Grund
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durch ihn wiedererhalten könne. Dafür aber traf auch diesen die Acht, mit derenVollziehung Kurfürst August von Sachsen beauftragt wurde. Nach einer hartenBelagerung wurde Gotha mit dem festen Schlöffe Grimmcnstein am 13. April1361 übergeben. Der Herzog mußte durch lebenslängliche Gefangenschaft büßen;G. wurde lebendig geviertheilt. Dies war das Ende eines Mannes, der mit un-bezwinglichem Muth, ausdauernder Standhaftigkeit und vieler Einsicht in StaakS-und Kriegsgeschäften Schwäche, Wankelmuth und Bosheit verband. Dgl. Grü-ner: „Zur Geschichte Joh. Friedrichs des Mittlern" (Koburg 1785).
Grund, in den zeichnenden Künsten: 1) die Materie, worauf eine Zeich-nung oder ein Gemälde verfertigt ist; 2) die über diese Materie verbreitete erste Far-benlage, worauf das Gemälde sodann gefetzt wird; 3) derjenige Farbenauftrag, vorwelchem man die Gegenstände des Gemäldes erblickt; 4) die Fläche überhaupt, aufwelche die Gegenstände gestellt sind. Was die erste Bedeutung betrifft, so nennt derKupferstecher auch den Firniß, mit welchem eine polüt« Platte überzogen wird, umsie zum Atzen tauglich zu machen, den Grund, und dieses ganze Verfahren dasGrün-den oder Grundiren, von welchem zum großen Theil die Vollkommenheit desÄtzens abhängt. In diesen Grund wird die Zeichnung mit einer Nadel gemacht, unddann Ätzwaffer aufgegossen, welches bloß in den mit,der Nadel gemachten Umrissenu. Strichen eiufrißt. Man hat zweier lei Arten von Ätzgrund, den harten u. weichen.Neuere Künstler übergründen die Platte bisweilen noch, d. h. sie überstreichendiejenige» Theile derPlattc, an welchen dasScheidewasser hinlänglich gefressen hat,mit einem Firniß, damit es bloß an den übrigen noch tiefer einfrcssen möge. Wasdie zweite Bedeutung des Ausdrucks Grund betrifft, so ist zu bemerken, daß jede Ma-terie, worauf gemalt werden soll, gehörig zubereitet werten muß, damit das Gemäldetheils haltbarer, theils scheinbarer werde. Holz überstreicht man mit Leim, um dieLuftlöcher zu füllen, firnißt dasselbe und streicht es dann an; Mauergrund mußebenfalls besonders zubereitet werden; Leinwand spannt man in einen Nahmen,tränkt sie mit Leimwasser, reibt sie dann mit Bimsstein und setzt eine einfache Farbeauf, worauf, wenn diese trocken geworden, die Leinwand noch ein Mal mit Bims-stein geglättet wird. Dieses nennt man ebenfalls Gründen oder Grundiren,braucht denselben Ausdruck aber auch von der ersten aufgetragenen Farbenlaae ins-besondere, wobei zu erwägen ist, daß die Wahl dieser Grundfarbe für das Gemäldekeineswegs gleichgültig ist indem ein großer Theil der Frischheit u. Dauer desselbendavon abhängt. Bei dem Grund in der dritten Bedeutung (gleichsam als Hinter-grund desGemäldes) hat dcrMaler wohl zu beherzigen, daßgewisseFarben einanderzerstören, andre einander heben. Fleischfarbe wird blaß aus einem gelbem Grunde,Blaßroth erscheint lebhaft u. feurig auf einem gelben Grunde. Man muß also denfür die dargestellten Gegenstände vortheilhaftesten Grund nach den Gesetzen der Har-monie u. des Contrastes auswählen. -Oft bestimmt der Grund die allgemeine Wir-kung der Scene, unterstützt die Massen, macht die Figuren geltend, belebt, oder zer-stört den Ausdruck. Von Grund in der vierten Bedeutung ist zu bemerken, daß manbei Landschafts - u. historischen Gemälden den Grund nach den Graden der Nähe u.Entfernung in den Vor-, Mittel- und Hintergrund eintheilt. Der Vor- oder Vor-dergrund ist der unterste Theil desselben, welcher die nächsten Gegenstände vor-stellt; der höhereTheil, welcher die entfernter» Gegenstände vorstellt, wird der Hin-tergrund oder die Ferne genannt. Das allgemeine Gesetz für solche Darstellun-gen ist: die Erhöhungen dieser Theile sollen nicht leicht unmittelbar über einanderzu stehen kommen, sondern durch Abwechselung einander ungezwungen ausweichen.Es gilt hier eine genaue Beobachtung sowol der Farben - oder Luft-, als der mathe-matischen Perspective. Die entfernteren Gegenstände werden verkleinert, mit weni-ger Deutlichkeit u. schwächeren Zügen gezeichnet, und der ferne Farbenton darfge«gen die jedesmalige Farbe der Luft und des Himmels nur wenig abstechen. Wo Entr
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