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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CXXXVII
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N wachſend alle gern an einem dürꝛen oꝛth/ inn der wilde vnnd auff den ber-ei⸗ gen. deßhalben ich auch vermercket/ dz das Schweytzer gebirg/ bechbeüm-er wilddannen/ vnnd andere dergleichen tregt/ wie ich darüber gefaren bin.n⸗ Alſo die Franckreichiſche gebirg den buchß baum/ vnd das Italieniſch dendie Reeckholder. 522 Daruf iſt bekannt daß man diſe beüm mag in weniger gattung ʒiehen-id dar wüſſen in woͤlchẽ ſie mitt einanderen über einkomend oder widereinanderen ſeind. doch iſt vns deren natur nitt ſo wol als der thieren bekannt-in dieweil ſie etwas weiters von der vnſeren iſtr. 85

6 Wann man aber diſes/ ſo yetz angeʒeiget/ eigentlichen 7 en will/ die Erdkernich weil der groͤßer Cederbaum dannkernen vnnd der kleiner beer bꝛingt/ koͤn 5am nend ſte nitt beid den namen eines Cederßbaum behalten. dann woͤlche ante der frucht vnderſcheiden/ die habend auch zweyerley ſaamen/ der ſaamenein aber iſt das end. Alſo ſeind diſe beüm von ein anderẽ in jrer arth vnderſchet58 den/ vnnd mehꝛ dann ein roß vnd eſel. So můͤſſen wir nun lůgen/ welches9% der recht Cederbaum ſeye/ ob der hoͤher/ſo dannkernen tregt vff dem bergdi⸗ Vibans/ vnnd der fiechten gleich/ oder der beer tregt vnd dem ReckholderN geleich iſt. dann Dioſcoꝛides zeiget an daß der Cedꝛus beer vnnd nitt dañ-nd kernen tregt/ wie auch Theophꝛaſtus. Deß halben leügt eintweders Bello-ch nius woͤlcher dem für beer dannkernen ʒů ſchꝛeibt/ oder man můß ſagenteß daß diſes/ ſo er auff dem berg Libano geſehen/ fiechten vnd nitt Ceder ge-. weſen feye.* Wann mir aber yemand die heilige geſchꝛifft fürwirffet(Als die Cederoch in Libano iſt müglich es ſey dazůmalen Cederbeüm geweſen/ woͤlche nach1 o vil krieg vnnd verhoͤꝛgungen der Roͤmern/ der kriegßrüſtung gar abek⸗ gehauwen/ dieweil der berg Libanus nit weitt von Hieruſalem geweſen-her ürnemlichen weil faſt allen beümen/ ſo ſaure bletter habend/ gemein iſt-n ſte verderbend wann das laub ab gebꝛochen. Oder man ſoll ſagen daßdit ie fiechten nach gelegenheit deß oꝛth/ von wegen jrer immerwaͤrenden ma40 erten/ ſeyend Ceder genennet woꝛden. dann es zeiget auch Theophꝛaſtus

4 an/ daß inn Syria treffenlichen groß Cederbeüm wachſen. Doch vermeinhu ich diſes ſeyend Cederbeüm/ woͤlliche Bellonius beſchꝛeibt/ vnnd auff demieh erg Nibano geſehen hatt/ ſo nitt beer tragend/ vnnd aber doch dem fiech-1% ranbaum etwas aͤnlich vnd geleich ſeind. demnach daß diſen Theophꝛaſtusm. bar geſehen hab/ ſonder den groͤßeren Reckholder für ein Cederbaum ge-1 0 alten/ vnnd beſchꝛiben. woͤllichem auch Dioſcoꝛides nachgeuolget/ vnnd. alſo den Cederbaum mitt dem groͤßeren Reckholder vermiſchet. dannenhaꝛ115 f mag diſer groß jrrhumb/ vnnd offenbare zweyttracht eneſpꝛungen ſein-12 alſo daß der Cederbaum dannkernen trage/ ein glatten ſtammen habe/ ſo18 boch /geſtracks weitt/ vnnd ʒweyerley hartz hatt/ demnach voll oͤl/ vnnd

n ewig waͤrende matery. Phenicia aber vnd Lycia habe nitt Cederbeüm/

5 ond die großere Reckholder/ woͤlliche den Griechen bekannt. woͤlche weil5 ſe den rechten Ceder baum nitt geſehen/ vnnd aber verſtanden daß diſer1 di. deoßen vnderſcheid von dẽ kleineren Reckholder gehabt/ diſe beüm für5 ſpt waarhaffte Ceder gehalten. Solches zeiget an/ daß ſie dem Cederbaum5 fals Bealee wie dem Reckholder gebend/ ſo doch der recht Cederbaum

onius ſagt) ſtumpffe vnnd kurtze bletter hatt.

2 in ander argument vnnd anʒeigung iſt daß Theophꝛaſtus den groͤße-9 RRR 0 ii ren Reck-