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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DLXXVII
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ſachen Das dꝛetzehend büch. dleroi

der ſrůlgãg nit von ſtatt geth/machet man ein ſollichen zucker roßen. Nim̃ein pfund zucker/ vnd ein pfund tauw/ vnd Sc. laß es duꝛcheinanderẽ⸗ leütteren dann diſes mit dem weyſſen vom ey/ wie der bꝛauch iſt. dañ thůn ʒwey

ot Perſiſch roſen inn den ſiedenden zucker/ vnnd wann ſte ein wenig geſot-

ten/ ſo zelich ſte herauß/ vnnd thůn zwey ander loth darein⸗ vnd alſo nachvnnd nach/ biß ʒů dem zwoͤlfften mal. es iſt aber beſſer wann man die roſenmit dem tauw abliſet/ zůletſt ſeüd es in vollkommener geſtalt/ vnnd thůnacht lot rot roſen darein/ vnd ſtell es an die Soñen. diſes hatt von dem an-

Leren roß zucker kein afk. cheid/ vnnd purgiert on ſchadenn/ man iſſet es

guch mit großem wolluſt.

55 Ein anders ſo vyl beſſer iſt nimb zwoͤlff dür: kriechẽ/ welche gantz ſeind-7 2

ſe ſend in einem pfund waſſer biß vier loten gar ein/ vnd thůn vier lotdg oſſcnenee ore peer mar ngeder tanwdarzů/ ſeüd es ein w-gig. diſe matery laufft ob einer glůt wie ein ʒucke: zůſammen. wann du es a-

or lieber ſaurlecht einnimmeſt/ ſo thůn ein wenig pomerantzen ſafft dar-on. diſe kriechen purgieren gar fein/ dar ʒů die gall/yn ſeind am geſchmack

oder geruch gantz lieblich/ ſchaden auch dem magen nicht.

Dan hatt vyl ding die einanderen gleich ſehend/ welche doch ein großen

znderſcheid haben. Es ſagt Franciſcus Lopez/ es ſeye in den Lucaniſchen fußlen des Mexiſchen meer bey der jnßlen Hiſpaniẽ ein baum/ ſo dem gra-

nat oͤpffel baum gleichet/ am geſchmack dem cimmet/ an der ſcherpffe dem

jmber/ an dem geruch den negeleinẽ/ welches doch kein gewürtz iſt. Ich hab

in nach gedacht/ daß ſolliches bey vns auch beſchicht/ dann es ſeind weder 5. roſen/ noch wilder galgen/ noch negelin wu tz/ bey vns ein gewürtz/

abend doch ein gar gůten geruch. darumb iſt etwas anders hie von noͤtẽ-ann die krafft vnd lieblichkeit an geſchmack vnd geruch/ nam̃lich ein ſub-ſtole vnd dicke ſubſtantz/ vnd ein feißte feüchtigkeit/ alſo dz der geſchmack

0 ocker ſeye/ wann es buluer geſtoßen/ vnd auch anderen dingen ſo dar-

er gemiſchet/ ein geſchmack gebe. Deßhalbẽ muͤſſen dꝛey ding an einemgewürtz ſein/ ein ſcharpffer ſtarcker geſe chmack/ ein lieblicher vnd krefftigergecuch/ vnd wann es buluer geſtoßen/ daß es baß ſchmecke/ vnd die zunden deß baß entpfinde. VVV» 1Es iſt das kalt waſſer in dem ſom̃er nit allein angenem/ ſonder auch ge-lend. ich hab an einem anderen oꝛth angezeigt/ wie man diſes zůbereite. eslaber auff diß mal nutzlich anzůʒeigen/ daß das tieff waſſer am beſtẽ vnd

neaſten iſt/ damit man gern tieffe ſod grabe. durch küſt aber wañ die gleße

ſcheder eyßene geſchirꝛ zimlich dick ſeind/ wann man queckſilber darzwtf Y. legt/ dar ʒů wann man ſie eingrabt. iA Dn 8

Indiſltenſeind doch ſubteyler/lenger/ weicher/ vnd ſcherpffer/ darnach peter-

vnd zy an mag auch kreſſig vnd weiſſen ſenff darunder zellen⸗ ſoſu prey

58 kleine bletter haben/ welches man dann in allerley kreütter en ſollacht

15 e ye kleiner die bletter /ye wolriechẽder/ geſchmackter vnd li 155r

ſen fa ſie ſeind. inn den trencken aber pimpinell/ boꝛretſch bluͤmlein/ vnd to

keſſig/ vnd auch zwiſchen den kůßenẽ. dz peterſilig iſt vmb ſo 5 5beſſer/

der den kreüteren ſeind diſes die angenembſtenn⸗ meliſſen⸗ müntz⸗ wolzeſchne-leich antiſchen pfeffer ſchlangenkraut/ welches bletter dem roßmarein ge⸗ ili breiter.

a N Durch diſes gebott ermanen ich eüch/ daß auch in artzneyen vnnd tren⸗ Lullich pur-en/ ab welchen man ein abſcheühen tregt/ der wolluſt ſtatt hatt. dañ wañ