Band 
Vierter Band. F bis G.
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891
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Groszdruaiimei,. Geschichte von England biö 1154 881

unter dem König Armr, vertheidigten, ihnen das Land zu überlassen. Die noch übriggebliebenen Briten mußten sich in die kleine ProvinzCambrien — dar beittige Wales — einschränken lassen, oder flohen nach Armorica in Frankreich , welche? von ihnenden .'Damen Bretagne erhielt. Die Angel- Sachsen errichteten nun 7 kleineZweiten, deren Häupter sich Könige nannten, aber doch in einer gewisse» Gemein-schaft bliebe» und allgemeine Versammlungen hielten, in welch, n die da? ganwVolkbetreffenden Angelegenheiten verhandelt und entschieden wurden. Vom (1. 598 anwurde die christliche Religion nach und nach unter ihnen eingeführt. Egbert derGroße, König von Westsex, vereinigte (827) alle diese Ldkaaken unter dem NamenEngland. Seine Nachfolger mußten den Normännern oder wie man sie in Englandnannte, den Dänen, welche auf ihren Streifzügen zur See auch die cngl. Küsten an-gegriffen und einen Theil des Lande? erobert hatten, einen jährt. Tribut (Danegeld)zahle», Alfred der Große weetie den Muth seiner Naüon aufs Neue, überfieldie Dänen, vertrieb sie, bekriegte sie selbst in derFolae z»r See und behauptete sichin dem Besitze s. Reichs. Sein Tod (901) war ein Verlust für England, da? nun»'lede,- von den Dänen angegriffen und, nachdem Ethelred ll. alle m England woh-nende Dänen 1002 hatte ermorden lassen, vom Dänen-König Swen ganz erobertward. 10 Jahre lang behaupteten sich die Dänen unter dem König Kanut unds. Söhnen in England. Als sie es (1011) verlassen mußten, kam der angelsächsischePrinz Eduard der Bekenner auf den engl. Thron. Er veranstaltete eine, noch sehrmangelhafte Sammlung au? den Gesetzen der Sachsen und Dänen, welche das ge-meine Recht (söunnuu, l.(^v) genannt wurde. Nachdem dieser Eduard, der letzteangelsächs. Konig (1068) ohne Kinder verstorben war, wurde Harald, Grafv. West-sex, von derNationals König anerkannt. AberWilhelm, HerzogderNormandie,der nur entfernte Ansprüche auf den engl. Thron hatte, landete mit 60,000 M. inEngland und wurde durch das entscheidende Treffe» bei HastingS (den 11. Dct.), inwelchem Harald blieb, Herr des ganzen Lande?; er erhielt deßwegen den Beinamender Eroberer. Wilhelm übergab alle wichnae Ämter seinen Landsleiuen. Vei schie,dene Empörungen der mißvergnügten Engländer gaben ihm einen Verwand, seineHerrschaft mit größerer Strenge auszuüben. Er führte das bis dahin in Englandungewöhnliche Lehnrecht und schwere Auflagen ein. Da Wilhelm als Herzog derNormandie Lehnmann des Königs von Frankreich war, der über die zunehmendeMacht s. Bestallen eifersüchtig werden mußte; so nahmen von dieser Zeit an dieKriege zwischen Frankreich und England, die beinahe 100 I. gedauert haben, ihrenAnfang. Wilhelm starb 1087. Er hakte England mir Klugheit, aber auch miteisernem Scepter regiert. Zhm folgte sein zweiter L-ohn Wilhelm II. , der ebensostreng regierte, dann der dritte Sohn, Heinrich I. , der von s. ältesten Bruder, Ro-bert, den Besitz der Normandie mit Gewalt erzwäng, und den Engländern verschie-dene ihrer alten Freiheiten wiedergab, übrigens aber seiner Habsucht und Herrschbe-gierde Alles aufopferte. Da er keine männliche Nachkommen hatte, ließ er seine anden Grafen Gottfried von Anjou vermählte Tochter Mathilde von der Nation alsKronerbm anerkennen, wodurch die weibliche Thronfolge in England eingeführt, aberauch veranlaßt wurde, daß England nachher beständig von fremden Geschlechtern be-herrscht worden ist. Ungeachtet dieser Verfügung wurde nach Heinrichs I. Tode(i 135z s. Wchwester Adela Sohn, Stephan, Graf von Blois, von der Nation alsKonig anerkannt, der(1151) den Sohn der vorerwähnten Mathilde, Heinrich II.mit dem Beinamen Planragenet, Grafen v. Anjou, zumNachfolger hatte. Hein-rich Il.war einer der mächtigsten Könige Englands; außer derNormandie, s. müt-kerlichm Erbtheile, erbte er von s. Vater Anjou, Maine und Touraine , und erhieltmit s. Gemahlin, Eleonora von Guienne, von welcher Ludwig V l l. von Frankreichsich hatte scheiden lassen, Guienne, Poitou und andre Landschaften, sodaß er fastden vierten Theil von Frankreich , und weit mehr, als damals dem Könige von Frank-