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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DLXXXII
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Sehoͤne gar-ben.

dlrrrj Don mancherlei wunderbaren

deßen findet man in Sicilien/ aber gar ſubteyl vnnd dünn. wañ man nun

wollen/ beltz/ oder federen darüber zeücht/ wirt die werme beßer moͤgen darinn behalten werden. alſo mag beſchehen/ daß die werme ſo von dem fei

entpfangen in den gemachen vyl tag beleibẽ mag/ welches man doch ſ chwer

lich glaubet. Aber in dem winter werden der gemachen wend kommlich mitwullen/ vnnd im ſommer mit leinem tůch überzogen. ettliche bereitten esmit leder/ die ander mitt tapeten welches dann alles nutzlich. es iſt zwarein wunderbarliche kunnſt geweſen/ daß mann das leder alſo übergül-den mag. VV a 5Vnder die gůten ſpeyßen iſt voꝛzeytten das koͤlkraut gehalten/ vnnd nitallein von dem Apitio gelobet/ vnnd in den koͤſtlichen vnnd großen maal-zeytten für getragen/ ſonder auch nach Keyßers Tiberi vnnd Druſt vitheil vnder die ding gerechnet/ welchen man in der welt regierung ſollſoꝛg habẽ. alſo vyl vermoͤgen die woluiſt in menſchlichen dingen/ es verm-auch vnder den wolůſten ſo vyl das koͤl kraut. wann du fragſt wie doch diſes heißet: ſo wirt es Cyma genennet. du verſtheſt es aber noch nit vnnfragſt wie es ʒů ghet. wañ vm̃ herbſt ʒeytt das koͤl kraut noch zart alleinfunff bletter hatt/ ſetzet man es an ein ander oꝛth/ in dem fruͤling brichman es ab/ vnd wirt von ettlichen auch rauw geßen. wir eßen winter ze 6daß Capis koͤlkraut/ doch geſoten/ welches ſůß vnd gſund iſt. 196Wann man Wegerich ſaamen in einer bruͤen kochet/ dann außtrucketvnnd über nacht die brů an ein kalte ſtatt ſtellet/ gefreürt ſie voꝛ kelte/ vnwirt die bꝛů/ wañ ſte geſtanden/ ſaurlecht. wer darff es aber ein gefrüſt nen-nen! Die freßerey hatt auch erfunden daß man ſoll die ſchnecken me ſten dfmit ſie beßer vnnd wol geſchmackter werden. Man machet in ein hafen

loͤcher/ damit der lufft wol moͤge dar durch ghen/ dann beſtreicht man ii,

lethalben mit geſottenen wein vnnd koꝛn/ vnd zettlet man allethalbenbletter zwiſchen die ſchnecken. alſo werden ſie etliche tag erneeret/ wei bob es lieplicher oder nutzlicher erfunden. eVnder den woluſten iſt auch der fürnemſten ſtuck eins koſtliche henevnnd luſtige gerten zehaben/ wie ich es dann Pareyß geſehen hab 5rab eines kauffman von Floꝛentz/ welcher Joannes Baptiſta geneñet 17den. erſt waren die wend im garten mit geiegten gezieret/ dann wal 10brunn vnder der hüle/ vnnd in der mitte ein großer runder tiſch mit eine 1runden/ aber offenen gewelb/ für ein herliche maalzeyt bereitẽ. na Nbey was aber ein ſteinener tiſch auch rund/ aber klein/ vnder einem ge 3 5ſo mit hopffen vmgeben/ vnnd vier kleine hütten auß bintzen gem⸗ 5ſo von den hopffen allethalben grun warẽ. doch gefalt mir an dem gantz.bauw daßelbig nit/ nach dem ich erfaren hab/ daß man mit eich beüm enoder weydenbeümen/ oder vlmerbeümen/ ſo eng in einander geſetzer 54dicken vnd kalten ſchatten bereiten mag. Dañ weil anderer gewechſen ſ0 7ten ſchedlich/ ettlicher nit beſtendig/ ettlich ſich allein weyt zerſpeennſeind diſel ſo gemeldet) die kom̃licheſte/ namlich die weydbeüm/ eichbe iſtder lotus ſo ſuße frucht bꝛingt/ der alberbaum/ vnnd vlmerbaum 1eines grůnenden eichbaums laub ſchatten am kelteſten vnnd geſündeſt 86Es iſt auch der apffelbaũ vnd birbaumẽ ſchattẽ eng vnd geſund. 1 f 30ſaſt-

aber die beüm ab ſtim̃len damit ſte nit ſpadt harfür kom̃en/ od wan

geoß/ nit laſtig ſeyẽd. Etlich ko mend ſpat herfür/ etlich grůnẽd ni eich

§fKÄJꝗun VDßn 8 5 3