Grönland
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von ihren Nahrungsmitteln und Gewohnheiten, indem sie beständig mit Speck undThran umgehe». DieEkeiber, von Jugend auf zum Lastwagen angehalten, bekom-men dadurch so breite S cbultern, daß sie, wie auch ihres Anzugs wegen, alles weib-liche Ansehen verlieren. Sie kleiden sich in Rennthier- oder Seehundfelle; davon istdas kurze Gewand, davon die Beinkleider, die Slrümpfe und Stiefeln beider Ge«ftblecbker. Bei großer Kälte tragen sie noch unter diesem Gewände ein Henide vonVogelkäuten, besonders der Eidergans, deü SeerabenS und des Papageitauchers.Im Winter leben sie in Häusern von Steinen erbaut, mit 2 Fuß dicken Wänden,deren Dach von Rasen ist, und in die man auf Händen und Füßen hineinkriechenmuß. Selten sind in diesen Wohnungen Fenster, die allemal aus den Därmen derWalisische und Seehunde gemacht werden. Das ganze HauS ist nicht über K Fußhock», 12 Fuß breit und ebenso lang. Es besteht nur aus einem Zimmer, an desseneiner Wand eine Bank, mit Robbenfell überzogen, als Tisch und Bette dient. Un-aufhörlich dampft eine Thranlampe, und die Hitze, durch die starke Ausdünstungder Bewohner noch vermehrt, ist für einen Europäer unerträglich. Dazu kommtder Gestank von dem Unraih und dem Schlachtvieh, dessenAbgänge bei großer Kaltein den Zimmern liegen bleiben; sowie die ungeheure Menge Ungeziefer und derS chmutz, wovon ihre Kleider und Körper starren. Wenn der Schnee schmilzt, wel-ches gewöhnlich in der Mitte des Mai geschieht, so sinkt oft das Dach deü Hausesein, und der Grönländer schlägt nun seine Sommerwohnung in einem Zelte auf,welches mit Robbenfell bedeckt, mit einem Vorhang von WallsischdLrmen versehenund im Innern ebenso eingerichtet ist als dasWinkerhauS. Geräkhe und Werkzeugesind einfach, aber zweckmäßig. Sie bestehen in Pfeil lind Dogen, in Lanzen, Wurf-spießen und Harpunen. Die Kähne sind von Dretern, mit Fischbein zusammenge-fügt und mit Robbenfell überzogen. Diese weiß der Grönländer, selbst bei stürmi-scher L7ee, trefflich lind sicher zu behandeln. Auch fährt er über die gefrorene SeeL—8 Meilen weit vom Lande in Schlitten mit Hunden bespannt. Diese Thierekönnen 11 deutsche Meilen in 9 —10 Stunden zurücklegen. Die Sprache derGrönländer ist dieselbe, welche von den Eskimos und an der Hudsonobai geredetwu d. Spuren derselben finden sich bis an die Nordwestküste von Amerika und biszumNulkasund. Bewundernswürdig ist indieserSprache die Mannigfaltigkeit derFormen sowol für die Verben als auch für die Pronomen. Dem gröbsten Aberglau-be» ergeben, verehren die Grönländer Zauberer, die Priester und Arzte zugleich sind.Vom höchsten Wesen haben sie höchst rohe Begriffe. — Die Nord ostwinde bringenoft >ni Winter eine solche Kälte hervor, daß das Fahrenheil'sche Thermometer 48°unter den Gefrierpunkt sinkt. Dagegen sind die Westwinde, die über die DaviS-straße herwehen, immer feucht und mit Thauwekker verbunden. Die Grundlagealler Berge und Felsen ist feinkörniger Granit mit Gneis, Glimmerschiefer, Horn-blende und Weißstein. Eingesprengt oder eingebettet sind seltene Fossile: eine Mengemaznetischer Eisenstein, Gadolmir, Eirkon, Allanir, Schörl, Turmali,i, die schön-sten Granaten, Sodaliten, Dichroiten und Hyperstkene von der schönsten himmel-blauen Farbe. Scoresby fand hier alle Haupt - und Unterarten der Urgebwge, vomGneis bis zum Thonschiefer. Übergangsgebirgsarten sind hier zum ersten Male inso lohen Breiten nachgewiesen; von Flötzgcbirgen sind wenigstens 2 Formationen,die der Steinkohlen und die des Trapp und Porphyr entdeckt, mit Überresten vonPflanzen, deren manche ein tropisches Ansehen haben. Von baumartigen Gewächsengib: es nur Ebereschen, Birken, Wachholdcr und Zwergweiden; von Beeren nurPrnßel- und Sumpfbeeren. Überhaupt läßt sich die Zahl der blühenden vollkom-merern Gewächse kaum auf 200 bringen; dafür sind die unvollkommener» Land-»iit Secgewächse unzählig. Von Säug^thieren hat Grönland den Polarfuchs, denweiße» Hasen, das Rennthier, den weißen Bär, das Wallroß, mehre Robben unddasNarwall. Der grönländische Walisisch kommt in Menge lind von außerorderit-