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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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LXVI
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lxbj Von mancherley wunderbaren Sachen/

e eVon des Geſtiens Wrrckung vnd Eynfluß.

Dee S ſoll niemands zweifflen daß nicht ein wirckung des Geſtirns/ auchN 5 ein heimliche vnd verboꝛgene krafft vnd wirckung in denſelbigen ſeye-s 2 durch welche alle Menſchen geregieret werden: Wiewolettliche gantz

HBoßhafftige Ehꝛgeitzige/ viel boͤſer denn Heroſtratus/ ſolliche ver-leugnet haben: Dann dieſer nur eiteler Ehꝛ halben/ vnnd damit er ein

* ewigen Naſſien behalten moͤchte/ der Dian r Tempel zu Epheſo ver-

brennet. Welcher/ ob er wol huͤbſch vnd ſchoͤn geweſen/ hat er doch nichts deſto mindermit der zeit muͤſſen zu grund gehen: Zu dem iſt er auch keinem Menſchen nutzlich/ſon-dern nur etwan einem Teuffel/ oder anderem Bild zugeeignet geweſen. Dieſe aber vn-derſtehen die Ewige Warheit/ die von Gott in der Natur geheiliget/ vnd dem Menſch-lichen Geſehlecht gantz nuͤtlich/ auß lauter Ehꝛgeitzigkeit vnd ſchlechten Rhums wil-len/ vmbzukehꝛen. Vnd hette voꝛgemeldter Heroſtratus wol verſchuldet/ vnangeſehen/daß man ſein Nammen/ dieweil er ſolche That nur auß eignem Mutwillen begangen -ſolte vndergetruckt/ vnnd mit der ergſten Marter hingerichtet ſeyn woꝛden. Was wer-

den dann die Anfenger ſollicher Boß heit verdienen e Dieweil dann bekañdt/ daß ſo vie

mechtiger ding wider alle hoffnung/ vnd wider den gemeinen lauff der Natur fürgehen-muß man je dieſes alles zu einer vrſach richten. Dann erſtlichen/ wer wolt ſich nicht ver-wundern/ daß ſo viel Menſchen von ſhnen ſelbs jhꝛ Haab vnd Guter/ Weyb vnd Kindverlaſſen/ vnd alſo weiß loß vnd flůcheig von jhꝛem Vatterlandt ziehene Vnd das noch

groͤſſer/ daß ſie ſich laſſen an die Marter bringen/ von wegen ſo viel groſſer vnd ſelga-

mer Meynungen in der Religion vnd Glauben. Darzu welches das aller groͤſte iſt/daßettliche ſich ſelbs an die Marter bringen/ der Oberkeit angeben da doch dieſe allein

mit Schweigen/ nicht allein jhꝛ Leben/ ſondern auch all jhꝛ Gut behalten mochten.

Wie aber dem/ daß auch jhꝛen viel/ weil ſie geplaget werden/ alß die Stein/ auch an derMarter kein geſchꝛey laſſen? Wie/ daß auch ſhꝛen vielen groſſe ding zuhanden ſtoſſen/ohn allſhꝛ Fürnemmen: Anderen aber alle ding wider jh: Jürnemmen vnglücklichenDemnach/ daß etliche Monat lang alle Kindbetterin ſterben/ zu ande-

wan ſtar cke Leut etwan gar nichts /ſondn es iſt alles ſtille Demnach ſeind ſo viel Meer-wunder/ ſo viel Waßeſager/ ſo viel Weiſer Leut/ ſo viel ding/ deren man ſich mie verſe-henezu andern zeiten iſt alles ſtill. 5

Demnach ſeindendeungen der zeit ⸗Schnee/ Hagel Wind/ vnd ettliche wunder

bare ding/ gleich alß Wunderzeichene Alß in dem 1 6. Jar der Regierung Dauids des

Koͤnigs in Schotten/ in dem Jar Cheiſti 144, ſeind in der Inſel Albione keineSchaaf woꝛden: Die Raben aber vnnd Dolen haben im Winter jhꝛe junge fürge-

Nef e bracht/ vnd im Sommer nicht. Es ſeind auch ſo viel Meuß geweſen/ daß man kaumdone n in den Heuſern hat wohnen/ oder die Bawren etwas auß dem Feld ziehen mogen. Nach

Winterszeit

ſhie ungen 1 1. Jaren aber/ iſt auch treffenlich viel Waſſer kommen/ vnd das nicht mit minderem

gel ſchaden/ alß zuvoꝛ mit den Meuſen. Du wir dſt aber ſagen/ ſolliches hat ſein naturliche

Brach. Des einen/ will ich vrſach anzeigen/ ab dem ſich wol mehꝛ zu verwunderen-nemlich/ Warumb die Raben im Winter Eyer gelegt/ vnd im Sommer nichte Dann

F jhꝛe Eyer. Da-her lehꝛet der Bawren Regul: Daß man viel Eyer von den Hennen im Winter haben

kan/ wann man ſie an einem warmen oꝛt erhaltet. Warumb iſt ſich denn zu verwun-dern/ daß die temperierte werme des Himmels die Voͤgel bewegt hat/ hꝛe unge herfh

ren zeiten aber halten werden? Zu etlichen zeiten erſcheinen Wunderzeichen/ et-

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