweder mit einem der hohen Reichsämter oder mit derbischöfl. Würde verbunden, oder der Hof ernennt wen er will aus dem Adel zumObergespan. Die andern Beamten der Gesxanschaft ernennt der Adel aus Dreien,welche der Obergespan in Vorschlag bringt. Das Land der Ungarn in Siebeübür-gen, Slawonien und Kroatien hat, mit Ausnahme der Militairgrenze, ebenfallsdie Eintheilung in Gespanschaften.
Gespenster sind, nach dem Volksglauben, Seelen der Verstorbenen, diezuweilen wie schattenreiche Luftgebilde in der Gestalt ihrer ehemaligen Leiber, oderin jeder andern Form, den Lebenden erscheinen. Doch sollen auch böse Geister zu-.