Band 
Vierter Band. F bis G.
Seite
837
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Gncchmland (Geschichte) LLI

grieckiscben Eolonien unter die Herrschaft des lydischen C-osuS und bald nachher dc»EvruS gekomnien; selbst ?lltgrieche»laitd wurde von PersienS Beherrschern, Dar»»«»ndäterres, mit gleicher Knechtschaft bedroht. Da zeigte sich der Heldenmuth t«'freibeitliebenden Kriechen in seinem herrlichsten Glänze. Athen und Sparta wUki-stande» sa>i allein den ungeheuer» Heeren der Perser, und die Schlachten bei Ma»ratho», Thermopnla und Plataä, sowie die Seetrcffen bei Artemis!'»», Salami-und Mvkale lehrten die Perser, daß Griechenland nie zu ihren Eroberungen gehörenwerde. Vor allen griechischen Staaten erreichte jetzt Athen die höchste Bluibe unddas entschiedenste Übergewicht. Der Oberbefehs, welchen bisherSparir geftihrt hatt«,kam an Aihen, dessen Feldherr Clinon die Perser zur Llnerkennung der Freiheit derKleinafiaien zwang. Zugleich war Athen der Mittelpunkt der Künste und Wis-senschaften. Jetzt brach der peloponnesische Krieg aus, als Sparta AkhenS übermä-ßige» Stolz nicht länger ertragen konnte. Dieser Krieg, der Griechenland ver-heerte, demüthigte Aihen. bis Thrasvbul es wieder befreite; dagegen mußte sichSparra auf kurze Zeit unter Thebens große Männer, iLpaminondaS und Pelopi-das, beuaen. Dieser Unruhen ungeachtet blühten neben den Dichtern Künstler,Staatsmänner und Philosophen; der Handel war im größten Flor, Satten undLebensart waren aufs höchste verfeinert. Nun aber trat die unglückliche Periodeein, wo mit dem Ende der politischen Freiheit auch die Bildung der Griechen zu sin-ken anfing. Im Norden von Griechenland hatte sich ein erobernder Staat gebil-det, dessen Beherrscher, Philipp, Tapferkeit mit schlauer Politik verband. Die Un-einigkeit unter den griechischen Staaten bot ihm Gelegenheit, seine herrschsüchtigenPlane auszuführen, und die Schlacht bei Ehäronea 338 v, Ehr. gab Maeedoniendie Oberherrschaft über ganz Griechenland . Vergebens hoffte dasselbe, nach s. Todesich wieder frei zu machen. Thebens Zerstörung federte Unterwerfung unter denmächtigen Genius des jungen Alexanders. Während er als erster Feldherr der Grie-chen über die Perser die glänzendsten Siege erfocht, veranlaßte eine falsche Nachrichtvon s. Tode einen nochmaligen Versuch, die Freiheit wiederzugewinnen, den jedochAnkipater vereitelte. Ebenso unglücklich endigte der lamnche Krieg nach dem TodeAlexanders. Griechenland warjetzt fast zu einer macedonischen Provinz herabgesunken.Verweichlichender Luxus schwächte die alte Tapferkeit und Kraft. Endlich schlössendie meisten Staaten des südl. Griechenlands, Sparta undÄtolien ausgenommen, denachäischen Bund zur Behauptung ihrer Freiheil gegen Maeedonien. Als dieser Bundsich aber mit Sparta entzweite, suchte er Makedoniens Hülfe und war dadurch sieg-reich. Allt .n diese Freundschaft war bald verderblich, denn sie verwickelte Griechen-land in die Händel Philipps mit den Römern, welche zwar anfänglich die Freiheit dergriech. Städte bestätigten, während sie in dem Kriege gegen Antiochuö Ärolien undbald darauf auch Maeedonien in eine römische Provinz verwandelten; allein späterfingen sie an, den achäischenBund unter sich zu entzweien, mischken sich in die innernStreitigkeiten der Griechen, und zwangen diese endlich zu dem letzten Versuch, ihreFreiheit mit den Waffen zu behaupten. Der Ausgang eines so ungleichen Kampfeskonnte nicht lange unentschieden seyn: die Eroberung Korinths, 146v.Chr., untei-warf die Griechen der römischen Herrschaft. Während des ganzen Zeitraumsvon der Schlacht bei Chäronea bis zur Eroberung Korinths blühten Künste undWissenschaften unter den Griechen; ja die Kunst feierte erst unter Alexander ihrgoldenes Zeitalter. Indessen waren doch die griech. Eolonien in einem noch blühe,*dein Zustande als das Mutterland, besonders ward jetzt Alexandria in Ägypten derSitz der Gelehrsamkeit. Da sie ebenfalls nach und nach unter die Botmäßigkeitder Römer kamen, wurden auch sie, wie dasMutterland, die Lehrer ihrer Überwin-det', der Römer. Unter August endlich verloren die Griechen auch den Schattenihrer bisherigen Freiheit und hörten auf, ein selbständiges Volk zu sein, obgleichihre Sprache, Sitten, Gebräuche, Wissenschaften, Künste und Geschmack überall