Beſchluſzob die gei-fler ſeyend.
decrrvüj Von mancherlei wunderbaren
geiſt darbey/ daß die antwoꝛt den fragen nit gar gemaͤß werend. Als nam̃-lich wann ich ihn fragte/ was die frauw inn ihꝛem leib trüge/ ein kneblin o-der ein meitlein; antwoꝛt er/ ein meitlin/ aber ein überauß boͤſes. Wie er jnwider fragte ob Ludouicus Sfoꝛtia/ der Hertzog zů Meyland ſein fürſtenthumb behalten mochte? antwoꝛtet er/ nein. da ſpꝛach mein vatter/warũb?darumb das der landuogt vnd Gott jn haſſet. Wie auch der vatter wide-rum fragt/ warumb/ zog er gleich ein tůch hinderſich/ vnnd zeigt mir vylvnnd grauſame laſter/ welche diſer Fürſt ʒů verachtung Gottes vnd allergeſatzẽ gehandlet/ daß er ſagte er erſe chꝛecke wañ er an das grauſam ſchauwſpil gedaͤchte/ es were auch kein wunder daß diſen der erboden verſchlucket.Deßhalben weil er mit ſo ſchlechtem argument brkreſe anzůzeigenndaß die geiſter weren/ bedaucht mich es ſeye nicht krefftigs darhinder. dañwann er den geiſt ſahe oder hoꝛte/ hette er moͤgen fragen/ Ich hab diſen nit
ſchlaaffend/ nit truncken/ nit vnſinnig/ ſonder mit diſen augen wie dich ge
ſehen/ mit diſen ohꝛen hab ich ihn gehoͤꝛt/ wie yetzũd dich/ redẽde. Er kom-
met auch nit on gefahꝛ/ ſonder wann ich ihm ruͤffen. vnd wann ich jn frag/
gibt er antwoꝛt/ alſo daß es zů meinem fürnemmen dienet. Ein ſolliche antwoꝛt hette moͤgen machen/ daß man glaubte es were ein geyſt bey jm/ vndnit die rechnung/ ſo alſo weit har genommen.
Wann man nun alle argumenten fleiſſig gegeneinãder erwigt/ ſoll manwiſſen daß man mit gewiſſen vꝛſachenn nitt wol erhalten mag/ daß geiſterſeyend/ welche mit ſampt der abgeſtoꝛbenen ſehlen hin vnnd har ſchweyf-
end.b Weil aber diſes der erfarung/ vnnd oꝛdnung in allen dingen/ dar ʒů dernateürlichen neygung gemaͤß/ ſollend wir on zweyfel glauben/ daß diſe ſeyend. dann man ſicht ſo vyl vnd mancherley bey den ſterbenden/ voꝛab wastreffenlich leüt ſeind/ daß nit müglich daß es on geyſter moͤchte zů ghen.In der nacht ehe dann C. Ceſar zůtodt geſchlagen/ ſeind die thürẽ an ſei-net ſchlaaff kammer ſelbs auff gangen. Dem Ciceroni hatt ein rapp denmantel vom angeſicht gezogen/ gleich voꝛ dem daß er zůtodt geſchlagenn-vnd warend doch die kriegsknecht noch nit zůgegen. Dem Bruto(als vosgeſagtdiſt ſein eigener geiſt erſchinen/ alſo auch dem Juliano vnnd Dioni.Marcus Antonius hatt in finſterer nacht/ voꝛ dem tag ehe er erſchlagen-den Bacchum/ welchen er verehꝛet/ mit ſpꝛingen/ tantzen/ vnd lieblichenmelodey/ hoͤꝛen von jhm weichen. Es ſehend aber diſe ding allein große
vnnd treffenliche perſonen/ oder die überauß boͤß ſeind. dañ ein theyl foͤch
tet ihnen nit/ die anderen aber vermeinend ſie verlieren nicht/ oder es kommend vyleicht diſe ding von Gott oder den englen. Wann ſte die mittelmaͤſt
gen erſchꝛeckten/ wurden ſte jnen feind /alſo auch diſe/ welche nit vermeinẽ
daß nach diſem das ewig leben ſeye.
Alſo iſt auch die ʒeügnuß Platonis vonn Socratis geyſt/ welches wir
am anfang angezogen/ nit ein geringes argument. Es iſt gewüß daß So-crates die warheit geſagt/ dieweil auch Xenophon des Socratis jünger⸗ 8ein fürnemmer mann/ ſo gar nit aberglaͤubiſch/ darzů dem Platon treffenlich feind/ deßen zweymal vnder dem nammen Got tes gedencket. Ob manauch wol ʒzweiflen moͤchte daß Socrates die warheit ſagte/ iſt doch gewüß-daß er ſolliches anzeigt/ vnnd diſes gantz eigentlich. 3
Es hette
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