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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCXV
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ſüachen/ Das vierzehend buͤch. dervdeß baum natur. dañ wie d palmbaum wider dẽ laſt wachſet/ alſo iſt auch einblůttiger ſig am herꝛlicheſtẽ. Alſo iſt auch ein palmbaum voꝛ Reyſer Augu;i hauß gewachſen. Der loꝛbaum bedeütt ein fridſam̃e beſitzung/ weil mangewonlich die triumphierenden mitt kroͤnet/ vnd darum̃ ʒeiget er auch deklang de ſig rům an. man kroͤnet auch die Poeten darmit/ weil d hüpſcheſtloꝛbaum auff dem beꝛg Parnaſſo wachſet/ do man dañ deß Apollo wonunggehalten/ von wegen deß Tempel /woͤlcher der Poeten patron geweſen.Myrten gewechs iſt auch ein anzeigung deß ſigs/ weil man jn voꝛ zeyten denen geben/ die fůß triumphiertẽ/ vnd von dem loꝛbaum den triumphie-renden. Weil diſer auch wol reücht/ zeiget der gantz baum ein anblaſungGottes an. deßhalb iſt diſes gewechs der Venus zůgeeignet. Die burgerli-che kronẽ machet man auß eichen laub. vnd die belegerung kron auß graß⸗/woͤlche nit von dem obereſten hauptmann als die anderen/ ſonde: von demgantzen hauffen/ geben warden. pan erwelet das graß/ ſo bey der beleger-ten ſtetten maurẽ gemeinlich wachſet. Die todtẽ bekroͤnet man mit Epich/vnd die leydheüſer mit Cypꝛeß. Die hochdeyt leüth vnd bꝛeüt hatte jr krentzon fiſchmüntz/ aſparagen/ vnnd eyſenkraut/ vnd warend blůmen darunder gemiſchet. vmb der vꝛſach willẽ ſolte es ein glückliche ſtund ſein. Es wa-end auch maurkronen/ ſchiff kronen/ vnnd legerkronen/ woͤlche doch nit 5auß beſonderen gewechſen bereitttt warend. 8 13 2¶Damitt ich aber wid vnſerem handel kofñe⸗ ſo bedeütet ein eichbaumin ſtercke vnnd Fürſtenthůmb/ weil holtz hert vnd lang werend iſt. DeßAbe hat ſich Reyſer Auguſtüs faſt gefreüwet wie die alt Eich wider befeiget woꝛden Vnnd Reyſer Veſpaſtanus/ wie die Eich wider ʒů recht ge-dacht. Wann ſie erſt wachſen/ bedeüten ſie etwas neüwes. wañ ſie aber wel-lend vmbfallen oder dür: werden/ vnd wider recht gebꝛacht/ it nach eingroßer wunderwerck/ weil es auch mehꝛ der natur wider. dann man můßin diſen dingen allen acht haben/ daß diſe ding/ ſo beſchechen/ gantz der naur wider ſeyend. dann wann du wolteſt ein nateürlichen handel für einunderzeichen halten/ wuꝛdeſt du verſpottet vnd für nicht geacht werden.dann nun eine ſo allein geſtanden/ on vꝛſach vmbfallet/ bedeüt es nit al-vin ein verderbtnuß/ ſonder daß man an dem gůt vnnd geſchlecht ein ſchaden entpfachen werde. ſonſt in anderen dingen/ wann ein gantzer wald ode:baum gewechs dür: woꝛden/ ſoll ein wunderzeichen ſein. Wann aber die

dem von dem ſtraal geſchoſſen vnnd verderbend/ ſoll man es nitt für eindunder zeichen halten/ ſo ver: es kein gemeinſchafft mit dem herꝛen hatt-

oder der ſtreych für ſich ſelbs nit wunderbar iſt. diſes will Vergilius an zei-Peet, 88 Ich denck wie ich ein red hab gefuͤrt/8 ann deichbeüm ſeind vom himmel beruͤrte..Deßhalben ſoll man diſes für nateürliche ding⸗ ſo auß gewüſſen vꝛſachẽ/vnd auß vnzalbarlichen wenig/ vnnd nit für der teüfflenwunderzeichen halten/ dañ dz ſelbig iſt nartenwerck-vnd alſo nach diſem exempel auch lernen/ wiees mit anderen dingen zůghet.

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