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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCLXXI
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ſchen/ Das ſieben zehend buͤch. declxxiten vnd letſtẽ dienſtlich iſt. Was aber auß verboꝛgnen vꝛſachen beſchicht-bhabend ein gemeine můtmaſſung/ oder ein künſtliche/ lernend auch nitt allein rathen/ ſonder etwas thůn/ damitt dꝛey bůcher darauß werden. Alſoſeind aller bůcher ſteben ehen. wir bedoͤꝛffend auch nit mehꝛ/ vnnd moch-

tend auch nit minder ſein. e

Ess iſt auch ö deitt weg voꝛhandẽ etwz ʒů reſoluiern auff loͤßẽ/ vonmenſchlichem end woͤlches auch dꝛeyfach iſt namlich deß gemůt/ deß men-

5 ſchen/ vnnd deß leibs. war deß gemůt/ als wann es mit freůden fridenvnnd rüwig iſt auch andere tuget bey jm hat/ woͤlche für ſich ſelbs gar gůtſeind. Wann du aber dahin kommen/ daß du erkenneſt/ daß alle tugendenvnnd kunſt allein von Gott kommet/ haſt du ein gewüſſe anzeigung daß eꝛ

4 dich liebet. dann er hat die weißheit vnnd danckbar keit mit einanderen verö lichen. Wann du auch ůber diſes erkenneſt daß dein gemůt inn dir vnſterb-lich/ biſt du ʒů der hoͤchſten beſitzung aller guteren kommen. dann du wirſtgluckhafftig ſein/ vnnd mag dir nicht laids begegnen/ daß dich faſt be-kümmeret. Deß leibs gůter ſeind reichtumb/geſundtheit/ vnnd ſtercke.Deeß menſchen aber/ weißheit/ vnnd kunſt/ kinder/ vnnd fründ/ fründt-

lichkeit vnnd leürſelig verſtand vnnd geſcheüdigkeit. dann in diſen iſt einvnderſcheid. Der verſtand vnd weißheit ſthet in dem vꝛtheilen/ die geſchenDdDiegkeirinnerfmdung. no end offt nitt bey einanderen/ etwan iſt es ein

ding/ vnd kommet die ehꝛ dar. 5 hDiſes iſt die ſum̃a aller gůteren. vnder woͤllichen neün dem menſchen-vnnd vier z dem gemut vnnd dꝛey i dem leib. alſo daß deren inn gemeinſechßzehen ſeind Man můß aber wüſſen wie man diſe bekommen/ vnd wel-

liche die notwendigeſten vnnd fürnembſten ſeind. 5

Alſo habend wir ein dꝛeyfache reſolution vnnd auff loͤßung/ ſo von demend genommen/ noch woͤllicher diſes bůch geoꝛdnet iſt. auch die bucher vonSubtiliteten/ vnd fürnemlich von ewigen heimligkeiten. es ſeind wol auchandere der geſtalt beſchꝛiben/ aber nit alſo notwendig/ dann diſes ſeind die

fürnemmeſten. 5

Poarumb diſe buͤcher geſchuben · vnnd von

ſo habend wir nun von der gantzen welt in gemein/ vnnd von weuenb zi-deſſen theilen genůgſam gehandlet. Dann es iſt nicht nutzlich 4 0 10 5bie von Gott/ oder anderen heimlichen geiſteren vnd verſtand? alen handlen/ weil ſie nit theil der welt/ ſonder etwas beſſeꝛs vnndMWyeiliger ſeind. Es gehoͤꝛt auch diſe handlũg dem gantzẽ werck-Gott aber die hoͤchſte geiſter ʒů vnſerẽ werck/ dañ jr würckung iſt in mitten deß himmels. Was auch auſſerthalben diſem beſchicht/ gehoͤꝛet ʒů denwunderzeichen/ von woͤllichen voꝛhin geſagt iſt. es gehoͤꝛet auch diſe tractation vnnd handlung ʒů den bůcheren von den ewigen heimligkeitten/ dar⸗ öumb ſie auch dahin ſoll geſparet werden. 0TVTVbVMan erkennet aber da ſelbſten Gott auß dem/ ſo in einer arch ihm entge 5gen geſetzet. diſes iſt vnſer verſtand/ namlich daß diſer alle zeytt vollkom⸗ 5menlich auß ihm ſelbs/ ſonder alles zweyfflen/ verſtande/vund nitt vonn