decler Don mancherlei wunderbaren 1wañ man es ʒů lang im feüwꝛ haltet. die natur aber behaltet jr farb/ ſo von 1dem dampff entſtanden. doch mag diſe auch für ſich ſelbs kümerlich etwashertes vnd wolgeferbt machen. 8—
Alament en Darumb iſt ein adamant vnder den edlen geſteinen am hertteſten. dann
hen edelge · in der letſten vnd vnuollkommeneſten kochung faꝛet die farb hinweg/ vnd
fein. wirt die erden verzeeret/ es mag auch die exhalation oder dampff nit on einſubſtantz oder gar kümerlich beleiben. deßhalben ſoll das edelgeſtein ſo amhertteſten iſt/ auch nothalben am aller weiß eſten ſein. Was aber am weiche 6ſten/ můß auch weiß ſein als ein cryſtall · dann weil diſer faſt lauter/ wach-5 ſet er zůͤſ⸗ ammen. darumb wachſe et der cryſtall in kalten landen 6. vnnd auff 0der erden/ ob wol kein ander edelgeſtein alſo moͤchte vollendet werden.Es ſeind aber andere arthen woͤlliche auch weich vnd gefeilet moͤgen wer 1den/ als die carbunckel/ amethiſten/ ſmaragden/ vnd woͤlche Regenbogengenennet werden. Wann auch einer erhettet/ wachſet er nit oben auff der erden/ ſonder tieff darinnen zůſammẽ. deßhalben mag kein edelgeſtein durch*
9 das feüwꝛ gemachet werden/ dann weil diſe muͤſſend hert ſein/ muͤſſend ſie5 auch ſubteil vnd klein werden/ vnnd deßhalben zerghen/ vnd in langwiren
C den vnnd heiſſen feüwꝛen ligen/ damit die farb hinweg gange. Deßhalben
mag kein wolgeferbt edelgeſtein alſo zůbereittet werden. Es mag auch der
N adamant nit alſo ſein/ weil deſſen ſubſtantz überauß ſubteil. darumb wann
ein cryſtall nit der geſtalt gemachet wirt/ iſt es in anderen vnmüglich. dochwurde man diſes auch für ſchlecht vnd gantz nicht werdt halten.Alſo geſichſt du daß man eines jeden ſubteilẽ dinge rechnung vnd vꝛſachvon dem end/ vnnd denen dingen ſo zů dem end notwendig/ kunſtlich ʒie-hen mag. darumb erkenneſt du wie vyl daran gelegen zů wiſſen/ es ſeye odernit. dañ wann diſes were/ wurde es wol hundert tauſent kronen werdt ſein.weil man aber weißt/ daß diſes nit müglich/ nutzet es auch etlich tauſent.mda end. Ich will aber nun etwas von dem gemeinen end ſagen/ woͤlliches nit faſtnutzlich/ aber vmb ſo vyl ſchoͤner iſt. dann in diſem hab ich auch dem gemei
nen nutz vnnd allen menſchen wellen beholffen ſein/ vnd hiemit Goͤttliche
ſachen vnderlaſſen/ dieweil deren erkanntnuß wol nützlich/ aber nit zů wer
cken/ inſtrumenten/ oder gewün dienſtlich iſt. Vnd ob wol diſes die waar-
heit/ begert ich doch von hertzen dz ich mencklich bereden moͤchte/ wie nicht
heiliger dann diſe contemplation vnd betrachtung/ daß auch nicht komli⸗ ö
chers den menſchen ſeye. Man můß aber diſe rechnung ſo von dem end ent-
ſpꝛungen der geſtalt außfuren. Was gemachet wirt/ daß beſchicht eintwe-ders auß beſonderer krafft der gantzẽ welt/ oder auß gemeiner natur/ ſo in
Elementen geſpüret/ oder auß eigener. von dem erſten ſagt das erſt bůch.
Die aber auß eigener krafft entſthond ſeind nateürlich oder künſtlich/ odet
durch ein beſondere heimliche krafft entſtanden.
Deßhalben ſeind nateürliche/ woͤlliche auß krafft vnnd einfluß der hilen vnnd deß geſtirns/ oder der vermiſchungen/ oder der metallen/ odergeſtetnen/ oder der gewechſen/ oder der thierẽ/ oder der menſe chẽ/ oder Rü-nigen/ oder etwan eines gemeinen nutz kommen/ vnd werden alſo acht bu-cher darauß. Die kunſtliche gehoͤꝛend zů einer einfachenn bewegung/ oderes iſt ein werme darbey. od ſie ſeind gemeiner/ oð ſubteiler/ od gar ſchlecht.
vnd werden funff bůcher. Es moͤgend aber wol der letſten ſechs/ vnnd der
erſten allein ſieben ſein/ dieweil das letſt auß mancherley vꝛſachen zů 158