GraviuS
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gen, welche die Planeten durch gegenseitige Einwirkungen aufeinander in ihre»Bahnen leiden, die abgeplattete Gestalt der Erde, des Jupiters -c. Seine weitereAusbildung verdankt dies System vorzüglich Laplace(s. d.). — Newton's Gra-vitationsrheorie ist entwicheltin s. „l'ii„Lipi:> imitliematio» pliiloiopl>i»o u.ituru-(Lond. 1687). Diaclanrie („lii aoeount ok8ii- Xcrvton's plulosopliioalcli-eovei > 0 -i", Lond . 1748) und Pemberton („4 iieiv okXeevton's pbiloropb^",Lond . 1728) gewahren brauchbare Übersichten; leichter sind Voltaire's „b'.Ieineus<!e l-> pliilo-oplilo <Iu Xeevto», >ii',8 c> !-> Porter <Ic tont lc inoiicko" (Lausanne 1773). Laplace's Forschungen über diese Materie enthält s. „'kralle cke I»e-canigne 0 > ie5>r" (bis jetzt 5 Bde., 4.).
GräviuS (Johann Georg, eigentlich Grase), Philolog und Kritiker,geb. am 29. Jan. 1632 zu Naunibürg a.d. Saale , erhielt s. erste Bildung auf derSchul-Pforta, dann studirte er in Leipzig die Rechte, fühlte sich jedoch stets mehrvon den Philolog. Wissenschaften angezogen. Eine Reise, die er in Geschäften seinesVaters nach Ostfriesland machte, entschied endlich über s. Lebensberuf. Die Gele-genheit, Holland zu sehen, wo Saliiiasiiig,, Heinsius und Frietr. Gronovius glänz-ten, war zu günstig, als daßG. sie nicht hätte benutzen sollen. Außerdem fesselteihn noch folgender Umstand an Holland . Die Latinität war in jener Periode durchdas Beispiel des geistreichen Just. Lipsiug fast auf allen deutschen Universitäten inVerfall gerathen. Man hatte sich, aus Sucht sich auszuzeichnen, von Cicero ent-fernt, und suchte nach trockener und schwerfälliger alterthumlicher Kürze und Ge-drungenheit. G., in solcher Schule gebildet, hatte bisher noch keine Ahnung vonder Schönheit des Ausdrucks in der alten Sprache Latiums gehabt, wenn sie mitGeist und Feinheit behandelt wird. Gronovius lehrte ihn dies kennen, und s. Ent-schluß war gefaßt. Er verließ die Jurisprudenz und widmete sich in Deventer denHumaiüorlbuS. Hierauf setzte er in Amsterdam s. Studien unter David Blondel und Alexander Morus fort; auch trat er hier auf Antrieb s. Lehrer von der luth.zur reform. Confession über. 1656 erhielt er einen Ruf als Professor nach Duis-burg , woselbst er 2 I. blieb und dann, nach dem Wunsche fernes einstigen LehrersGronovius, dessen bisher verwaltete Stelle am Gymnasium zu Devenier über-nahm, obgleich ihm von Seiten des berliner Hofes die besten Anerbietnngen gemachtwurden, wenn er in Duisburg bleiben wollte. Den Wünschen der Un echter nach-gebend, nahm er nach 3 I. die Stelle von Ämilius als Pros. der Geschichte an.Sein Ruf stieg nun immer hoher, und Leyden sowol als Amsterdam bewarben sichum s. Besitz; auch derKurfurst von der Pfalz suchte ihn fürHeidelberg zu gewinnen,und ebenso die Republik Venedig für Padua , wo ihm außer einem bedeutenden Ge-halt auch noch völlige Religionsfreiheit und Sicherstellung vor dem Zeloreneiferder Inquisition garamirt wurde. Allein G. lehnte sowol diese als die oft wieder-holten Anerbietungen des preuß. Hofes ab. Er blieb in Utrecht bis an sein Ende(d. II. Jan. 1703)und halte die Freude, Schüler aus fast allen Ländern und Stän-den stets um sich versammelt zu sehen, wie ihm denn z. B. Konig Wilhelm i il.(von England) — der ihn zu s. Historiographen ernannte — den Unterricht des jun-gen Prinzen von Nassau anvertraute. Auch Ludwig XI V. schätzte den seltenen Ge-lehrten und ließ ihm ein ansehnliches Geschenk übergeben. Die von G. besorgtenAuSg. des Hesiod, Cicero, Cacull, Tibull, Properz, Justin, Sueton , Florus, Cäsaro. a. classischen Autoren befestigten s. Ruhm als eines gründlichen und — was zus. Zeit selten war — auch eleganten Sprachforschers, und s. „blickn,»>>iiiit>ou>-tiil»,o looiiiiuii ioo" (Utrecht 1694—99, 12 Bde., Fol.), sowie der nach s.TodevonBurmann beendete „ I i>,'.<i.>m ur untignitiitum et liistoriin um lti>Ii,>e" (Leyrden 1704—23, 9 Thle., Fol., in 30 Bdn.) und der -nitch. el >>i»tor.
8i«nl.. dimeli,,.. (loi-ä -il" (Leyden 1723 — 25, 15 Bde., Fol.) gereichen ihmwahrhaft zur Ehre. Ein Sohn von ihm, Theodor Georg (1691 Magister
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