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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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Eptrack aus Helmont. 177

blättern (Durchschlechten) und diese mögen ent-stehen aus der heftigen Einbildung seiner eigenenGestatt, dessen Bild er wieder zu sich nimmt,wann ers von sich gelassen. Jac. i- 23* DieKinderblattern nehmen einem seine schöne Ge-stalt , darein man sich verliebt hat. Eltern,die in sich selbst verliebt seyn, pflanzen dieseunordentliche Verwirrung in ihre Kinder. Eswerden aber noch andere Ursachen hinzu kom-men.

§. 99. 100. Da durch die Haut, so vieleHaare und Schweißlöchlein hat, vieler GeisterBilder eingezogen werden, so gilt dieses auchvon der Räuden. Die böseste Räude ist derAussatz, davon eine eitericht, die andere trockenist. Und da diese Krankheit auch die Haareangreifft, so ist sie desto schlimmer. Daß der-gleichen Krankheiten von einem falschen Bildeherkommen, ist gewiß: dann mit einer Men-schen Lauß kan man eine ganze Heerd Schaafträudig und wie auffäzig machen, wann die Laußrecht in die Haut einfrißt und da verfault.

§» ior. 101, 103. Wird gehandelt vonden Haaren. Die Haare nehmen, als Röhr-lein voll Saft, viel lebendiges von aussen an sich,dardurch werden die Kräften gestärkt. Bekanntist, daß Kinder sehr glatt seyn, und daß ihnenkeine Haare in verborgenen Theilen wachsen,biß sie zur Zeugung tüchtig seyn; daraus klarist, daß mit den Haaren viel Geist angezogenwerde. Desperate Leute rauffen sich die Haa-re aus, die Wuth der Geister zu dampfen,M Die,