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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCXXVIII
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Beſchluſzob die gei-fler ſeyend.

decrrvüj Von mancherlei wunderbaren

geiſt darbey/ daß die antwoꝛt den fragen nit gar gemaͤß werend. Als nam̃-lich wann ich ihn fragte/ was die frauw inn ihꝛem leib trüge/ ein kneblin o-der ein meitlein; antwoꝛt er/ ein meitlin/ aber ein überauß boͤſes. Wie er jnwider fragte ob Ludouicus Sfoꝛtia/ der Hertzog Meyland ſein fürſtenthumb behalten mochte? antwoꝛtet er/ nein. da ſpꝛach mein vatter/warũb?darumb das der landuogt vnd Gott jn haſſet. Wie auch der vatter wide-rum fragt/ warumb/ zog er gleich ein tůch hinderſich/ vnnd zeigt mir vylvnnd grauſame laſter/ welche diſer Fürſt ʒů verachtung Gottes vnd allergeſatzẽ gehandlet/ daß er ſagte er erſe chꝛecke wañ er an das grauſam ſchauwſpil gedaͤchte/ es were auch kein wunder daß diſen der erboden verſchlucket.Deßhalben weil er mit ſo ſchlechtem argument brkreſe anzůzeigenndaß die geiſter weren/ bedaucht mich es ſeye nicht krefftigs darhinder. dañwann er den geiſt ſahe oder hoꝛte/ hette er moͤgen fragen/ Ich hab diſen nit

ſchlaaffend/ nit truncken/ nit vnſinnig/ ſonder mit diſen augen wie dich ge

ſehen/ mit diſen ohꝛen hab ich ihn gehoͤꝛt/ wie yetzũd dich/ redẽde. Er kom-

met auch nit on gefahꝛ/ ſonder wann ich ihm ruͤffen. vnd wann ich jn frag/

gibt er antwoꝛt/ alſo daß es meinem fürnemmen dienet. Ein ſolliche antwoꝛt hette moͤgen machen/ daß man glaubte es were ein geyſt bey jm/ vndnit die rechnung/ ſo alſo weit har genommen.

Wann man nun alle argumenten fleiſſig gegeneinãder erwigt/ ſoll manwiſſen daß man mit gewiſſen vꝛſachenn nitt wol erhalten mag/ daß geiſterſeyend/ welche mit ſampt der abgeſtoꝛbenen ſehlen hin vnnd har ſchweyf-

end.b Weil aber diſes der erfarung/ vnnd oꝛdnung in allen dingen/ dar ʒů dernateürlichen neygung gemaͤß/ ſollend wir on zweyfel glauben/ daß diſe ſeyend. dann man ſicht ſo vyl vnd mancherley bey den ſterbenden/ voꝛab wastreffenlich leüt ſeind/ daß nit müglich daß es on geyſter moͤchte ghen.In der nacht ehe dann C. Ceſar zůtodt geſchlagen/ ſeind die thürẽ an ſei-net ſchlaaff kammer ſelbs auff gangen. Dem Ciceroni hatt ein rapp denmantel vom angeſicht gezogen/ gleich voꝛ dem daß er zůtodt geſchlagenn-vnd warend doch die kriegsknecht noch nit zůgegen. Dem Bruto(als vosgeſagtdiſt ſein eigener geiſt erſchinen/ alſo auch dem Juliano vnnd Dioni.Marcus Antonius hatt in finſterer nacht/ voꝛ dem tag ehe er erſchlagen-den Bacchum/ welchen er verehꝛet/ mit ſpꝛingen/ tantzen/ vnd lieblichenmelodey/ hoͤꝛen von jhm weichen. Es ſehend aber diſe ding allein große

vnnd treffenliche perſonen/ oder die überauß boͤß ſeind. dañ ein theyl foͤch

tet ihnen nit/ die anderen aber vermeinend ſie verlieren nicht/ oder es kommend vyleicht diſe ding von Gott oder den englen. Wann ſte die mittelmaͤſt

gen erſchꝛeckten/ wurden ſte jnen feind /alſo auch diſe/ welche nit vermeinẽ

daß nach diſem das ewig leben ſeye.

Alſo iſt auch die ʒeügnuß Platonis vonn Socratis geyſt/ welches wir

am anfang angezogen/ nit ein geringes argument. Es iſt gewüß daß So-crates die warheit geſagt/ dieweil auch Xenophon des Socratis jünger⸗ 8ein fürnemmer mann/ ſo gar nit aberglaͤubiſch/ darzů dem Platon treffenlich feind/ deßen zweymal vnder dem nammen Got tes gedencket. Ob manauch wol ʒzweiflen moͤchte daß Socrates die warheit ſagte/ iſt doch gewüß-daß er ſolliches anzeigt/ vnnd diſes gantz eigentlich. 3

Es hette

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