lebijj Von mancherley wunderbaren Sachen/
liſchen werme/ an der groͤſſe/ an krafft/ an zeit der wirckung/ ſo aber vns vngewiß iſt.Dieweil wir aber auch in dieſen nideren dingen/ ſo bey vns ſeind/ geſehen/ wo der Qua-liteten wirckung offenbar/ vnnd etwan wo ſie nicht gar offenbar ſeind/ alß in dem Ma-
gnet/ vnd in den Seyten/ warumb wolten wir dann leugnen/ daß in dem Himmel/ einer
ſollichen Edlen vnd ewigen Subſtantz dieſe krefften nicht werenefürnemlich weil die vnderen ding der oberen wirckungen ſeind/ auff das aller wenigſte von wegen der Qualite-ten/ ſo mengklichem bekañdt ſeind? Du ſpꝛichſt aber/ dieſes iſt vber den gewalt d Influ-entz/ daß ſich ſhꝛen viel von wegen des Glaubens in den Todt begeben haben: dann dasend vnd ziel iſt auſſerhalben dem Handel. Aber lieber Geſell/ wann dz von Gott kom̃et-
warumb ſeind denn ſolliche in allen Ketzereyen/ vñ ſehier vnzahlbar erfunden woꝛdeneiſt
dann Gott ein vrſach deren dingen/ ſo gerad wider einander ſeinde oder hat er jetz einẽ luſtan dem/ bald an einem anderen/ wie ein vnſtandhafftiger Mañe iſt er auch ſo gar ſoꝛgfeltig/ was geſtalt man jhn verehꝛe/ wie der Heyden Goͤtter? Ja ſie haben jhm ſelbs nichtnachgefragt/ ſondern die geitzigen Pfaffen/ welche ſolliches alles erdichtet haben. Wasiſt dann die vrſacheiſt nicht viel mehꝛ die Melancholey/ welehe ettliche zu Toꝛen macht/andere gar vnſinnigẽelieber beſchaw nur dieſe/ welche alſo ohn allen vnderſcheid den Opinionen vnd Secten anhangen/ ob die nicht gar vnuerſtendig/ oder nicht bey jhnen ſelbs-oder aber gar Melancholiſch ſeind/ daß ſie einen nicht recht anſehen. Muß es nicht alſoſeyn/ wann ſie von einer vngewiſſen Sach zancken/ ſo gar nicht nuͤtzlich/ vñ alſo jhꝛ Le-ben, Glück Ehe, Kinder Batterlandt/ vnd was den Menſchen gut vnd angenem iſt/in gefahꝛ geben vnd verachten? Was werden doch dieſe für einen Gott haben/ der ab ſolchem Jaſſter der Vnſehuldigen/ ſolte einen luſt empfahenewurde er nit grawſamer ſeyn
denn die Diana in Tauris: dieſelbige lieſſe wenig Frembde dahin richten: dieſer aber die
1 deren viel. Das ſey fer: von vns daß wir Gott einigerley Boßheit anklagẽwoͤlten: Einem jeden ſchadet ſein Toꝛheit. Dann gleich wie nach dem gemeinen Lauff
des Geſtirns/ die Leiber kranck werden vñ ſterben/ alſo werden auch die Gemuͤter beſche-
diget vnd verletzet. Wann nun ſolliche anſchickung des Geſtirns ſtarck ſeind/ voꝛauß in
denen ſo in der Philo ſophia nicht wol geuͤbet/ machen ſie vngereumpte vnd ſteiffe Opi-
nionen vnd Meynungen/ welche hernach durch etliche Boß haff tige vnd Geitzige wer-
den zuſammen gebꝛacht/ vnd recht geſtellet. Alſo ſicht man daß viel Secten ſeind/ ſo ein-
Retzerenhartneckig-beit.
ander gantz zu wider/ vnd ſchemmet man ſich doch nicht zu ſagen/ es gefalle alſo Gott.Gott kan nicht boͤß oder Gottloß ſeyn. Welche die Liebe vnd gute werck verachten/ vndgrawſame ding rhaten/ auch den Laſteren/ vnd zeitlicher Vnruh anlaß geben/ die ſeindGott zu wider: Dann Gott iſt der beſte/ vnd aller Frommen ein Liebhaber. Du wirſtaber noch zweifflen/ ſagende: Du haſt mir noch nicht angezeigt /wie doch durch die In-fluentz dieſe vnſinnige Leut ſo ſtandhafftig ſolliche Marter leyden e Ettliche thun der-gleichen/ wie die Vbeltheter die man zum Galgen fuͤhꝛt/ vnnd lachen daß man meyneſie ſeyen eines ſtandhafftigen Gemuͤts. Ettlichen verwandlet die Melancholey jhꝛenSinn/ vnnd machet ſie gar doll. Ettliche ſeind ſo gar erſchrocken/ daß ſie es nicht em-pfinden: Dann ſolliches hat Hippocrates gelehꝛet. Etliche dencken an andere ding/vñ empfinden es alſo nicht. Ich weiß wol daß ich vnderweilen ſo fleiſſig geſtudiert hab-daß ich den ſchmertzen des grawſamen Podagre nicht empfunden hab. Wie viel mehrdie/ ſo ſchon in ſhꝛem Sinn erſtaunet vnnd doll/ auch eines beſtendigen Gemuts/ vnndder leiblichen Marter gewohnet/ vnnd ſo gar voll Melancholey ſeind e Die Frantzoſengewehnen jhꝛe nackende Kinder dapffer der Streichen gewohnẽ/ damit ſie in den Krie-gen auch deſter mannlicher mogen die Wunden erleiden: Doch hat Cicero in den Tu-ſculanis von dieſen dingen genugſam gehandlet. N nDamit wir nun võ dieſen ſachẽ laſſen/ ſo bedunckt mich die Soñ die herꝛſche am allermeiſten von ð groͤſſe vnd mechtigen Liechtes wegen vber alle ding: demnach d Mon/ ebẽauch von derſelbigen vrſach wegen: Dann er iſt vns nach der Sonnen der groͤſſeſte/ aber