declrv i Von mancherlei wunderbaren
Wo iſt diſer ſtein auß graben/ wo hatt man ihn koͤnnen hauwẽ/ wie hattman ihn gefůrer/ vnd hernach alſo eigentlich auffgeſtellet: alſo daß ſich indiſem handel vier wunderwerck erzeigend. Die Pyramides habend vonden Coloſſen diſen vnderſcheid/ daß die Coloſſen ein bildnuß bedeüten/ als
die Aegyptiſchen ein Sphingen/ ſo an dem vnderen theil ein loͤuw/ vñ am
oberẽ ein junckfrauw geweſen. Die Pyramides ſeind alles geſpitzet ſeül. Esſthond gar vyl Pyramiden vmb Memphis welche noch gantz ſeind/ jetz ſovyl jar haꝛ/ vnd on alle bãd. Diſe aber ſo zů Rom voꝛhandẽ des C. Seſti/ iſtmit bley vnd eyſen vnderſtützet/ vnd wacklet doch an allen ecken. Es ſeindzwo fürnemliche in Aegyptẽ. die eine iſt kleiner/ aber von einem gantzẽ Baſalten ſtein/ welches ein arth des Aegyptiſchen marmolſtein/ vnnd herterdann eyſen iſt/ welche die metz Rhodope ſoll gemachet haben. die ander iſtgroͤßer/ welches hoͤhe bey den tauſet ſchů hatt/ dann man ghet ccl. ſtafflenbimauff/ vnder welchen ein yede ein ellen hatt/ vnnd fünffthalb ſchů hoch
voneinanderẽ ſeind. es ſeind aber bey yeder ſtafflen noch dꝛey kleine an dem
eck hinzů gethon/ damit man komlichen moͤge hinauff ſteigen. Zů nidereſtiſt ſte viereckechtig vnd hatt yede ſeitten ccexxv gemeiner ſchꝛitt. Inwen-dig iſt ſie hol/ vnnd ghet das loch gegen Mitnacht. Es iſt auch ein tiefferſod. vnd in mitte der ſaul iſt ein ſchoͤn gemach auß einem geballierten ſtein.in der mitte ſthet ein grab von ſchwartzem marmoꝛſtein.
Menrs ¶ Iſt diſes nitt auch ein groß wunder/ daß Jamblicus auß dem SeleucoTyimegiſtut anzeigt/ es habe Mercurius zwentzig tauſent buͤcher geſchꝛiben/ vonn al-
97¹ geſehri-ben.
ler dingen anfang/ auch goͤttlichem vnd teüffeliſchem gewalt! Es iſt abernoch mehꝛ/ daß Menetus anzeigt/ welcher nit von zwẽtzig tauſent/ ſondervon ſechs vnd dꝛeyſſig tauſent vnnd fünff hundert buͤcheren meldung ge-gethon/ ſo Mercurius Trimegiſtus ſoll geſchꝛiben habẽ. Gleichſam er hundert jar gelebt/ vnd von dem anfang har /alle tag ein bůch geſchꝛiben het-te. deßhalbenn will ich ehe ein verß für ein bůch verſthen/ dann es iſt auch
vyl. doch habend diſe nit verß oder linien/ ſonder gantze buͤcher beſchꝛiben.
Man ſolte diſes vnder der menſchen wunderwerck ʒellen/ wann es gewüß
Labyrinthus.
were. weil es aber auß der ſchůl kommen/ do ſo vyl fablen geſagt/ hab ich eshiehar ſetzen woͤllen/ da ich vonn ſachen red/ an welchen nit ſo vyl gelegen.Man ſoll auch wiſſen wie vyl jren geweſen/ daß ſie in der leiberey verbꝛun-nen/ welche Ceſar angezündet hatt. Vnnd ʒwar wann es ſchon nur verßvnnd nitt buͤcher geweſenn/ were es doch ein wunder barer handel/ daß einPꝛieſter vnnd Rünig zů der ſelbigen zeit/ in einer ſach/ ſo mancherley het-
te/ erfinden moͤgen.
Man ſoll auch hie der Labyrinthen bauw eingedenck ſein. es wirt genůg
wann ich von diſen c angezogen/ das ein auß Herodoto in Aegx1
pten/ welcher alſo ſpꝛicht/ Wañ einer auß der Gꝛiechen red die maurẽ vndgeſtalt diſes wercks beſichtiget/ wirt er die arbeit vñ koſten/ ſo an diſen La-byrinthum gewendet/ nit verſthen. Wiewol aber auch ein lob würdigertempel zů Epheſo ſthet/ auch einer in Samo/ warend doch die Pyramidesvnd ſeülen jrer red nach groͤßer/ deren ein yede großen vnd vyl gewaltigenbeüwen bey den Gꝛiechen ʒůuergleichen. Es übertrifft aber der Labyrimthus diſe alleſammen. Dann er hatt zwoͤlff ſaͤl ſo bedeckt ſeind/ vnd ſthonddie thüren gegen einander über/ aber gegen Mitnacht ruͤrend ſie einan-
deren an. alſo vyl ghond auch gegen Mittag/ vnnd ſeind außen har 1eine