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Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit : worinnen von den unsichtbaren Anfängen des spiritus rectoris oder bildenden Geists in den Pflanzen ... gehandelt wird / ans Licht gegeben von F. C. Oetinger
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von den Geheimnissen der güldn. Seit- 55

ich dann mit Verwunderung las. Ich ^'ollaber in folgendem die Ursach zeigen, aus 'wasGrund solches geschehen: nemlich durch ein be-sonder Instrument oder Kunststück.

Als nun seine Vettern angelangt, erzehlteich ihnen alles Vorgesagte. Der Herr Jesseaver, nachdem er es angehört hatte, fieng einwenig an zu lächeln: der andere Vetter hinge-gen stund ganz verstellt. Ich wolltt ihnen da-mals gleich die Schlüssel zu dem Käsigen unddas Glas, worinn die versiegelte durchsichtigehelle Materie war, geben: aber sie weigertensolches, und ruheten denselben Tag aus, wegender mühsamen Reise, die sie gehabt.

Den folgenden Tag aber früh morgens, alsalleHaußthüren noch geschlossen, und wir alleinwaren, brach der Herr Jesse das Glas übereiner porcelinenen Schüssel um, das Wasser,so darinn war, zu gebrauchen , und nachdemer von dem Wasser genommen, bestrich erdas Siegel vor dem Kistgen damit; augen-blicks schmolz das Erystall-Wasser solchesSiegel weg, und damit thät er das Kistgenauf, und nahm die darein gelegte Schlüsseldaraus zur Gebet - Kammer meines seligenHerrn: von dar giengen wir zur Gebet-Kam-mer. Nachdem er nun das Siegel besehenhatte, bestrich er solches mit dem Crystall-Wasser: augenblicks wurde solches weich undschmolz, und Jesse öffnete die Thür, schloß aberdieselbe sogleich hinter uns wieder zu, fiel aufD 4 ftme