Glacis
Gladiatoren
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fischen Werke. Sie gehörte aber nicht zu dieser Sammlung. So auch von Dome«nichino eine schöne waldige Gebirgsgegend; diese Landschaften großer ital. Geschicht-maler sind um so merkwürdiger, da viele Galerien sie ganz entbehren, und da ihrStyl so groß, ihre Behandlung so kräftig und leicht, ihr Ton in seiner dunkeln Bläueso ernst, romantisch und eigenthümlich ist, daß sie wahre Vorbilder für alle Zeitenbleiben. Besonders merkwürdig ist noch aus dieser Schule ein Gemälde des GuidoReist, eins s. größten Meisterwerke. Es stellt die Zusammenkunft der bei m Ere-nstten, des heil. Paulus und des heil. Antonius, in der thebaischen Wüste vor. Diebeiden Greise tragen das Gepräge ihrer strengen Lebensart. Ein kahler Felsen bil-dek den Hintergrund, aber von oben füllt der Glanz einer himmlischen Glorie herein,in deren Mitte man die Madonna mit dem Jesuskinde, von Engeln begleitet, sieht.Das Ganze ist ini größten Sinke gedacht und ausgeführt; einfach und edel, wahrund kräftig sind die beiden Anachvreten, höchst lieblich ist die obere Glorie, Alles leichtund genial behandelt. Von Albani finden wir merkwürdige Gemälde aus derZeit, wo er eben die Schule der Carracci verließ, und daher noch deren größern Stylniit s. natürlichen Zartgefühl und lieblichen Pinsel verband, auch noch in Lebens-größe uralte. So ist hier ein Ab ndmohl nach einer Zeichnung von Carracci , undeine Folgereihe trefflicher Gemälde, alles halbe Figuren, Christus, Diaria, Zohan-nes der Täufer , und die Apostel Petrus, Andreas, Banholomäus, Simon und Zu«tas ThadkeuS. Zn derselben Größe und Art malte Domenichino , gleichfalls nachZeichnungen des Annibal Carracci , den ZohanneS, Thomas und Zacobuü. VonAnistbal Carracci selbst sind dieAposttlPhilippuS, Matthäus, Zacobus der Kleinereund Paulus. Doch keine Galerie besitzt schönere Werke von dem ersten Meisterunter den Naturalisten, von Michel Angelv Amerigi da Caravaggio . Zuerst be-wundert man s. Altarblatt, die Ungläubigkeit des heil. Thomas; die kühne Kraft,herrliche Farbengebung und tief durchdachte Gegeneinanderstellung von Licht undSchatten, die dem Caravaggio eigen find, bemerken wir hier sowol als in s. hier be-findlichen heil. Matthäus und s. Christus am L)lberge. Zn ihrer vollsten Eigen-thümlichkeit zeigt sich s.Flammenkrast in zwei kühn und groß gedachten allegorischenGemälden. Auf dem einen ist die sinnliche Liebe unter dem Bilde eines 15jährigenZüngling! - rgesielli; er ist ganz unbekleidet, boshafte Schadenfreude blitzt aus s.Augen, treu es ist sein Lächeln, er hat Geierffügel und hält Bogen und Pfeile; ne-ben einem Ruhebett hac er Panzer, Bücher, Lorberzweige, musikalische und mathe-matische Znstrumente unter die Füße geworfen, sowie einen Sternenglobus, Kroneund Scepter. Der wilden Leidenschaft ist nichts heilig. Das Seitensiück stelltden Sieg der himmlischen Liebe über die irdische vor. Ein gesundheirblühendcrZüngling, mit einem Panzer bedeckt, mit großen Flügeln und stammendem irc?chwert,hat die sinnliche Liebe zu Boten geworfen und ihre vergifteten Pfeile zerbrochen.Adel und Schönheit sind hier auf das Herrlichste mit kräftige, Behandlung vereint.Außerdem gehört noch ein weibliches Brustbild von diesem Meister hierher, sowieeinige Gemälde tes Guercino und Lansranco, und ein treffliches Stück desGherar«do della Notte, die Befreiung des Petrus aus dem Gefängniß. An Meistern andrerSchulen ist die Sammlung nicht reich; wir bemerken nur 5 recht schöne Gemäldevon Poussin , eine große Landschaft von Claude Loriain, eine Fußwaschung vonKarl v. Mander, eine Cariia von Lambiasi (einem genueser Künstler, de" inSpanien starb) und eine treffliche Landschaft von Swanevelt.
Glacis, bei Festungen, die stäche Abdachung der äußersten Brustwehran dem bedeckten Wege, welche sich in das Feld verliert und den Graben vonAußen her bedeckt. Die Kugeln aus der Festung müssen jeden Punkt aus demGlacis rafften können.
Gladiatoren, Fechter, welche zu Rom in den Kampfspielen mit einan-der, zum Vergnügen des Volks, aufLeben und Tod kämpfen mußten. Anfänglich