Band 
Vierter Band. F bis G.
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Griechen (Kampfderselben 1823)

aufSalamine ihren Sitz, von wo aus beide im Nov. 1823 sich wieder nach ArgosundNauplia begaben. Maurokordaws führte im Nov. eine Abtheilung der FlotteVon Hydra nach dem Golfvon Lepamo wo er die BarbarLSkenflotte, welche Misso-lunghi sperrte, zur Flucht nöthigte, Die Feste von Korinth ward von den Hellenenim Nov. d. I. mit Capitulatio» genommen, und der letzte vorn Pascha Mustaphaunterstützte Angriff des Iussuf Pascha aufAnatoliko und Miffolunghi, wo AndreasMetapa Befehlshaber war, durch die Iliederlage jenes Pascha im Nov. 1823 gänz-lieh vereitelt. Mustapha Pascha zog sich nach Zanina zurück. Der Feldzuz wargeendigt, doch dauerte der kleine Krieg in Thessalien und Epirus fort, und griech.Schiffe drangen bis in den Golf von Wmyrna. Indeß standen der Pforte, umgeachtet der Erschöpfung ihrer Geldquellen, für den Feldzug 1824 größere Streit-mittel zu Gebote als den Griechen. Denn nach dem mit Persien am 28. Juli1823 geschlossenen Frieden und nach der freiwilligen Unterwerfung des rebellischenPascha von St.-Iean d'Aere, konnte sie ihre Truppen aus Asien , sowie nach erfolg-ter Räumung der Moldau und Walachei, auch die von der Donau gegen die Grie-chen ins Feld schicken. In Konsiantinopel halte endlich der Einfluß des Ianilscha-renpobels auf d>e Beschlusse der Divans aufgehört. Durch Galib Pascha'? Ei /' mnung zum Großvesier (dem 5. seit 1821) und Sadik's zum Reis Effendi im Dee.1823, siegte die gemäßigte Partei, Dagegen nahm bei den Griechen der innereZwiespalt immer mehr zu. Der Fall von Ipsara, die Eroberung Moreas, bis aufNauplja, durch Ibrahim Pascha, Wohn des VicekönigS von Ägypten , der glorreicheUntergang vonMissoluiighi (s. d.), die (bis zum April 1821) vergeblichen An-strengungen, Athen zu entsetzen und den türkischen Weraökier Reschid Pascha ausLivadien zu vertreiben, die traurige Zersplitterung der griechischen Seemacht inwilde Seeräuberei: 'Alles schien den nahen Untergang Griechenlands anzukündigen.Allein eine ivunderbare Lebenskraft hob das interessante Volk der Hellenen wiederempor: Missolunghis Heldenkampf regte die Theilnahme Europas tief auf. Die-ses war seitdem thätiger als je. Endlich vereinigten sich (4. April 1826) Rußlandund England, hierauf mit beiden auch Frankreich (London den 6. Juli 1821) überdie griech, Sache, und verlangten von der Pforte die (Anerkennung e.ucs gesetzlichfreien und selbständigen Griechenlands . Die Entscheidung des 8jahrigcn Kampfeskann nicht sehr entfernt mehr sein. Wir erzählen die einzelnen Ereignisse des zwei-ten Hauptabschnitts der Geschichte des Hellcnenkampfs von 1824 — 29 in demArt. Türkei und Griechenland . I

*) Zur Geschichte deS Hellene» kampss enthalten Beitrage: Raffenel's (Heransg. des„ 8 pecl 2 teur oi-ieni»I" zu Sninrna, den »ach Ihm Tricorni fortsetzte) „Ilislorio liesüvtznemens <io la Owece" (Paris 1922), vgl. die Belichtungen im „Lit. Eonv.-Dl." (März 1823); — „Oonsilitzraiions sur Is guenre sciuelle enlie les Oiecsei les Burcs, psr un Oreo" (Paris 1821); Oberst Vomier, der 1821 u. 1822 inGriechenland INItfocht, gab in Paris >823 „älchnoires SUI- In gueone sciuelle liesheraus; Ägratis, „präcis 6 es oprrstions lle I-> lloiie grecgue, llurantIs iPeolution lle 1821 et 1822" (Paris 1822) (großlentheils nach dem Seejournaldes Hydriotcn Jak. Tombasis, der als Be ehlsbaber der Flotte in einem Seetreffenim März >822 blieb). Der schweb. Artilleriemajor NilS Fr. Askling, der 1822 un-ter den griech. Fahnen diente, Befehlshaber in Navarin war und >823 »ach Stock-holm zurückkehrte, schrieb einen „Versuch einer Gesw. der griech, Revolut." (Siocth.1821 ). Allgemeiner» Inhalts ist das schätzbare Werk des Pros. Münch: „Die Hce-resznge des christl. Europas wider die Osmanen und die Vers. der Kriechen zur Frei-heit" (Basel 1822 fg., Z Thle.). — 14. Sickler'S „Anastafia" (I. H., 1822 ) wardiesem Gegenstände gewidmet; so auch 14. Schotl'ö und Mebold's „Tasche.,buch fürFreunde der Kesck. des griech. Volks" (1823 fg.). — Ed. Blaguii-re, der a» Ortund Stelle beobachtete, schrieb: ,,'l'I>e Oreell revaluiion. its ori»in »Nil prngress,to»vtl>er lvilli some romnrlis on tl>e relij>ion elc. in Orecce" (Lond. >821, MitKpfr».; deutsch, Weimar 1S23). Marime üianbaud, Srabsosstcier im Philbellenen-rorps, gab „Flemoires SUN I» Orece, p. rervir c> I'lusloire lle I» jzu^ere äe I'in-