Band 
Vierter Band. F bis G.
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Guthrie

Bestimmung seines Schicksals von dem Reichstag erwartend, in dessen erster Sitzung(10. Mai) man ihm Treue und Gehorsam feierlich aufsagte und sowol ihn als sei-ne leiblichen, geborenen und eingeborenen Erben der Krone und Regierung Schwe-dens für jetzt und die Folgezeit verlustig erklärte. Darüber wurde eine förmliche Acteausgefertigt. In Grypsholm beschäftigte der entthronte König sich vorzüglich mitder Offenbarung IohanniS. Er wünschte Schweden verlassen zu können. DieReichsstände setzten ihm, auf des nengewählten Königs Karl XIII . Antrag, einjährliches Einkommen für sich und seine Familie von 66 666'Thlrn. aus; seineignes Privatvermögen, das seiner Gemahlin und seines -Lohne «, blieb ihm eben-falls; 1824 aber wurde statt jener Rente und zur Abfindung für gehabtes Privat-vermögen und sonstige Federungen die Summe von 121,419 Thlr. ausgezahlt; erhat jedoch für seine Person von Schweden Nichts angenommen und lebt von denZucken eines kleinen Capitals. Den ihn» bestimmten Aufenthalt auf der InselWisingS-Oe bezog er nicht, sondern ging den 6. Dec. 1809 von Grypsholm nachDeutschland und der Schweiz , wo er zu Basel u. d. 9k. eines Grafen v. Gottorplebte. Er hat sich seitdem freiwillig von seiner Gemahlin und seinen Kindern ge-trennt, und seine Ehe wurde auf sein Verlangen den 11. Febr. 1812 aufgehoben.In dems. I. verlangte er in die Brüdergemeinde zu Herrnhut aufgenommen zuwerden, wie er denn auch seit seiner Entfernung stets das mystisch-religiöse Zeichendes Iohamüter-Ordens zu tragen pflegt. Seil 1810 reist er ohne bestimmten Zweckherum; 1810 begab er sich nach Petersburg, 1811 nach London . 1814 rüstete ersich in Basel zu einer Reise nach Jerusalem, kehrte aber aus Morea zurück. ImNov. 1814 ließ er dem wiener Congreß eine Erklärung überreichen, in welcher erdie Rechte seines Sohnes auf den schweb. Thron in Anspruch nahm. Dann nannteer sich in Frankfurt Oberst Gustavsson, wurde 1818 Bürger in Basel undprivatisiere seit 1821 in Leipzig , wo er 1829 dasäleinorlal <>u tlolunel Ousms-,-son" herausgab, um einige Behauptungen des Art. 6»5i. Xclolle in derIHo-;rn-pliie clei dontemparuins" und in Segur'Slli,t. clo dlap. et cle la ^runcl«inöe" zu widerlegen. Auch erzählt er darin s.Premiers ializ cl'.-,rmes" in Pom-mern 1801. Ini Sept. 1829 verließ der Oberst Gustavsson Leipzig und gingnach Holland. Sein Sohn Gustav, geb. den 9. Oct. 1109, studirte in Lau-sanne und Edinburg, reiste nach Wien und Verona , zur Zeit des CongresseS 1822,und trat 1825 als Obristlieut. von Kais. Uhlanen in k. k. östreich. Dienste. Ernahm den Titel Königl. Höh. an und nannte sich Prinz v. Schweden . DiesemTitel widersprach jedoch der König von Schwede», als sich der Prinz zu Loo am13. Juni 1828 mit der niederländ. Prinzessin Marianne verlobt hatte. Die NemMahlung ward ausgesetzt und ging endlich zurück. Die Höfe von Östreich, Frank-reich, Rußland , Preußen ic. erkannten den Titel des Prinzen nicht an. Dieser nenntsich jetzt Prinz v. Wasa und lebt gewöhnlich zu Wien . Er hat 3 von ihrer Mutter(gest. in Lausanne den 25. Lept. 1826) sorgfältig erzogene Schwestern. Die ältesteward 1819 mit Leopold v. Hochberg, Markgraf v. Baden, vermählt.

Guthrie (William), alsHerauSg. eines universalhistor.Werkes, sonst abernicht sehr ehrenvoll als Schriftsteller bekannt, geb. 1108zuBrichen in Lchoktland,war anfangs Schulmann. Er kam nach London , beschäftigte sich mit Schriftstellereiund verkauftes. Feder Jedem, der ihn bezahlte. Das Ministerium belohntes. Dienste1l45mit einer Pension, die er biszu dem Endes. Lebens, 1110, bezog. Es fehlte ihn»nicht an Talenten und Kenntnissen, allein da er s. Schriften eilig arbeiten mußte, sindsie voll Nachlässigkeiten und Irrthümer. Dennoch konnte er die Bestellungen derBuchhändler kaum genugsam fördern. Sein Name prangt vor einer Menge vonCompilationen. Seine Weltgeschichte gaber inDerbindungmüGrav heraus. Manhatvon ihn» noch eine Geschichte von England, eine Gesch. von Schottland , aberNie-mand liest sie mehr. Das einzige Werk, das noch Werth hat, ist dieGrammatik derGösch.,Geogr. u.d.Commerzes", dieaberEinige demBuchhändl.Knoyzuschreiben.