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Giunti
vermehren ihre Ofstcinen durch sehr beachtenswertste Drucke die Hülfsmittel dereurop. jschenBildung. Die älteste dicserDruckereien scheint die venetianische zu i'ein,gestiftet durch Lucas Amon G., der aus Florenz sich »ach Venedig um 1480 gc-wandt halte. Anfangs, von 1482—S8, bei, ich er nur Buchhändlergeschäfte, indemer anderwärts drucken ließ („tä-itli.i, in-, <l-> 8i,>»„ i,, >li»>„!>
<!<-i>li.n", Von. Vlil». ,!s tänlocu. 1482. 4.). Seit 1499 aber besaß er eine eigneOfstcin, deren erstes Product „ äsi». l'nliii.ini , un.-itiini. ,»,I. O>r>»,-Hl.i, >»»"(4.) sind. Seine letzte» Drucke sind vom I, 1537, dem Jahre s. Todes. Unterder Firma Il.!<,<'>!o.<> 1. 4. .M llinnt., ging die Druckerei nach s. Tode fort; zu-nächst unter der Leitung s. Mohnes, Thomas G„ dessen Druckerei 1557 abbrannte,hergestellt, dauerte sie unter wechselnder Oberaufsicht noch bis ins folg. Jahrh. fort.1614 kommen die Ilexuli <Ii I»m:>n,.-U, Oinnt., als Compagnons des Handluugs«Hauses Fr. Baba vor; diese Verbindung läßt sich noch 16t8 nachweisen. Derletzte uns bekanntgewordene Druck der venetianischen Ofstcin ist von 1657 („IN.Dein üliri III. ,Io lolnilinc", Von. .lnnt.i-. 1657, 4.). Ihre Drucke unter-scheiden sich durch nichts von den damaligen Ofsicinen Venedigs , wie sie gewöhnlichwaren, und stehen tief unter den bessern der Manucci, des Giolito u. A. Bloß aufden Erwerb berechnet, ohne daß sie höhere wissenschaftliche Zwecke verfolgt hätten,zeichnen sich die Giuntiuen aus Venedig weder durch Typen noch durch Papieraus. Pergamenldrucke scheinen die venetianischen Giunti gar nicht gegeben zu ha-ben; griechische Drucke wenig. Die AuSg. des Cicero von 1534 durch Dictormsist fast der kinstge bedeutende Druck. Nicht ohne Werth sind die Missaldrucke. Ins. Vaterstadt Florenz begründete das nachmals so blühende Gewerbe, Philipp G.,der Sohn eines gleichnamigen Vaters, Lucas, Antons Bruder. Wahrscheinlichgenoß Philipp den Unterricht des Christoph LandinuS. In Florenz hatte er eineDruckerei, aus der als erster Versuch der Zenobius von 1497 hervorging. Nachdem Tode Philipps (am 16. Sept. 1517) erhielten s. Erben die Ossicin unter ab-wechselnder Leitiing fort. Der letzte Druck der fiorenzer Ossicin scheint Ii„on-,r»Uiin»,' (1623, 4.) zu sein. Die Typen dieser Ossicin an sich dürfen übrigens die Der-gleichung mit denen der Manucci nicht scheuen; nur an Mannigfaltigkeit möchtensie diesen etwa nachstehen. Die Cursiv möchte sogar den Vorzug verdienen. Aberbesser ist bei den Aldus das Papier, besser die Schwärze und das Ensemble desDrucks. Außerdem hat die florenzer Ofstcin Großpapiere und mehre gut gerathenePergamentdrucke geliefert. Wahrscheinlich ist, daß sie selbst eine Schriftgießerei be-saßen, aus der sich gleichzeitige florenzer Drucker versorgten. Zur Ehre einer beson-dern Sammlung sind die Giunkinen noch nicht gelangt, obgleich sie dieselbe ebensosehr zu verdienen scheine» als die Aldinen; denn viel zu voreilig behauptete man, dieGiunti hätten nur Wiederholungen Aldinischer Texte geliefert. Getviß ist der in-nere Werth ihrer Drucke bedeutender, als man gewöhnlich glaubt, Durch ein son-derbares Geschick sind diese weniger bekannt; doch haben die genauer untersuchtenjtal. Schriftsteller ihrer Ofstcin erwiesen, welche wesentliche Ausstattungen sie durchdie Gelehrten gewannen, mit denen sich die Giunti ebenso wie die Manucci zu um-geben verstanden. Weniger gilt dieses Lob den Leistungen der lyoner Ofstcin, ge-stiftet durch Jakob de Giunta, ausFlorenz, Francesco G.'s Sohn, der noch 1519zu Venedig vorkommt, seit 1520 aber zu Lyon erscheint, anfänglich bloß als Verle-ger, seit 1527 aber auch als Drucker. Nach s. Tode 1548 setzten s. Erben thätigdas Gewerbe fort, von dem noch 1592 sich Spuren finden. Nicht so leicht zu ent-wirren ist das Verhältniß, w-lcheS zwischen den ital. und den spanischen Ofsicinen,und unter diesen letzter» selbst stattfand. Zu Bnrgos druckte Juan Junta 1526,1528 und 1551. Philipp I. , vielleicht Eine Person mit dem florenzer Philipp demJüngern, von 1582—93; zu Salamanca druckte 1534—52 ein Juan de I., derallem Anscheine nach eine und dieselbe Person mit dem Juan I. von Durgos ist,