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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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»78 Extract aus Helmont.

Die, welche an der Stirn Haare biß an dieAugbraunen haben, sind allzuscharffes Geistes,aber oft zum Schaden.

; §. 104. iof. 106. Die Ursachen der Krank-»Heiken sind auch unordentliche Bewegungen.Diese kommen eMweder von aussen oder von ,innen. Sachen von aussen sind entweder geist-lich oder leiblich. Der geistlichen sind so viel,daß man sie nicht außsprechen kan, daher hatChristus die Geister außgetrieben mit Worten,und alle Krankheiten geheilet, und Luc.xrn. n.heißt es, daß ein Weib habe einen Geist derKrankheit gehabt 18 Jahr. Solche Krank-heiten also sind Geister, die unsers Leibes Ord-nung verwirren und verkehren. EörperlicheDinge, welche uns mit Krankheiten belegen ,entstehen gemeiniglich bey stechen, hauen, ver-letzen oder von Schrecken und Angst.

§. 107.108. Krankheiten, deren Anfängein uns sind, entstehen von unordentlichem Le-ben, wann man nehmlich zu viel saufft,, zuvieldichtet, oder mit leerer Furcht und schröklichenBildern sich selber plagt; also sehen wir, daßdie,welche so viel Speise nehmen,daß der Magennicht wohl verdaut, weil es ihnen zur Last ist,davon einen Cckel fassen, weilen sie das leben-dige Feuer ihres Magens mit allzuvieler Spei-se unkraftig machen, daher sie manchmalengelbsüchtig werden. Der Gelbsucht Ursach istalso alles, was den Magensaft niederschlagt ,daß er zwar die Speisen zerreibt, aber nicht,daß darauß eine Nahrung vor den Leib wer-