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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCV
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ſachen/ Das ſechſzſchend buch. dea

vnnd ſo in lüffren wonend/reitzen der menſchen gemuͤter ʒů allen laſteren.

Es ſeye auch allenthalben deren ein große zaal/ weil die erden/ das waſſer-

vnd der lufft/ voꝛab wo die menſchen nit wonend/ mit diſen erfüllet ſeind.Es gebend auch diſe vnſeren geiſten etliche bildnuſſen deß wollüſt für/ onalles getoͤß⸗ gleich als wann yemand in dem ohꝛ ein ſtimm entpfünd on al-les getoͤß. dann ye mehꝛ die ſtimm bey dem ohꝛiſt/ ye baß es deren entpfin-det/ vnd aber minder getoͤß. Weil dann der teüffel vnſeren geiſt beruͤret/

mag man deß teüffels eingeben wol vernemmen/ vnd ſeine woꝛt verſthen-

wann man ſchon kein ſtim̃ hoͤꝛet. es habend auch diſe ein geſtalt vnſerer ſehlvnd geiſteren/ wie auch der lufft/ farben/ vnd anderer dingen geſtalt vndbildnuſſen. Alſo ſeind diſe gantz kunſtreich/ vnnd bꝛauchend den beyſchlaffwie die menſchen/ voꝛab wann ihr leib erhitziget/ vnd die natur gar geil iſt.die überige arthen ſchaden allein dem leib/ als vyl ſie moͤgend/ ſonſt iſt garkein kunſt hinder ihnen. Diſe verderben mit feüwꝛ/ mit fal/ mit waſſer/ vñanderer gſtalt. vñ nit allein die menſchen/ ſonder auch etliche andere thier.

Woͤlliche nun ihn gantz tiefen oꝛthen wonend ſo trocken ſeind/ die bege-rend der werme/ nit von dem feüwꝛ oder Sonnen/ ſonder die gar weich iſt.

deß halben ghond ſte inn die baͤder⸗ grůben/ thier/ vnnd fürnemlich in die

menſchen. wann ſie nun hinein kommen/ verderbend ſie die geiſter deß hirnes/ vnd zerſtoͤꝛend alle würckungen. wann ſie auch den geiſt uberherſchen/erſchüttlen ſie den leib/ vnnd gebꝛauchend ſich deſſen inſtrumenten. deßhalben reden vnnd ſchꝛeüwend ſte.

Wolliche aber das liecht fliehend/ die machend die intpfindtlichen ſinn/

durch ih: große kelte/ doll/ alſo daß man erſtaunet vnnd ſtumm wirt. dar-umb gebend diſe auch vmb kein beſchweerung nicht/ dann ſie ſeind hartne-ckig vnnd erſtaunet. Daß aber diſe ein teüffel vnd kein lüberlegne feüchtig-

keit ſeye/ ſo den menſchen beſitzet/ zeiget gnůgſam an/ daß ſie die kommen-

den erkennen/ ehe dann ſte die ſehend/ auch zůkünfftige ding wüſſen/ vnndfroͤmbder ſpꝛaachen kündig ſeind. f 5Es ʒeiget Pſellus vnder anderenn an/ er habe einen menſchen geſehen/

der zů nacht von einem Aleten Niuien in ein berg gefuͤret/ vñ ein kraut ent

pfangen habe. es habe jm auch diſer dꝛeymalen in den mund geſpeüwet/ vñmit einer beſonderen ſaͤlben die augen geſchmiret/ da habe der ſo hinauß gefuͤret/ von ſtundan ein große ſchar teüffel geſehen/ vñ habe jn bedaucht als

Menfb vonteüfflen beſeſ-

ſen.

wañ jm ein rapp in das maul geflogen. von woͤlcher ſtund an diſer angefan

gen weyß zů ſagen/ vnd vermoͤg auch ſolches zů allen ʒeytten/ weder in di-ſen tagen/ da Chꝛiſtus gekreütziget vnd wider aufferſtanden iſt. dañ den ʒů

mal koͤñe er gar nit weyßſagen. Wie auch diſer vmb ſolcher red willen/ von

einem auß Pſellen geferdtẽ verſpottet ward/ ſpꝛach der Du wirſt auch für

ein plag gar vyl entpfahen. woͤlliches jm in kurtzem begegnet/ dar zů vyl anderſt/ ſo er auch ander leüthen weyßgeſagt. Es zeigt auch Marcus an dz ʒůdeytten eine/ ſo jm nach verwandt/ nalich ſe eines elterẽ bꝛüders frauw/woͤl-che ſonſt ein gar ʒůüchtig weib geweſen/ abet offt in ð kindbette kranckheit ge

abt /angefangẽ mit einer froͤmbdẽ ſpꝛach zů reden/ vñ jre kleid zerꝛeiſſen.

wie ſich nun die vmbſtend deſſen hoch verwundert/ vnd ſie wellen wid heilẽ

vñ ʒů recht bꝛingẽ/ haben ſie einẽ froͤmbden alten /runtzlechtigẽ/ vñ ſchwaꝛtenn mann/ ſo Anaphalangia genennet/ zů ihꝛen gefuͤret. da habe diſerſein ſchwert auß gezogen/ ſie bei der hand erwütſchet/ vnnd auff Armeniſch

angefan-