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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CCCXCVIII
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cccrcviiñ Don mancherley wunderbaren

Aeſchlichehandlurg ·

har/ woͤlche mit den todten coͤꝛperen/ nach Heidniſchem jrthũb⸗ vmbgan

gen/ wie wir von den ſeelen in der hell recht vnnd Chꝛiſtlich. man ſetzet ſie 1

die ſchiff/ klagt ſie an/ beſchirmet ſie/ verurtheilet ſie/ vnd wirffet der gott

loſen coͤꝛper den voͤglen für. die frommen aber haltet man für vnſterbli 0ſo vyl vnd in deß menſchen vermögen/ darumb vnderſthet man diſe voꝛ(ler faulung zůbehalten. dann man nam jnen das eingeweid harauß/ ſchlo.ſte in ein glaß/rhaͤt ſpecerey darzů/ vnnd behielt ſie in herꝛlichen greberen,Viſer vnnd anderer dingen ſo man mitt den abgeſtoꝛbenen beghet/ iſt Plu-to der ſun Saturni bey den Cretenſeren ein anfenger geweſen. darum

man in für ein Goce der hellen gehen Vnnd zwar diſe foꝛcht der vert,theilung/ vnd die ſchmach ſo den coͤperen begegnet/ enthielt vyl mehe vo

den ſchantlichen thaten/ dann wann man vyl fabelwerck von den ſe eelen e

dichtet/ die denen dingen geleichend/ ſo man mitt den coͤꝛperen begangen,

Vnd ʒwar wie ich ſich/ thůt auch die reuerentz vnſerer religion vnnd gienbens bey den Gottloſen nicht mehr/ wie wol alles warhafftig ſo darin gele fnet/ vnd der warheit auch gemeſſer/ dann das bey den Poeten von der

len geſagt wirt. Was haben dann wir nach überig/ wann vns die hoffnun 9

von der hell vnd dẽ hiſiel entzogen? warlich wañ etwas von diſer hofft 1hingenommen/ beleibt von menſchlicher dingen ſubſtantz gar wenig nrig. doch wirt ſie durch die begirden gemeert. 0Der reich haltet gaſtungẽ/ treybet gꝛoßen bꝛacht/ vnd bauwet. voꝛ zeyt 1bey den Roͤmeren richteten ſie ſpil an. Woͤllicher in ehꝛen ſitzet/ der hat 5die er fůret/ er herſchet/ greifft an/ widerſtrebt/ machet hoch/ vnnd and 15

nider. Die Fürſten fuͤrend krieg/ machend gewaltig/ vnnd machend ch

Die geleerten ſchꝛeiben/ lernen vnnd zancken vnder einanderẽ, weil ſie

diſes thůnd/ vermeinet man ſte ſeyend etwas/ vnd ſonſt nicht. Wann ein 4.

als lang wie der Epimenides ſchlieff/ wurde er doch nicht deſter lenge⸗ ondarumb wann du auß diſer zeyt ſcheideſt/ was hilffet es dich wañ du cg-tauſet jar gelebt haſt! ja nit meh: dann den Endymion ʒů Latmien intrien. doch hat dz lieb kind daß ſelbig begert. es were auch weger/ einenein frauw geweſen ſo gebůlet/ vnd kein rechten verſtand gehabt. men

Weil aber alle ding hie verghand/ vnd wider anghand/ vermeinel 0es ſeye diſes gewůl etwas. Wir habend aber zwen affect vnnd begiebrſch n

hoffnung vnnd foꝛcht. woͤlcher anfang iſt vnſer vnuerſtand daru end etli

wir/ wie ein theil an dem gantzen/ vnnd der ſtock am baum. Doch ſe. ganche etwas herlicher dann die anderen. Deßhalben iſt vnſer leben in de ech,tzen/ in woͤllichem wir leben/ für vnnd für an einanderen. In den ge en

ſen betreügt vns ſolches am mehꝛſten/ woͤlche abgehauwen wider wach!, 17

als an den reben. Doch gehoͤꝛt wol ſolliches etwas der gantzen naber vns gar nicht. Widerumb was warlich iſt/ das iſt auch ewig deß vnDer menſch lebt ein kleine zeyt. es iſt auch das endtlich kein theild 30

endtlichen. darumb iſt deß menſchen leben gar nit/ vnd ein mittel ding

ſchen dem ſo iſt/ vnnd ſo nit iſt. Es iſt aber ein kleine zeyt/ woͤlches 0heißt/ den goͤtteren zůuergleichen/ wann wir alle ding bedencken. Dogend wir ſolliche gleichnuß kümerlich eroffnen/ weil wir die gleichn nwüſſen/ dann der Goͤtteren leben iſt auſſerhalbẽ dem Goͤttlichen wo 5menſchlicher vernunfft vns vnbekanndt. darumb iſt in diſer/ das n

vnuollkom̃enheit/ vnd das leben in der contemplation vnnd beten we

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