Giunti
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sten erhob sich Guadet, als er Danton und Robespierre anklagte, daßsiedieStutzeneiner weit gefährlichern Partei wären. Zugleich ließen die G„ um ihre Feinde zuwiderlegen, die Todesstrafe gegen Jeden ausfprechen, der die Bourdons wieder aufden Thron riefe; hierauf schlugen sie die Todesstrafe gegen die Ausgewandertenund den Haftbefehl gegen den Herzog von Orleans vor. In dem Proceß des Kö-nigs stimmten Guadet , Gensonn-'- und Vergniaud für den Tod, nachdem ihr Vor-schlag, daßman wegen der Verurtheilung dasVolk befragen solle, verworfen wordenwar. (Vergniaud's improvisirter ,4>>p<ü ->» ,»-»;>!<- ist eine der schönsten Reden inder franz. Sprache.) Nach dem Ausspruche des Todesurtheils verlangte Guadet mit großem Nachdruck den Aufschub der Vollziehung und bewirkte den vierten Na-menaufruf in jenem unglücklichen Processe. Indeß konnten sie ihre Feinde nichtentwaffnen. Vielmehr beging die Thalpartei, w>e man die G. nannte, weil sie aufden Bänken des Erdplatzes saßen, die Unvorsichtigkeit, gegen Maral (20.April) eineAnklage zu decretiren. Er ward vom Revolutionsiribunale losgesprochen, und derBerg hielt sich durch dieses Beispiel für berechtigt, auch seinerseits die Guondisten-häupter vor das Revolutionstribunal zu ziehen. Da aber die Ochlokroten undAnarchisten (Marak, Pache, Hebert, Chaumelte, Chabot u. A.) sahen, daß sie denG. nicht die Stimmenmehrheit in der Versammlung entreißen würden, so bedientensie sich der pariser Sectionen, welche mit aufrührerischem Geschrei vor dem Conventerschienen und die Verurtheilung der G. federten; auch dies Mal, und selbst als dieganze pariser Skadtgemeinde die Federung wiederholte, triumphirte der unerschro-ckene Republikaner Guadet. Nun bewaffneten jene den Pöbel der Vorstädte St.-Antoine u. a. Am 31. Mai 1193 ertönte die Sturmglocke. Ein bewaffneterHaufe umgab den Convent, während Hossenfratz, von einer Schar sogenannterBit-tenden begleitet und von ihrem Mordgeschrei unterstützt, die Achtserklärung der 22G. verlangte. In diesem entscheidenden Augenblicke erhob sich Gnadet abermalsauf der Rednerbühne, und s. Partei schien glich dies Mal noch zu siegen; allein derAufstand dauerte fort am 1. und 2. Juni, die Anarchisten, von einem unsinnigenPöbel unterstützt, gewannen die Ldberbond, und 34 von der Girondepartei wurdengeächtet und zur Erscheinung vor dem Revolutionstribunal verurtheilt. Die Mei-sten der Angeklagte» suchte» sich durch dieFlucht in die westlichen Departements zuretten, welche sie zum Aufstande gegen den Convent zu bringen hofften. Dieser,unter dem Schutze des Schreckens, der ander Tagesordnung war, schritt aber unauf-haltsam in s. Maßregeln fort. Die Zahl der Geächteten ward auf 53 erweitert;66 Andre, die gegen die Beschlüsse vom 1. und 2. Juni prokestirt hatten, wurdenaus dem Convent gestoßen und auch in Verhaft gebracht. Es folgten nun schnellHinrichtungen auf Hinrichtungen. In Paris fiel zuerst Gorsas unter dem Beilder Guillotine (7. L)ct. 1793); dann am 31. Brissot, Gensonne, Vergniaud, Sil-lery und 17 Andre. Wenige retteten sich (unter diesen Louvet, der s. Begebenhei-ten während s. Ächtung auf eine höchst anziehende Weise unter dem einfachen Titel:„si>iil.-ü>»e8 notiern ponr ! Instoiie" sdeutsch von Archenholz und von C.F.Cra-mer^, dem Publicum mittheilte). Roland, Clavi re, Petion,Buzot , Contorcetu.A. gaben sich selbst den Tod. Gnadet wurde in Bordeaux den 17. Juli 179-1(35 I.alt) guillotinirt, und bald nachher s. Vater, s. Tante und sein Bruder, weil siedie Verwandten des Geächteten waren. K.
Giulio Romano , s. Julius Romanus.
Giunti. Diese berühmte alte Buchdruckerfamilie (Junta, Junta, Iunctaund Giunta, auch Zonta genannt) stammte nicht aus Lyon , wie man behauptet hat,sondern aus Florenz , wo sie schon 1354 vorkommt. Der dort noch blühende Zweigwurde durch ein Decret von 1789 zum Range einer Patrizierfamilie erhoben. Seitdem Ende des 15. Jahrh, erscheinen dieG. als Buchhändler und Buchdrucker; zuVenedig, zu Florenz, später zu Lyon, endlich zu Burgos, Salamanca und Madrid