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Johann Jacob Breitingers critische Dichtkunst : worinnen die poetische Mahlerey in Absicht auf die Erfindung im Grunde untersuchet und mit Beyspielen aus den berühmtesten Alten und Neuern erläutert wird / Johann Jacob Breitinger ; mit einer Vorrede eingeführet von Johann Jacob Bodemer
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die Materie aufzustützen. i

Fuß fassen, oder ibre Wohnung darinnen aufschlagen.Longin berichtet uns, daßdiese Stelle von einigen getadelt worden alseine ungeschickte Umschreibung. Sie sagtenzu Behauptung ihres Urtheils, wenn Platodie Besitzung des Viehs harte verbieten wol-len , so würde er gewiß auf dieselbe Weisedie rinderne und schäferne Reichthümer ge-sagt haben. Ich will bald zeigen, daß die-ser Grund ihres Tadels, der auf der blossenAnalogie einer ähnlichen gantz ungewohntenUmschreibung beruhet, nichts werth ist. Siehätten mit mehrerer« Scheine sagen können,daß diese Umschreibung, güldene und silber-ne Reichthümer, an statt Gold und Silber,(wenn das sonst eine Umschreibung heißenkan,) gantz überflüssig wäre, weil sie den weit-läuftigen Begriff, den die eigene Benen-nung , Gold und Silber in sich schleußt,nicht auf eine absonderliche Betrachtung ein-schranckete, auch die Absicht dieses philosophi-schen Gesetzgebers eine solche Einschränckunggar nicht erfodert hätte, indem er vielmehralles Gold und Silber, vornehmlich auchgüldene und silberne Gefasse, womit derReichthum pranget, hätte verbieten wollen;daher er nicht ohne Ursache statt der Haupt-Nahmen nur die zufälligen gebraucht, damitzu verstehen zu geben, daß er sein Gesetze auchauf alles, was von Gold und Silber gear-beiretist, erstrrckete: Wiewir denn insbeson-Vb 4 dere