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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCLVI
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decloun Von mancherley wunderbaren

vnnd woͤlliche nateürliche ding den kunſtlichen ſtücken/ oder einer froͤmb-

den natur geleichfoͤꝛmig ſeind. als wann ein ſtein deß Crocodil geſtalt/ oderein fiſch einem kraut geleich iſt/ oder wider ein kraut einem thier. Wir ha-ben aber von den edlen geſteinen an andern oꝛthen angezeigt. Es bedauchtmich man ſoll auch Ryloaloes oder Paradeyß holtz diſen zellen.Das helffenbein hat aderen/ woͤlches an anderen gebeinen nit iſt. es wirtauch bey dem feüwꝛ weyſſer/ die andere aber ſchwartz. die vꝛſach diſer aderniſt/ daß die all jrn vꝛſpꝛung end von einẽ zan habẽ.diſes iſt bey anderẽ beinen nit/ man woͤlle dann den anfang gegen vnns ʒů vergleichen nemmen.die gebein werdend darumb ſchwartz/ weyl ſie laͤr ſeind/ vnd vyl feüchte injnen habend. wann ſte nun außgetrocknet/ ſeind ſie leicht/ das helffenbeinaber iſt gantz. wann nun die bein z dem feüw: gelegt/ wirt die feüchte ſo injnen iſt ʒů einem růß. weil nun etwas darinn überig/ oder gantz ſubteyl iſt/vnnd aber můß herauß geſtoſſen werden/ weil vyſ hülenen in dem gebein-

werden ſie auß wendig ſchwartz. Wañ aber das helffenbein erwarmet/ ghet

die feüchte nit tieffer hinein/ ſonder was auſſerſt iſt/ reücht darnon/ vndwirt alſo der auſſertheil weyß. vnnd deß halben nitt allwegen/ auch nit ſo offenbarlich/ es wirt auch nit ſichtbarlich ſchwartz wie das gebein. darum̃ werden die andere zaͤn/ als der waalfiſchen vnd Meerpferdẽ nit eigentlich vondem helffenbein vnderſcheiden/ weil bey allen ein rechnung iſt. ſie werdendaber von jrer treffenlichen weiſſe von einander erkennet/ wann der helffenbein friſch iſt/ auch von dem zan/ vnnd wann der Helffand jung geweſen.Man vnderſcheidet diſe auch an dem gewicht. dañ es hat ein jedes ſtuck ſeinbeſondere ſchwere/ wie auch ſein ſubſtantz. 0 5Ich hab aber das einhoꝛn/ woͤlliches vyl koͤſtlicher vnnd kümerlich ver-altet/ geſehen/ wie ich von Pareyß in Schottland gereißet. dann es was ongefahꝛ Joannes Manienus ein artzet zůgegen/ ein treffenlicher mann/in der Mathematica wol erfaren/ woͤlcher mich teglich heimgeſůchet/ dañer iſt faſt vnderdienſtbar. Wie nun diſer der München S. Dionyſien artzet geweſen/ fuͤret er mich in die ſelbige kirchen/ woͤlliche inn der gantz weltverꝛumbt iſt/ vnd dꝛeytauſent ſchꝛitt weit von Pareyß ligt/ dann es iſt einKüniglicher tempel.

Einbor ze Wie ich nun der Künigen begrebnuß/ bildnuſſen/ vnd andere marmo:emen ſteinene geʒierden beſichtiget/ ließ man ein einhoꝛn/ ſo in der kirchen han-get herab/ woͤlliches ich gantz fleiſſig beſchauwet. diſes hoꝛn was lenger dañ

ich mocht ſtendlingen/ mit außgeſtrecktem arm/ obereſt erꝛeichẽ. die di-cke was kleiner dann ſollicher lenge gezimmet. dann mitt den zweyen erſtenfingeren mocht ich diſes allen oꝛthen wol vmbfaſſen. es ſpitzet ſich aberalſo gemach foꝛnen harauß/ daß man diſes kümerlich vermercken mag/ dieweil es obereſt noch eines daumen dick iſt. es was allenthalben rund/von vnden an biß obereſt geringlet/ geleich wie die ſchnecken vnderſcheiden. der banden waren fünff/ vnd in der mitte ſtrich/ woͤlche auch ůberſichgiengen/ vnd geringlet warend/ vnnd aber niergend hol. Es machet auchdie natur nicht/ ſo diſem geleichen moͤchte/ ſonder die kunſt/ als wann es ge

traͤyet geweſen wie die dꝛotten. es habend aber die dꝛotten allein zwen geng/

vnder woͤllichen der ein hol iſt/ aber diſes hoꝛn hat fünffe/ vnd gar kein hü-

le/ dann allein kleine ſo darzwiſchen ligen. nidereſt iſt es hol/ wie die och

ſen hoͤꝛner. es iſt auch an dem oꝛth da die hüle ſthet nitt groͤßer/ dann da 151 5 8 9

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