f 1 85 4
ſachen⸗ Das fünffzehend buͤch. dexxxvij
offenbar wurde/ vnnd dergeſtalt die hexen vnd vnholden entrünnen vnd
der ſtraff entghen mochten/ ſchicket man eylend etliche in Merꝛhẽ/ woͤlcheerkundigen/ ob das geſchꝛey waar oder nit were.
Die bottſchafft ſo geſendet/ zeigten die vꝛſach jrer reyß niemand an/ vndthaten dergeleichen/ als woltend ſie zwiſchen dem Rünig Duffen vnd dendundtsgeno ſſen in Merꝛhen ein friden machen/ vnnd ſeind alſo ghen Foꝛ-ren kommen. zů nacht hat man ſie in das ſchloß genommẽ/ dann diſes warnit von dem Rünig abgefallen/ da habend ſie dem obereſten in dem ſchloßdie vꝛſach jrer ankunfft angezeigt/ vnnd erzellet was ſie in befelch gehabt/vnnd jn ʒů diſem vmb hilff vnnd beyſtand aͤngerůffet/ damitt ſie ſollichesvollbꝛingen moͤchten.
Die knecht ſo in dem ſchloß geweſen/ hattend voꝛhin der ſach halben einargwon. dann wie einer mitt ſeinem bůlen früntlichen kurtzweil getriben/welcher můtter ein hex vnnd vnhold geweſen) hat er angefangen von deß
ünigs kranckheit/ wie ſie geſtaltet vnnd langwerend ſeye ʒů reden. wie ernun verſtanden/ daß die hexen mit ſeltzammen ſpꝛüchen vnd thaten vmb-giengen/ hat er diſes ſeinen mittgeſellen angezeiget/ vnnd die ſelbigen demDonenalden/ woͤlcher deß Rünig bottſchafft geweſen. Alſo hatt Doneual-dus die Maͤtzen/ woͤlliche diſe boßheit angezeigt(ſo ongefahꝛ in dem ſchloßgeweſen) zů ſich berůffet/ an die volter gelege/ vnd gezwungen an zů zeigenwie alle ding gehandlet wurden/ vnnd in woͤllichem hauß ſie ʒůſ⸗ ammen ke-mend. darumb hat er ʒů mitternacht etliche kriegßknecht auß geſchicket/ʒů
erkundigen ob dem handel alſo ſeye. diſe ſeind in der hexen hauß gebꝛochen
mit gewalt/ vnnd die eine gefunden bey deß Künig Bufft wechſ en bildt-nuß/ ſo durch deß teüffels kunſt(als gleüblich) zůbereittet/ woͤlliche ſie anein hültzen bꝛatſpiß geſtoſſen/ vnd bey dem feüwꝛ gebꝛotten. demnach einandere woͤlliche wunderbare verß geſpꝛochen/ vnnd ein feüchtigkeit allge-mach auff die bildtnuß geſchüttet.Deßhalben ſeind die vnholden eylend gefangen/ in eyſen geſchmidet/ vñmit ſampt der bildtnuß in das ſchloß gefüret woꝛden. wie man ſie nun gefraget/ warumb ſte in der nacht diſe ſpꝛüch ſagten/ vnnd deß Rünig bildtnußzů dem feüwꝛ hielten. da antwoꝛten ſie/ weil ſie diſe bildtnuß bey dem feüw:dꝛattetend/ lege Künig Duffus in dem ſchweiß/ vnd wann man diſe verßredt/ muͤſte er für vnnd für wachen. weil das wachs treüffe/ wurde er garmager. wañ dz wachs gar verzeeret/ wurde deß Rünigs tod darauff volgẽ.alſo ſeyen ſie von dẽ teüfflẽ vnderwiſen/ vnd von den obereſten in Merꝛhendarzů mit gelt beſtellet. Die ſo darumb ſtůnden/ ſeind durch deß alten weibded faſt bewegt/ habend die bildtnuß zerbꝛochen/ vnnd verſchaffet daß diſenholden/ von wegen jrens großen laſters/ eylend verbꝛennet wurden.5 Man ſagt daß eben zů der zeyt/ als ſolliches in dem ſchloß Soꝛren beſche-denn/ der Rünig vonn der kranckheit entlediget/ vnnd die ſelbige nachton ein ſchweyß vollbꝛacht habe. wie er auch am nochgenden tag wider zů ſei
nen krefften kommen/ alles das wider gethon/ ſo menſchlichem vermügen
bageſtanden gleich als wann er voꝛhin gar nit kranck geweſen. doch ſeye dẽandel wie jm welle/ es hat Duffus/ wie ſeine krefft wider angangẽ/ in kur
em ſein voꝛgende geſundtheit wider erlanget.Alſo ſagen faſt auch glaub wirdige ſcribenten von Petro Poꝛtucarterennem thiſpanier. diſer hat einer hexen dochter gebizlet/ ſo Auguſtina ge-Hi) heiſſen.
Ein andere hiforien.