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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DLXVI
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dlxvi Von mancherley wunderbaren

rich an bůchſtaben damit verzeichnen. wañ ſie ein zimlichen vmbkreiß ha

bend/ mag man ſie komlicher faſſen/ dann ſie ſeind nit ʒů groß/ vnnd m-man die leichtlicher fuͤren. Diſes ſoll man in gemein bey allen federen ach

haben. Nun muͤſſend wir auch anzeigen/ wo etwas manglen/ wie man esneüweren ſoll. wann man diſe ein mal oder zwey durch eim aͤſchen ʒeücht⸗ iwoͤllicher kein feüwꝛ iſt/ mag man vyl vnkomlichkeit mal für kommen

dann wann man ſie geleich reibet/ verleüret ſie ihꝛ feißte. wann man ſte benget/ mag man ſie richten wie man will( dañ ſie wirt weicher) man richtet ſie

aber der rechten hand(wie geſagt) vnnd machet ſic rund. darnach wanſte erkaltet/ vnd die waͤſſerige feüchte verzeert iſt/ wirt ſie trocken vnd herl.Es ſeind aber die fürnembſten⸗ woͤlliche man vonn einem alten t hier ninmet/ vnnd ſo inn dem fruͤling von ihnen ſelbs auß gefallen. dann fie belebend alſo/ vnnd habend ein dickere ſubſtantz/ moͤgend auch nitt! ald ver-zeert werdẽ. Man bereitet ſie gemeinlich alſo daß ʒů erſt ein ſtücklm allge-mach ab geſchnitten⸗ vnd ein weytte bey ihꝛ laſſet/ demnach ſich eineſpitz vichte/ vnnd allgemach ſich wider endere. Es ſoll aber die feder iñwẽdig gar hol ſein/ alſo daß die lenge mit dem vmbkreiß ſtimme.

Mioan machet diſe auch von ſilber vnndertz/ doch zernagend ſie das p-peyr. wann auch der ſpitz nir recht ʒů bereitet/ mag man ſie gar ſ chwerlich wider ʒů recht beingen man ſoll ſie aber alle der lenge nach ſe chne,

den/ auch nit faſt/ ſonder ein ſubteylen riß machen/ vnd ſoll der ihauß wendig dünn gemachet werden/ vnnd ein klein hincken/ alſo dader inner oder linck theil etwas kleiner dann der ander ſeye/ man olauch mit deß ſchꝛetbmeſſer rucken die feder ſchaben/ damitt ſie nit diefeden nachher ʒieche.Es ſeind etliche /woͤlliche die geraden lieber d 5die krummen habend. doch gefallend ſie vns beid wol. woͤlche aber gegen delincken hand gekrümmet/ die gefallet vns nit. 11

In dem ſommer behaltet man ſie in dem waſſer/ doch alſo daß allein 5ſpiz naß ſeye. die dinten ſoll friſch ſein/ darumb mag man ſte bald wider 10

ob du neũweren. Nimb anderthalb pfund regen waſſer/ ſechs lot k1 2 erthalb pfu ot kraußergbi arben. zpffel/ ſo mit einem ſtoͤßel ſtücklinen geſtoſſen⸗ 5 laß zwen 2 ioc

Sonnen ob einanderen ſtben. dann thůn deß ſcheinenden vnnd welgelenten calchant der wol gebülfferet/ vier lot darunder/ vnnd vermiſch 4mit einem feigenbaum ſtect enn durch einanderen/ vnnd laſſe es aber ze

tag an der Sonnen ſthen. lerſt thůn deß ſcheinenden Arabiſchen erin

1b 0

vnnd rinden von granatoͤpffel darein/ yedes zwey lot. man ſoll aber d ffden gantz oder die ſtück darein wer ffen/ vnnd das hartz wann es zun de

geſtoſſen. dann ſoll man ſie nach einem tag bey einem kleinen feün⸗ er be/

nig ſieden/ vnnd dann durch ſechten/ vnnd in einem bleyenem ge ehN halten. wann ſie ſchwach vnd flieſſen wurde/ ſo thůn etwas ennhartz oder gumme darein/ wann ſie aber dick/ ſo thůn lang

darzů.

ſein/ daß du das lang ſchwümlin ſo inn der federen ſtecket hannnemmeſt. die federen ſoll in vier ſchnitten bereittet ſein⸗ rabder meiſter ſeiner kunſt gewüß iſt. erſten hauwet man ic pnittüber ʒwerch/ wie du in der anderẽ figur ſichſt. in dẽ anderen 5 dem

gibt man ihꝛen die geſtalt/ inn dem dꝛirten bereitet man i eſſena ſchꝛeibm

Bamit ich aber wider der federen komme/ ſolt dueinged