der Materie.
Al
rey vortrefflich seyn könne, so ist es sich destoweniger zu verwundern , daß die wenigstenin diesem allervollkommensten Haupt-Werckeder Poesie etwas rechtschaffenes geschriebenhaben.
Nun ist der Schluß leicht zu machen , daßder Poet sich in der Wahl seiner Materie al-lezeit nach dem Unterschied dieser poetischenFormen richten müsse. „ Die Tragischen„ Begegnissen, sagt Dübos, können nicht„ in einem Sinn-Gedichte erzehlet werden;„ dieses kan zum höchsten einen scheinbaren„ Umstand solcher Begegnisse ausnehmen,„ und in sein gehöriges Licht setzen, es kan„ uns ein Stückgen davon zur Verwunde-„ rung vorlegen, aber es kan uns damit„ nicht das Hertz treffen; die Comödie will„ keine grausamen Lasterthaten vornehmen;„ Thalia kan keine Verwünschungen thun ,„ noch einer schwartzen Uebelthat die gebüh-„ rende Straffe anthun. Die Ecloga scbi-,, ket sich nicht vor gewaltthätige und blutige„ Leidenschaften.,,
Endlich wird die Freyheit des Poeten unddes Mahlers in der Wahl der Urbilder durchdie Gesetze der Ehrbarkeit und der Sitten inengere Schrancken gesetzet. Die Natur leh-ret uns durch ihr eigenes Beyspiel, daß nichtalles,was natürlich ist, den Sinnen durch dieNachahmung mit Elften könne vorgestel-let werden , gestalt si» Gliedmassen des
mensch»