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Gmnaldi
jenigen Ereignisse, bei denen er die Hand mit im Spiele hatte. 5) Sein Neffe Ge-ronimoG., geb. 1597 zu Genua , wurde im 28. J.zumVice-Legaten derRomagna,dann zum Bischof von Älbano und Gouverneur von Rom ernannt. Ilrban V > >1.sandte ihn als NunciuS nach Dentschsand und Frankreich , und die guten Dienste, dieer hier dem röm. Hofe erwies, erwarben ihm 1613 den Cardinalshut. Au? Dank-barkeit beschuhte G. nach Urban? Tode dessen Familie und lud dadurch den Zornvon Innocen; auf sich, der, solange erlebte, die Bulle nicht unterzeichnete, durchwelche G. zum Trzbischof von Ai.r ernannt war. Erst unter Innocenz's Nachfol-ger, Alexander VII. , konnte er sein neue? Amt antreten (1655), wo er die Sittender ihm untergebenen Geistlichen zu bessern bemüht war. Er gründete zu diesemZweck in Aix ein Leminarium für Geistliche, desgleichen stiftete er ein Hospital fürArme und vertheilte von feinem großen Vermögen an 100,600 Livres unter Hülfs-bedürftige. Mehren Conclaven beiwohnend, trug G. besonder? mit zur Wahl vonInnocenz XI. bei, dessen Tugenden er verehrte. Obschon er später zum Dechan-ten des heil. Collegiums in Rom ernannt wurde, so konnte er sich doch nicht ent-schließen, die ihm anvertraute Gemeinde zu verlassen. Er starb in Air 90 I. alt,1685. 6) Nicolo G., geb. 1615, wurde 1706 von Clemens XI. mit dem röm.Purpur bekleidet. Er starb schon 1717 und hinterließ ein ungeheures Vermögen.7) Noch ein Geronimo G., 1674 geb., ward mit dem Cardinalshute geschmückt.Früher sandte ihn der rbm. Hos nach Avignon, kann als Nuncius nach Brüssel ,Polen und Deutschland. Später verwaltete er als Cardinal die Legatur Bologna .Er starb 1733. — Außer diesen Grimaldi'S finden wir noch Gleichnamige, diesich in Wissenschaft und Kunst hervorthaten: 1) Giacomo G., ein Literator des16. Jahrh., dessen Tiraboschi mit großem Lobe gedenkt. Er wurde zu Bologna geb., widmete sich dem geistl. Stande und machte sich als Aufseher des Archivs derPeterskirche in Rom durch die Ordnung verdient, welche er in das Ganze dieserkostbaren Sammlung brachte; auch suchte er die unter Paul V. aufgefundenen al-ten Inschriften durch erläuternde Bemerkungen zu erklären. Ein Verzeichnis seinerantiquarischen und philologischen Schriften findet sich im 4. Bde. der ,He> izitcr.
Er starb 1623. 2) Giovanni Francesco G., genannt Bo-lognese, weil er in dieser Stadt geb. ward, lebte im 17. Jahrh, und zeichnete sichals Maler, Architekt und Kupferstecher aus. In der erstgenannten Kunst hatteer sich Correggio zum Vorbilde gewählt; auch arbeitete er eine Zeit lang mit Al-bano zusammen. Vorn Cardinal Mazarin nach Paris gerufen, malte er mehreFrescos im Louvre. Als Architekt war er nicht minder ausgezeichnet, und s. Arbei-ten mit dem Grabstichel sind sehr gesucht. Innocenz X. ließ ihn die Verzierungender Frescos im Vakican und im Quirinal machen. Mehre seiner besten GemäldSfindet man in der Kirche St.-Maria del Monte in Rom ; auch das pariser Mu-seum besitzt einige sehr ausgezeichnete von ihm. Er starb 1880, 74 I. alt. EinSohn von ihm, Alessandro, ist gletchfalls als Maler bekannt. 3) FrancescoMaria G., Mitgl. der Gesellschaft Jesu, wurde 1613 zu Bologna geb. unk zeich-nete sich als Mathematiker aus. Er stand dem P. Riccioli in dessen mathemat. Ar-beiten bei und gab später ein Werk über die Mondslecken heraus, denen er andre Na-men als die ihnen von Hevclius gegebenen beilegte. Noch hat man von ihm:
<1e luunnu, >I,u- et irnle, -ilH^ue .'iiiuexi.G (2 Bde.,Bologna 1665, 4.). Dieser gelehrte Jesuit starb in seiner Vaterstadt 1663. 4)Francesco G., gleichfalls im 17. Jahrh, lebend, geb. im Königreich Neapel ,trat zu der Gesellschaft Jesu und ist als lat. Dichter berühmt. Man hat mehrebucolische und dramat. Dichtungen von ihm, die von s. Talente zeugen. Er starbals Pros. der Rhetorik am Iesuitencollegium zu Rom , 1788, ungefähr 60 I. alt.5) Ein andrer, PeterG., gleichfalls Jesuit und ausCivita-Vecchia geb., lebteim 18. Jahrh, und war lange Missionnair in Ostindien. Man erzählt von ihm, daß