Band 
Vierter Band. F bis G.
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Großbritannien , Geschichte seit 1660

von Cromwell (165,1) bei Worcester geschlagen, im Ausland eine Freistätte suche».Croniwell richtete bald »achker das Parlament nach s. Willkür ein, übernahi» dievom Heer ibm übertragene Legierung und übte u. d. Titel eines ProteetorSder Republik eine unumschränkte 0^e>va!t aus. Im ?lnslande gefurchter, hob erEngland, besondere dessen Seemacht, auf enie hohe Stufe des Ansehens. Einenzwetio.hr. Krieg zur See mit den Niederländern endigte er (1 65 i) durch einen vor-theilhaften Frieden, in welchem die Vereinigten Staaten die Herrschaft der Eng-länder zur Tee anerkennen mußten. Durch einen ebenso glücklichen Krieg entrißer Spanien die Insel Iamaicasiund erwarb für England Dünkirchen und Mardvk.Er starb 1658 im höchsten (Glänze seines Ansehens. Sein iLdohn, Richard Erom-well, wurde zwar zum Protector ernannt, aber seine 'Abneigung gegen diese Wur-de und die Menge der Parteien, die sich erhoben, bewogen ihn, die Regierungniederzulegen und sich in das Privatleben zurückzuziehen. Nun entstand eineAnarchie, die damit endigte, das; die konigl. Parkei, vom Heere unter dem GeneralMonk unterstützt, Karl ll. zurückrief, der (29. Mai 1660) den väterlichen Tkronwieder bestieg. Karl I I. that bald alles Das, was seinem Vater das kleben gekostethatte, und selbst noch mehr, ganz ungehindert. Man harte ihm Anfangs so vielEinkünfte ausgesetzt, das; er in dieser Rücksicht unabhängig von der Nation war;aber sein Hang zur Verschwendung verleitete ihn, Dünkirchen und Mardyk anFrankreich zu verkaufen. Ein ohne hinlänglichen Grund mit den Holländern an-gefangener Krieg, in dessen Laufe der kühne Aomiral Runter die engl. Kriegsschiffeauf der Themse verbrannte, wurde durch den Frieden zu Breda (1667) mehr zumVortheil der Holländer geendigt. Ein zweiter Krieg mit eben dieser Nation, derfür den Handel der Engländer sehr nachtheilia war, wurde durch den Frieden zuWestminster 1671 geendigt. Bei der immer zunehmenden Willkür des Königskonnte es nicht an Mißvergnügten fehlen; die schon unter Jakob I. entstandenenParteien wurden jetzt Tones und Whigs genannt. Den Absichten des Königs, diekaihol. Religion, zu welcher s. Bruder Jakob sich öffentlich bekannte, wieder einzu-führen, setzte das Parlament (1673) die Tesiacte (s.d.), durch welche die Katho-liken von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen wurden, entgegen, sowie den will-kürlichen Verhaftungen die Habeas-EorpuS-Acte (s.d.). Karl handelte größ-tentheils nach Frankreichs Absichten; in den letzten 4 Jahren s. Lebens regierteer unumschränkt und ohne Parlament. Die engl. Seemacht, die unter ihm auf83 Schüsse, darunter 5,8 Linienschiffe, vermehrt worden war, verfiel in den letztenJahre». Jakob I I. , der s. Bruder (1686) auf dem Tchrone folgte und ein treffli-cher Seemann war, gab ihr den vorigen Glanz wieder und vermehrte sie binnendrei Iabren auf 173 Schiffe. Weniger weise und für ihn selbst ani »achtheiligstenwaren s. übrigen Handlungen. Er wollte mit Gewalt die köuigl. Macht unum-schränkt machen und die kaihol. Religion wieder einführen. Er fand mächtigenWiderstand. Als nun feine 2. kathol. Gemahlin eine» Prinzen gebar, rief diePartei der Whigs des Königs Schwiegersohn, Wilhelm v. Dramen, Statthalterder vereinigten Niederlande, zu Hülfe. Dieser, von den Niederländern unterstützt,landete (Nov. 1688) in England, und ohne daß ein Tropfen Blut bei der Revolu-tion (wie die engl. Geschichtschreiberdiese Begebenheit nennen) vergossen wurde, flohJakob mit feiner Familie nach Frankreich .

Wilhelm lll. wurde zum Konig von England ernannt, doch unter gewissen,durch die IHN „k Ill^bt-; (Erklärung der Rechte des Volks) bestimmten Einschrän-kungen der konigl. Gewalt. Durch diese Regierungsverändernna wurde die alteVerfassung Englands hergestellt, und die Staatsverwaltung erhielt eine demWohldes Landes angemessenere Form. England erhielt seit dieser Zeit ein weit größeresAnsehen als vorher unter den europäischen Staaten. Wilhelm blieb fortwäh-rend Statthalter der vereinigten Niederlande, wodurch die nähere Verbindung bei-