Band 
Vierter Band. F bis G.
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888 Gronov (Familie) Grog

lichem Umfang vor. Unter den Vögeln sind die MLven, Taucher, Sturmvogel ,Pelikane, Rorhgänse, Eidergänse, Papageitaucher, Lummer und die grönländischeTaube die wichtigsten. Londvögel kommen wenig vor. Unter den Fischen schätztman die Alpenforelle, die Polarforelle, den Kabliau, Dorsch und Schellfisch. Vonden Insekten ist eine Art Musquitss im Sommer die beschwerlichste. Die Ausfuhrbesteht in Fischbein, Thran, Speck, Barden, Robbenfellen, Fuchs--, weißen Bären-u. Rennthicrbälgen, Eiderdunen und Narwallhörnern. Dafür werden Mehl, Brot,Thee, Taste?, Bier, Gemüse, Pulver, Blei, alle Eisenwaaren, Leinwand, Baum-wolle, Tücher u. Glaswaaren eingeführt; Loch ist noch Vortheil bei diesem Tausch-handel, denn der Werth der grönländischen Erzeugnisse, die jährl. nach Kopenhagen gehen, wird auf 200,000 Thlr., dagegen die Einfuhr in Grönland auf 85,000Thlr. berechnet. Vgl. Manby'ü „Reise nach Grönland 1821", a. d. Engl . vonMichaelis (Lpz. 1823) u. Cranz'g „Historie von Grönl ." (2.TH., Lpz. 1105—10).

Gronov (Gronovius), Kritiker und Philologen. IohannFriedrichG., einer der ersten Alterthumsforscher, geb. am 8. Sept. 1011 zu Hamburg ,besuchte Leipzig und Jena , studirte zu Altdorf die Rechte, hielt sich einige Zeitin Holland und England auf, bereiste Frankreich und Italien , ward Pros. derGeschichte und Beredtsamkeit zu Deventer , und ging 1058, nach Daniel Heimsius's Tode, an dessen Stelle nach Leyden, wo er den 28. Dec. 1011 starb. Erverband mit ausgebreiteten Kenntnissen unermüdeten Fleiß und liebenswürdige Leut-seligkeit. Seine Ausg. des Liviuö, Stativs, Justin, TacitnS, Gelliug, Phädrus.Seneca, Sallust, Plinius , PlautuS u. A., sowie s. „OOsk-rvatione-." sind voll derscharfsinnigsten und richtigsten Verbesserungen; s. „slunnnentorins <><- 5<',<Uci on,</'zeigt die gründlichste Kenntniß der römischen Eprachs ».Alterthümer, und s. LluSg.von Hugo Grotius 'ö Buche „11v j»re bell, e> s-acis" wird wegen der Anmerk. ge-schätzt.— Sein Sohn, Jakob, geb. den 20. Oct. 1045 zu Deventer , studirte hierund zu Leyden, hielt sich einige Monate zu Oxford und Cambridge auf, und kamnach Leyden zurück, wo s. Ausg. des Polybius, 1010, solchen Beifall fand, daß ereinen Ruf nach Deventer bekam. Er schlug ihn aber aus, um Frankreich, Spanien und Italien zu bereisen. DerGroßherzog vvnToscana übertrug ihm eine LehrstelleinPsta, die er jedoch 1619 verließ und dagegen Pros. der schönen Wissenschaftenzu Leyden und 1102 Geograph der Universität ward. Er starb daselbst dcn2I. Oct.1116. Dieser gelehrte und fleißige Kritiker gab den Tacitus, Polybius, Herodot ,Pomponius Mela, Cicero , Ammianug Marcellinug u. A. heraus und sammelteden schätzbaren „Iberaurus anti^uilalnn, ^laer.nHin" (Leyden v. 1691 an 13Bde., Fol.), so wie er auch die Sammlungen desGrävius (s. d.) zur Herausgabeförderte; allein er gab auch manche Blößen und ließ es sich in s. Dünkel hinkom-men, Männer von den entschiedensten Verdiensten, wie Henricus Skephanus,Spanheim, Dossius, Salmasius, Bochart, Grävius , anzugreifen und zu schmähen.— Sein Sohn, Abraham, zu Leyden 1694 geb., hat sich durch s. Ausg. des Ju-stin, PompvniuS Mela, TacituS und Älian auch als einen guten Philologen ge-zeigt. Er starb daselbst als Univcrsitätsbibliothekar am 11. Aug. 1115.

Gros (Amoine Jean), geb. zu Paris 1111, Schüler von David, dergrößte Schlachtenmaler unserer Zeit. Sein Kunststreben nahm eine ganz ver-schiedene Richtung von der seines berühmten Meisters. Erst machte sich G. durchsprechend ähnliche Portraits bekannt (u. a. durch das Gemälde: Bonaparte zuAr-cvle, 1196); bald ging er aber zu dem ihm eigenthümlichem Fache großer undreicher Comvositionen über, wobei er sich Paul Veronese zum Vorbilde gewählt zuhaben scheint. Sein erstes gekröntes Werk dieser Art war das 1804 ausgestellteGemälde: Lonap.nlc ib-äwul Ir8 peslikeres llo üaklä, gestochen von Langier,Paris 1829, von dem es 80 Abdrücke ,-naut l-, Irltre gibt. Das Furchtbaredieses Gegenstandes ist zwar dabei in ein grelles Licht gestellt, aber durch treffliche