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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCLXXIIII
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declrriij Von mancherlei wunderbaren

wann auch nitt die zeyt erfoꝛderet den handel letſt beſchlieſſen/ vnd weil

man auch dem vnuerſtendigen vnnd gemeinen boͤffel ſolliches nitt ſoll er-offnen/ vnnd wie das ſpꝛüchwoꝛt lautet/ das heiligthumb nit für die hündwerffen/ wolte ich mehꝛ exempel bꝛauchen. Wie wol man mag durch allecher der maſſen fürfaren/ vnnd die waarheit durch erfoꝛſchung allenthal-

ben erkennen/ vnnd die vollkommenen in etlichen oꝛthen noch meß: Wan

du diſes alles zůſammen liſeſt/ vnnd mitt einanderen vergleicheſt/ magſtdu vyl komlicher alles erkundigen.

Die dꝛitt fürnembſte nutzbarkeit iſt geweſen/ daß ich weyß vnnd weg anzeigete/ wie man alles mitt gewüſſen vꝛſachen fürgeben vnnd lernen ſolte-weil Vitruuius ſolliches weg nit acht genommen/ iſt ſein ſchꝛeiben in noch-nolgenden ʒeyttenn alſo verduncklet/ daß auch deſſen bucher vnnütz woꝛ-den/ vnnd ſich ſein ehꝛ geminderet. man wirt auch mitt der zeytt ſich derenarbeit gar nitt beladen/ von wegen deß duncklen verſtands · Woͤllicher jrꝛ-thumb faſt allen Seꝛibenten in allen künſten/ großen ſchaden zůgefuͤget-auch deren nammen vnd der kunſt ſelbs bey allen nochkommenden ein verachtung bꝛinget. i 8Deß alben ſoll diſes bůch einem exempel ſthen/ damitt mencklich er-kenne/ was mitt duncklen/ was mit heiteren/ mitt vyl oder wenig woꝛten/ eroffnen ſeye. daß auch vyl ein anders/ etwas mitt duncklen/ etwas mittkurtzen woꝛten/ oder on alle vꝛſach an tag ʒů geben. dann allein durch diſenweg werdend alle ſachen/ ſo jetz leicht ſeind mitt der zeytt alſo ſchwer vnnd

dunckel/ daß man ſie gar nitt mehꝛ verſthen mag/ vnnd niemandt nutzlich

ſeind. Wann man aber etwas kurtz vnnd dunckel mitt gewüſſen vꝛſachen

anzeiget/ daß wirt von tag tag offenbarer. Inn anderen dingen aber die

net der nammen vnnd ſachen als der geſchirꝛen/ kleidung/ vnd ſpꝛaachenenderung großem nochtheil vnd ſchaden. a

Ein verglei. Wir woͤllend aber deſſen geſchweigenn/ vnnd vꝛſach anzeigen/ warumb

1 1 55 ich vyl mehꝛ diſe/ dann andere buͤcher/ auch noch diſer oꝛdnung beſchꝛibennen von Salti habe. Die weil dann etliche nateürliche ding der gantzenn welt vnnd de-lneien. yen fürnemmeſten cheilen/ woͤlliche doch den entpfindtlichen ſinnen vnderwoꝛffen/ gehoͤꝛend/ habend wir inn demm erſten bůch deß gegen wirtigennwercks/ das ander vnnd ein theil von demm letſten bůch der Subtilitetenbegriffen. das ander bůch begreifft das ander/ vnd das dꝛitt von Subtilite

ten. die nochudlgenden biß ʒzů dem neündten ſeind einanderen geleich.

In dem ſiebenden wirt das neündt vnnd zehend begriffenn. das achteſt

hadend wir den vier nochuolgenden zůgeeignet/ vnnd alſo biß har auff daskürtzeſt/ der geſtalt/ daß der mehꝛtheil inn wenigeren eroffnet. ZJům theilweil die ding in den bůcheren der Subtiliteten noch der lenge angezeiget-vnnd weil die ding nitt gar diſem werck dienſtlich geweſen. 5

In nochuolgenden iſt das widerſpil beſchehen/ dann dem ſtebenzehen-den bůch hab ich hie viere zůgeoꝛdnet/ vnnd dem achtzehenden dꝛey. diewell

diſe matery weitleüffig/ vnnd nitt genůgſam in den buͤcheren der Zubtili-teten gehandlet woꝛden. 1 88Auß diſer vꝛſach hab ich auch das fünffzehend/ ſechßzehend/ zwentzigeſt-vnnd ein vnnd zwentzigeſt nitt geleich gemachet. auch das erſt vnnd achtehend nit. ſonder weil vyl ding in diſem begriffen/ darzů mancherley ding-habend wir ſie anderen gethon. 8 8 117 5 6 1 Deßhal-