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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CCCIIII
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ccciüjß Von mancherlei wunderbarender lefftzen. etlich haben ſo vyl an der oberen lefftzen/ vnd hangẽ ſo vyl harlock an dem kine/ alſo daß man vermeinet/ es ſeye ein andere arth. Woͤlch haber nun ein haarlocken an der vnderẽ lefftzen haben/ denẽ ſthand ſe chwarzflecken an dem leib/ vnd bey den fiſchſchoꝛen zůſamen gezogene aderen /a

wan es regenwürm werend. 8 5

Nſch zin. Nun komen ich der zaͤnen vnderſcheid. etlich habend allein ein zeilen/ äals der ſcarus vnd goldfiſch/ etlich ein zwifache/ als ein theil der Gale el

lich ein dꝛeifache/ als die Malthen⸗ etlich ein vierfache /als die Squatin⸗ 5

vnnd etwan ein fünffache/ die hundßfiſch habend ein ſechßfache. Man ſuß

daß der Maraxo neün zeilen zaͤn habe. Die fiſch habend vyl zaͤn/ dann ſieſeind klein/ vnnd krüm̃en ſich in das maul alſo daß man achtẽ mag/ ſit 4

end jhnen mehꝛ geben etwas fahen vnnd ʒů behalten/ dann keiiwenwoͤlliche ſich aber deren ſpeyß gebꝛauchend/ ſo nitt entlauffen moͤgend⸗ als

deß kaat/ algen/ ſchnecken⸗ er dfeüchte/ denen ſeind kein zan veroꝛdnet⸗ ſon

der allein bein · es habend auch etlich wie man ſage/ ſegechtig vnnd rauchdamit ſie alles baß behalten moͤgend Es ſeind aber jpnen darumb vyl 0

nung vnnd deileten woꝛden/ domit daß diſe ſo ſtarcke fiſch freſſend⸗ die ſel-

bigen moͤchtend behalten/ domitt ſie ihn eee e ee, 75weil ſie ein groß haupt habẽ/ hand die zan muͤßẽ breit ſein/ domit die ft 1

halten wurden/ vnnd ſie die keüwen moͤchtend. darumb habend ſie ein ge,

ſen leib/ vnnd nitt allein das haupt muͤſſen haben. oder wann die natu: mt

einer zeylen zaͤnen vernugt geweſen/ werend jhnen die fiſch entrunnen · 9

rumbhabend diſe fiſch vylfaltige zeylen zaͤn inn gewüſſer zaal/ ſo ein eh

ſer haupt/ dann ſich deß leibs pꝛopoꝛtz will gezimmẽ/ oder ſo ſtarcke 0 gfreſſen · Woͤlliche aber ein großen leib habend/ vnnd diſe eſſend/ habend-

lein ein zeylen der bꝛeiten zaͤnen bekommen. Die kleine fiſchlin eſſen⸗ babe

eim einfache zeylen der ſpitzen zen/ ſo ſich in das maul hinein biegen⸗ dam.

ſie den raub behalten moͤgend. Woͤlliche aber an denen dingen jh narung

ſo krin leben hand/ denen ſeind bein für zaͤn geoꝛdnet/ weil diſe breiter vnd

minder verſchliſſen werdend. f

fel ang Man mag aber ſchwerlich der zaͤnẽ handlung gnůgſam an tag bꝛingel,

wann wir nitt erſten von der zungen redend · dann es hatt die natur

lerley fiſchen arth die zaͤn der zungen geſetzet · Der zungen bꝛauch iſt 0

meinlich die geſchmack ʒů vnderſcheidenn/ die ſtimm zůrichten/ die ge e 0

pete ſpeyß in das maul theilenn/ domitt diſe vnder die zan komme

liche nun weder zaͤn nach ein ſtimm habend/ denen iſt ein fleiſchiger ra ig

genůgſam/ domitt die geſchmack vnderſcheiden werdend. w che aber 15

einer ſtimm vnnd zaͤnen begabet/ haben gentzlich auch ein zungen gehe

doch hatt diſe mancherley vnderſcheid. dann etlich ſeind fleiſchig⸗ die d

re beinen. die ein beinene habend/ denen iſt ſie mitt fleiſch überzogen⸗ vn 12

ſthand offt die zaͤn daran. etliche habend ein bewegliche zungen⸗ ſo ein ſt 1

laſſend. die andere ein vnbewegliche woͤlliche darumb ein zungenn wis

QʃękEmvuñññññññ᷑᷑ñJů u!

muͤſſen/ die geſchmack vnnd ſpeyß vnderſcheiden/ daß der rachen e nthoͤhers geſtanden. dann die zan machend ein weitt maul/ daß der rachewol mag der ſpeyß kommen/ darumb iſt jhnen die zung von noten achſen/ doch ein vnbewegliche/ weil ſie der ſtimm mangleten. Es haben(ri.die nitt alleſamen/ denen jh: ʒung geloͤſet/ ein ſtimm/ wir woͤllen dane rengeſagt) die ſtimm für ein getoß verſthen. etlichen ſthet die zung am fin be-

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