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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCXXV
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ſachen⸗ Das ſechzehend buͤch. deexxvdaſelbſten/ ſo vyl vnd ihm müglich/ es werde dann mit gewalt daruon ge-zogen. Deß halben beſchicht daß die geyſter gar ſelten/ vnd allein auß wich-tigen vꝛſachen vns kommend. 1. NDit dꝛitt vꝛſach oder bewerung iſt/ wann die geyſter ſeind⸗ iſt vnſer ge-mut vnſterblich/ weil nicht iſt/ ſo ein gemůt verhindert/ damit es ein luff-tiſchen leib an ſich nemme. darʒů weil eben diſe/ ſo die getſter ſetzen/ haltenauch die gemůter für vnſterblich. Wann aber die Geyſter vnſterblich/weil ſie einer ſteifferen vnnd herꝛlicheren ſubſtantz dann die gemuͤrer/ weilauch diſe ſo die halten/ ſie der mehꝛtheyl alſo achten/ můß auß deren dꝛeyeneins ſein/ namlich daß ſie eintweder vnleiblich ſeyend/ vnnd alſo mag mandiſe nit vermercken. oder ſie habend ein vnſterblichen vnnd himmeltſchenleib. es mag aber deren keiner ein gemůt in der matery haben. Oder ſie wer-den allwegen ein ſterblichen leib haben. welches doch gar widereinander ift.Oder diſer wirt ſich enderen vnd alſo verderben welches doch gantz vnge-reimbt ʒůſagen/ weil er voꝛhin in dem erſten geweſen. dann es iſt nit glaublich/ daß diſes die matery hin lege/ damit es ein andere gleich foͤꝛmige art anſich nemme. Darumb ſeind die Geiſter eintweder ewig/ vnd on leib/ wie vnſer glaub auß weißt/ oder wann ſie ein leib habend/ ſeind ſte ſterblich. Eemag aber nicht hinderen daß deren gemuͤter beleibend. Es hindert auchnicht daß man die vnglaͤublichen geiſter nit vermercken ſolte/ weil ſie mittihꝛem glantz vnd liecht den lufft bewegen. a 8 8Zůletſt widerſpꝛechend ſte diſes mit ſolchem argument/ Wann Geyſterwerend/ muͤſten ſie freünd oder feind ſein. wann es feind werend/ wurden

etliche von diſen verletzet/ voꝛab weil ſie von vylen verachtet/ als von Epi

curiſchen/ Peripatetiſchen/ vnd Sadduceeren. wir ſechend aber daß no chniemand vonn ihnen beſchediget. man liſet auch nitt daß yemand ſeye ge-ſtraffet woꝛden/ darumb daß er gar nicht vonn den teüflen oder Geyſterengehalten habe. iEs ſpꝛechend aber ettliche/ ſte beſchedigen darumb nitt/ weil ſte ein klei-nen vnd ſchwachen leib habend. es iſt aber diſes gar kein argument. dannwas ſolte hinderen/ wann ſte der zeit acht nemend/ daß ſie etwan einem zie-gel auff das haupt wurffend/ welche von jnen ſelbs bald fallen ſolten? oderwann ſte auff die ſchiffart acht nemend/ die leüt ertrenckten! oder etwanein wind anrichteten/ vnnd ſolliche von hohen bergen vnnd gaͤhen felſenſtürtzeten. Oder wann ſie der dingen nicht vermoͤgend/ ſonder allein(wiedie Platoniſchen daruon reden) die gemuͤter angreiffend/warumb richtenſte nit die pferd an/ daß ſte diſe ſo auff jnen ſitzend herab werffend/ vnd er-toͤdten. Wir ſehend aber das widerſpil. dann wann man ein Platoniſchenauff ein geyl vnnd wild pferdt ſetzet/ vnnd hargegen ein Epicuriſchen/ ſodie geyſter verſpottet/ auff ein miltes/ wirt das wild pferd den Platoni-ſchen herab ſtürtzen/ vnnd wirt ihm nitt wol gehn/ das milt aber wirt dengottloſen Epicuriſchen ſenfftiglichen tragen. 5Deßhalben ſoltẽ die Platoniſchen in ſollichem wichtige handel die zwey

ſtuck gethan haben. ʒů erſten anzeigen daß die Geyſter werend/ vnnd für-

nemlich auff die argumenten/ welche man ihnen mocht fürwerffen/ ant-woꝛten. demnach ſich bereiten deren natur anzůzeigen.

Sie laßend aber diſe ſtuck beleiben/ diſputieren vnnd ſchwetzen vyl von

3 8 PP ii einem