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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCLXI
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ſachen/ Das ſiebenzehend buͤxch. deelri

ſo feiſt vnd ſcharpff ſeind. der ſtaub verderbt auch eigentlich diſe ding/ vndder wind das helffenbein. Der zibeten vnnd andere ding/ ſo nitt langwi-rig/ verderben allein vonn der werme/ feüchten lufft/ oder ſtaub. darumbſoll man die in trogen behalten/ etwann den lufft darzů 11 dochnit vyl. Die bůcher ſoll man auch alſo behalten. dañ man ſoll fleyſſig achtnem̃en/ daß ſie nit durch ein feuchtigkeit verderbẽ/ dem ſtaub gefreſſenoder von den thieren/ voꝛab den ſchaben vnnd meůßen zernagt werden.Die ſchaͤtz ſeind gemeinlich bey großẽ Rüngen/ welcher vorelteren lang

glücklich geregiert/ als bey dem CTürcken/ vnſerem Reyßer/ vnnd demnig in Franckreich/ auch den Rüngen in Oꝛient/ voꝛab wann ſie ein liebeedlen dingen gůten künſten/ vnnd alten ſtucken haben. 3In Sant Dionyſten tempel waren zimmliche große geſchirꝛ auß dẽ Acha

ten zůbereitet/ doch übertraff die kunſt die gröſſe vnnd matery/ es warendauch andere von edlen geſteinen/ darzů ettliche edel geſtein vnnd manche

zeichen der antiquitet vnnd alter/ als deß biſchoff Turpini ſchwert⸗ ſo 3deß groſſen Keyßer Caroli zeytten gelebt. es was leicht wie einem alten

wol gezimmet. hargegẽ auch ein ſchweꝛes/ welches ich kümerlich mocht auß

zeichen/ wie wol es kurtz war/ welches der iunckfrauw Gohaß⸗ geweſen/ ſovoꝛzeytten die Frantzoſen von der; Engellender e arkeit erlediget/ dz

man alſo auß der ſchwere der iunckfrauwen ſtercke erkennen moͤgen.

Es warend auch der Rüngen gezierd darinnen/ wañ man ſie kroͤnet/ als

das ſchwert/ ſporen/ cronen/ helm/ kleidung vnd anders/ an welchem min

der gelegen iſt. Vnder anderen was auch ein klauwen/ einem rinds hoꝛngeleich/ ſo eines Greyphen ſolte geweſen ſein/ anzeigende/ daß deſſelbigen

thier fuß/ in der ſtat/ in einem tempel/ ʒů nechſt bey dem radthauß hienge.

Ich hab aber deß kein gewüße kundtſchafft/ ich hab allein denn klauwengeſehẽ. ich mag auch nit wüſſen was für ein thier ſemlichen groſſen klauwenhaben moͤchte/ es were dann ſach daß man ein rinds horn außgehület/ vnd

auß kunſt etwas der natur geleich gemachet hette. An anderen oꝛthen ſeindbildnuſſen vnnd ſeül voꝛ langen zeytten gemachet/ wol gebutzete buͤcher/

thier/ vnnd wunderbar gewechs/ auch mancherley voͤlckeren waffen vnndinſtrument/ ſchoͤne edelgeſtein/ welche ſeltzam faſt groß ſeind. als Ge

nua iſt ein baͤcher von Smaragd. Bey dem Türckiſchen Reyßer ſeind ada.manten vnnd Carfunckel/ ſo gar theür ſeind/ vnnd beſſer dann ein ſtatt/ iaein gantzes land. Was aber in beſondere gemach gehoͤret/ iſt minder dann

die ſchaͤtz/ als beſondere reichtum der Rünigen. Es was erwas gleichfoͤr-

mig in der ſelbigen kirchen/ namlich ein geſchir: mitt metalliſchen dünnenblertleinen/ ſo in ein gewicht gehencketeſie warend moͤſchen damit ſie ein gꝛo

ßeren ſchein hetten) alſo wann man das geſchir: ein malen bewegt/ ſtůnden

die bletter nit mehꝛ ſtill. doch iſt diſes kindiſch. Man ſoll aber die geſchirꝛ/ ſo

auß Caſten roͤꝛen/ oder mancherley meerſ⸗ chalen gemachet/ nitt verachten-

alſo auch vyl andere ding ſo jm meer oder einoͤdenẽ gefunden/ od auß weyt-

ten landen gebꝛacht/ oder ongefahꝛ erfunden/ oder da die kunſt die materyübertriffet/ oder darab man ſich ongefahꝛ verwundert/ oder welches auß al

ter ein anſehen bekommen/ oder ein gunſt durch den werchmeiſter erlãgetoder ſo die ſeltzamkeit den luſt mehꝛet. Man fraget auch gemeinlich/ wel⸗ Seba ſo wenches zwar wol verwunderen vnd ſich offt begibt /wie ich dann ſelbs acht men lgenom̃en/ warũb die verboꝛgene ſchaͤtz/ wañ ſie von denẽ welche ſie behaltE S8 i geſuchet