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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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LXIIII
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leitij Von mancherley wunderbaren Sachen/chem theildes Himmels er immer woͤlle/ ohn alles fehlen wol wiſſen: vnnd alſo auch imgantzen Jar/ durch den Lauff der Sonnen vnd jhꝛ oꝛt/ vnd alſo auch den Aſ⸗ eendent vnd.Auffgang alle augenblick/ vnd alles anders/ welehes alles in verwirꝛung kommen/ ſo einanfang auß den zweyen falſchen Gruͤnden gehabt. Der ein Grund iſt/ daß vieler P la-neten oͤrter ſollen genommen werden nach vergleichung des Widers Haupt/ vnd der zertheilung Eelipticæ/ welche geſchicht in dem erſten beweglichen Himmel/ ſo man dochdie nennen ſolte mit vergleichung der zertheilung am achten Himmel. Der ander iſt/ derfalſch Nam̃ des Widers Haupt an dem achten Himmel/ weleher zu zeiten zu dem Puneten gezogen ward welches ſie meynten vmbgetrieben zu werden/ bey der zertheilungEclipticæ/ mit dem Aequinoctial des neundten Himmels: vnderweilen auch zum erſtenSternen/ ſo in des Widers Haupt an dem achten Himmel iſt: Da wir doch durch desWiders Haupt am achten Himel /nach dem dritten verſtande/ die zertheilung am Fruͤ-ling der Eelipticæ des achten Himmels verſtehen ſollen. Wann man ſich nun ſollieherIrꝛthumben entſchlahet vnd euſſeret/ ſo wird der gantze Handel/ wie das clare vnd haͤlleLiecht offenbar/ auch gantz vnnd gar nichts/ daran man einigen zweifel tragen moͤge/hinderſtellig bleiben. Dann ob wol Ptolemeus nach dem Wider des erſten beweglichen

Himmels/ der Zeychen anfang rechnet /hat er es darumb gethan/ dieweil er die Eclipti-

cap des achten Himmels vnder der Eeliptica des neundten ſtellet/ vnd alſo lieber woͤl-len von dem neundten/ denn von dem achten Himmel ſagen/ darmit wir es nichtvon den Figuren des Geſtirns verſtuͤnden. Auß dieſem iſt offenbar daß der anfang desWiders des erſten Himmels/ nach Ptolemes(ſo wir ſetzen/ daß die Sternen nach derbreite bewegt werden) gleich ſeye mit dem anfang des Widers am achten Himmel/ mitſollichem verſtand/ o viel die gemeine rechnung anbelanget..es Wann die Sternen auffgehen/ vnnd man ſie ſicht/ wann die Sonn auff oder nidertens. gehet/ werden ſie Heliaci oder Solares genaũdt/ dieweil ſie der Sonnen zugeeygnet/diß geſchicht am Moꝛgen. Wann aber das Geſtirn am Abendt auff oder nider gehet/heiſſen ſie Chronici. Ein jeder Auffgang kompt von Orient/ vnnd fahet an wann der

Stern bey der Sonnen iſt/ oder ein wenig daruoꝛ/ oder gegen vber. Sein krafft wir-

ckung bleibet 1. Tag/ doch mehꝛet er ſich bleibt biß auff den z o. Tag. Es geſchichtauch ein jeder Nidergang/ er ſeye Heliacus oder Chronicus/wann die Geſtirn vnder-gehen/ ben der Sonnen/ oder nieht weit daruon/ oder gegen der Sonnen vber/ alßdannhat der Nidergang ein ende. Des halben fahet deren wirckung krafft dreiſſig Tag zu-voꝛ an: Doch ſeind die letſten fuͤnfftzehen Tag krefftiger. e

dee e e,,5 e Von dem Liecht vnd Schein. e

O An hat gar offtermalen wahr genommen/ daß die ding etwan größ-

Zoarum die

eee 8 5 ſer/etwan kleiner ſcheinen alß ſie ſonſten ſeindt: Dann wann man99 E die Liechter zu Nacht anzuͤndet/ auch die Sternen zu dunckelen zei-

( ken/ vnd die Fiſch im Waſſer groͤſſer/ denn ſie aber ſolten/ſcheinen:auch die Sonn vnd der Mon/ viel kleiner/ denn ſie ſeindt: Man ſollW auch ſolliches nicht dem falſchen Geſicht zulegen.Sie ſeheinen aber erſtlichen groͤſſer/ wann ſie in einem dickeren mittel ſeindt/ alß dieFiſch im Waſſer vnd die Sternen in der Wolcken: Dargegen aber kleiner/ von wegendes oꝛts dünnen Subſtantz/ alß das Geſtirn/ welches nicht allein klein ſ cheinet/ daß esweit von vns/ ſondern dieweil es am Himmel ſtehet/ welches Subſtantz/ ſo ſie mit demLufft verglichen wird/ gar dünn iſt. Das ander iſt/ die naͤhe des dickeren mittels gegendem Aug/ oder dem ding das man ſicht. Dañ alſo iſt es auch mit einer Brille oder Aug-ſpiegel/ welcher die groͤſſe aller dingen/ ſo man auff das ding/ ſo man ſicht/ oder 15l a au