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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CXXXVIII
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erxrvi Von mancherlei wunderbaren

ren Reckholder weder erkennet nach beſchꝛiben hatt. dann ob er wol ange-ʒeiget/ es ſeyend zweyerley arten deß Reckholders⸗ ſ. agt er doch es bꝛinge allein die eine gattung frucht/ ſo doch beide arthen woͤlche beſchꝛiben werdenfrucht tragen. Ich woltt auch wetten es hette Theophꝛaſtus vnd diſem na-men kein anderen dann den vnſern Reckholder erkennet. e Dioſcoꝛideniſt der jrthumb kommen/ eintweders daß er beide arthen erkennet/ vnd dẽ-nach erſt auß Theophꝛaſto den Cederbaum hinzů gethon/ oder es iſt dasCapittel von dem Reckholder verderbt woꝛden/ woͤlliches mencklich bekenner. Es iſt gnůgſam bekannt/ daß zweyerley arten deß Reckholders ſeind-woͤlches nach deß baums vnnd frucht groͤße vnderſcheiden/ vnnd nitt an

;jrer oder der bletteren geſtalt · Der Cederbaum aber tregt Thañkernen/

hatt ein arth mitt der fiechten. Mathiolus volget ſeinem Dioſcoꝛide nach-vnnd vnderſthet(wie man gemeinlich ſagt) diſe frag auff loͤſen/ alſo dzer ſagt/ es habe der Cederbaum ein beſondere arth/ vnnd der groͤßer Reck-holder auch ein beſondere. Wiewol ich nitt darwider bin/ daß man vnd dengroßeren Reckholderẽ etliche vnderſcheid/ wie auch vnder andern gewech-ſen finden mag aber doch nitt ſo groß/ daß ſie die arten vnd gattungen en-deren moͤchten. Weil diſen grund die alten nitt vermercket/ vnnd die leüth; vnſeren zeytten nitt wüſſen/ ſeind große jrthumen entſtanden/ als mandie arten vnderſcheiden woͤllen/ vnnd alſo geſpꝛochen/ der Cederbaum tra9 beer. Es wirt aber Mathiolus nit laſſen dẽ einerley Cederbeüm dañ-ernen habend/ vnnd das billich. Dann thůn der gleichen als wann nichtdaruon geſchꝛiben/ woͤlches dañ beſſer iſt weder übel geſchꝛiben/ vnd manwoͤlte die gewechs inn jre arthen abtheilen/ vnd vermeinte der Cederbaumtruͤge dannkernen/ woͤlcher doch ein glatten ſtammen vnnd bletter wie diebechthannen hat/ darʒů treffenlichen hoch wachſe/ Woͤlcher were ſo vnſinnig der ein ſolliche gleiche arth mitt dem Reckholder an der frucht/ blette-ren/ vnnd holtz woͤlte ein Cederbaum nennen: Doch woͤllend wir vnnsdem daß etwas nützer iſt wenden/ es reüwet mich daß ich můß wider meingewonheit/ die falſche meinungen ab wenden/ vil woꝛt/ vnnd wenig verſtand harauß laſſen. 4 85 1 5 5sufi nau. Wir woͤllend deß bechs vꝛſach angreiffen/ woͤlliches ein großen vnder-ſcheid von dem hartz hatt. wiewol der nit betrogen würt/ woͤlcher das becein grob vnnd verbꝛennet hartz nennet Man ſagt/ man nemme diſes audem Picea oder bechbaum/ etlich aber auß dem thannen holtz/ vnnd innſumma auß allem dem da es veilfaltigcklichẽ harauß fleüſſet/ dann es lauf-fet auß allen hartzechtigen dingen/ doch nitt alſo faſt/ daß es den koſten ertragen moͤcht. Daß weich bech aber fleüſſet von dem Cederbaum/ dasvon dem groͤßeren Reckholder. dann das hartz iſt dicker/ vnd das bech dünner. beiderley bech das gaͤl vnnd das ſchwartz iſt bey vns ſamen geloffenvnnd hert/ vnnd lauffet auß einem wol zeyttigen dannenholtz. dannen harkoͤmen auch die liechtſpaͤn/ woͤlches eigentlich das marck von einem altenbechbaum iſt/ dieweil es bald bꝛennet vnd ein haͤl feüwꝛ gibt. doch nennenwir in gemein einen liechtſpan/ das hartzechtig holtz/ woͤlliches gern bꝛen-net/ darumb nimmer man auch die von dem lerchbaum/ vnnd den dañenDamitt ich aber letſt diſen handel dem end bꝛing⸗ iſt der GriechenCederbaum die hoͤhere arth deß Reckholders/ woͤlliche ein groͤßere fruchttregt. Der hdebꝛeeren Ceder aber/ iſt ein fruchtbarliche fiechten⸗ 5 957

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