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Großbritannien , Geschichte seit 1793
ohne den Hauptpunkt des Streites zu erledige», und die Preußen räumten das vonihnen besetzte Hanover. Mittlerweile hatte sich Frankreich mit allen s Feinden aufdein Festland« versöhnt; nun foderte auch in England die öffentliche Stimme denFrieden. Die Staatsschuld war nämlich auf 451 Mill. Pf. L)t. gestiegen; Theu-rung und Abgaben brachten das Volk zur Verzweiflung; der Zweck des Krieges, dieWiederherstellung der Bourbong, erschien als Unmöglichkeit. Das neue Mini-sterium (Addington-.Hawkesbury) schloß daher den Vertrag von Amiens (25. März1802), der nach solcher Überlegenheit im Kriege nur geringe Vortheile gewährte:die Insel Trinidad , den holländischen Antheil von Ceylon und das freie Einlaufenin den Hafen des Caps. Die Nation war mit diesen Friedensbedingungen sehrunzufrieden; als nun auch Napoleon den britischen Stolz durch neue Anmaßungenreizte, so erklärte England den Krieg an Frankreich den 18. Mai 1803. Die Fran-zosen nahmen Hanover in Besitz, gaben ihrem Sperrsystem gegen England diegrößte Ausdehnung, schloffen Bundesverträge mit Holland, der ital. Republik undspäter mit Spanien , und drohten mit einer Landung auf England. Pitt, der wie-der ins Ministerium getreten war, erregte dagegen einen neuen Krieg auf dem festenLande (1805), welcher aber den Kaiser Napoleon nur zu neuen Siegen lind Erobe-rungen führte. Doch das Meer gehorchte den Briten, und die Schlacht beiTrafal-gar (21. Oct. 1805), in der Nelson fiel, krönte ihren Ruhm. Pitt starb am 23.Jan. 1806. Das neue Ministerium — Grenville, Addington , Fox — war zumFrieden geneigt, aber nach den Eroberungen, die Napoleon in dem preußisch-russi-schen Kriege gemacht hatte, und nach dessen feindseligen Decreten von Berlin undMailand , konnte man sich nicht mit ihm veischnen, ohne s. Herrschaft über dasFestland anzuerkennen. Man richtete daher alles Bestreben darauf, die Macht zurSee zu erweitern. Allein die Einnahme Kopenhagens und die Hinwegsührung derdänischen Kriegsflotte (Sept. 1807) vermehrte Englands Feinde; selbst Rußland brach s. Verbindungen ab. Dennoch wurde die von den Kaisern Napoleon undAlexander in Erfurt an Georg III. erlassene Einladung zum Frieden verworfen, weilEngland Joseph Bonaparte als König von Spanien nicht anerkennen wollte.Schon hatte ein engl. Heer in Portugal den franz. General Iunot und die im Tajo liegende russische Flotte ;>>r Capüulation (30. Aug. und 3. Sept. 1808) genöthigt.DieSpanier, die gegen Frankreich aufgestanden waren, wurden mit Geld, Kriegs-bedürfnissen und Truppen unterstützt, Cayenne, Martinigue, St.-Domingo und dieionischen Inseln bis auf Corfu und St.-Maura wurden erobert, und eine Expedition1809 gegen Seeland und Flandern unternommen, die aber mit der Räumung vonWalchern endigte. Dagegen fielen 1810 Guadeloupe , St.-Martin, St.-Eustach,Amboina, Bourbon und Isle de France in britische Gewalt. Indeß machte diewiederkehrende Gemüthskrankheit des Königs eine Regentschaft nothwendig, welchedas Parlament (10. Jan. 1811) dem Prinzen von Wales übertrug. Für den vonder engl. Regierung nie aus dem Auge verlorenen Gesichtspunkt, daß mit Frank-reich nicht Friede gemacht werden könne, es trete denn in seine alten Grenzen zurückund huldige wieder s. alten Regentenhause, eröffnete der Feldzug von 1812 neueHoffnungen. Bald war England durch s. Gold die Seele der Coalition, die sich1813 auf dem Festlande bildete, und ein brttisch-portugies.Heer entriß den Franzo-sen LOpanien. Der gleichzeitige Krieg Englands mit den nordamerikanischen Staa-ten wurde durch den Frieden zu Gent (24. Dec. 1814) beigelegt. Die glänzend-sten Erfolge krönten so große Anstrengungen. Indem die Verbündeten in Paris einrückten, zog Wellington über die Pyrenäen und drang bis Bordeaux und Tou-louse vor. Es erfolgte die Wiederherstellung der Bourbons und die Anordnungeines aus die Grundlagen des Rechts gebauten allgemeinen Staatensystems. Eng-land gab im Frieden zu Paris (30. Mai 1814) alle Eroberungen an Frankreich zurück, mit Ausnahme von Tobago, St. Lucie und Isle de France . Da eö aber
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