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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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XCVIII
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rebiij Pon mancherlep wunderbaren Sachen/

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alſo auch der Geweehſen/ alß Wurtzlen/ Bletter/Fruͤcht/ Stoͤck/Ninden/Safft(alßder Aid oder Agſtein) welehes alles durch bewegung(wie geſagt) vnnd des Saltzes na-tur/ zu ſteinen wirdt. Darumb werden ſo mancherley figuren/ dielerley gattung/ ond ſowunderbarliche ſtein am Geſtad des Meers gefunden. Man findet aber der ſchwerenweniger/ weil des Waſſers bewegung ſolliche minder ertragen mag: der vꝛſach halbenſeind auch weniger Metall deñ Stein/ zu voꝛab weil kleine ſtücklein des Metalls vndertreffenlichen viel Steinen verboꝛgen ligen. Man findet auch darumb nicht viel einerlengattung/ biß daß Meer erlegen iſ re.Ich hab von Peter Mirario von Narbon ein guldenen Pyriten empfangen/ ſo andem Geſtad des Meers gefunden/ welcher von den Wellen vnd dem geſaltzenen Meerviel mehꝛ gar auß gefreſſen/ denn gewachſen/ alſo daß offenbar/ er ſeye etwan an einemBerg vnder dem Meer gewachſen. VVAuff dem Berg/ ſo nah bey den Brutiern am aller hoͤchſten iſt/ wird der gipffel odergibel von den weiſſen Steinen/ die wider grunen/ gar entbloͤſſet: du ſichſt auch an dem foꝛt/ ſo gegen Brutien gelegen(ſpꝛicht Leo Baptiſta Albertus) die Stein von einandergebꝛochen/ welche mit der Conchylien oder Meerſchneck fiſchen ftguren gar erfüllet/doch nicht vber ein zwerch Hand groß. Er hat wol ſolehes fleiſſig genug beſchꝛieben-aber nicht vollkommenlich:dann er ſolte die Warheit angezeiget haben/ nemlich daß anſtatt des hingenommenen Steins andere wuͤchſen/ welches dann widergrunend-friſche ſeind/ vnd nicht auß den alten herkommende: es were dann ſach( wie voꝛ geſagtdaß die Meerſchnecken etwas daſelbſten verlaſſen/ auß krafft des oꝛts zu ſteinen woꝛdenwere/ welche fürwar an ihnen ſelbs wider lebendig werden/ vnnd alſo jhꝛ figur/ an denſteinen/ zu welchen ſie werden behalten:dann er bezeuget auch/ er habe vnder dem Mar-Melſtein Kaubeſte geſehee ln 86beben. Es ſeind die herteſten Stein/ welche dem Fewer am lengſten widerſtand thun/ vnnddas nicht allein vnder dem Edlengeſtein/ ſondern auch Marmoꝛ: daher verbrennet einPoꝛphyrit: dat iſt/ Rot Marmelſtein nicht bald in de Fewer/ ſo beſchirmet er auch dienechſten ſtein/ ſo vmb ihn ſeind/ nicht ein wenig voꝛ dem Fewer. Daf es ſeind mancher-ley herte/fuͤrnemlich ſo dem Fewer/ waſſer/ ſtreichẽ/ ſchmidendẽ Eyſen widerſtehn.

Da ein Kieslingſtein widerſteht dem Eyſen viel mehꝛ den der Marmelſtein vnd wirddoch ehe zerbꝛochen. Daher kommen die beſtendigkeit oder ſchwachheit wider das alterkelte oder Wind dañ die ſieben ſtuck ſeind die fürnemeſten alle andere ding zu zerſtoͤꝛen.wenſchefft. Es iſt auch vnder den Steinen ein gemeinſchafft/ desgleich ein anzeigung der Ge-wechſen vnd Thieren /alß im Eryſtall und Ametiſt/ im Smaragdt Praſiẽ/ Jaſpisvnd Onichel. Die Neſſel Steinbrech/ Steinrauten/ Schelkraut/ vnnd Polytticumoder Frawen haar/ wachſen gar gern in den Steind/ wie auch die zamen vnd wildẽ Fei-genbaͤum. Es iſt aber dieſes kein wunder /weil etliche jhꝛe wurtzlen alſo erkuͤlerettliche dieraſſe an ſich ziehe /ettliche ſicherer voꝛ den wuͤrmẽ ſeind. Darab ſich wol zu verwundern-daß dẽ kleinen Gewuͤrm vnd kaͤfer die Stein ſo ſehꝛ geliebẽ/ alß den Heyderen oder Eyd-ochſen/ vnd ettlichẽ kroten/ zu voꝛauß de Scoꝛpionẽ/ welcher natur gantz kalt iſt. Dochſolte einer meynen/ die Heydexen oder Eydochſen/ vnd andere dergleichen thierlein ſol-ten vnder den Steinen ſicherer ſeyn/ denn vnder der Erden/ auch von der feuchte mehrabſcheuhens haben/ denn der kelte/ ſonderlich dieweil ſie ſich zu Sommers zeit an denen

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oꝛten erzeigen/ im Winter aber darunder verbergen.

aden. VBmb die Inſel Slandten im Geriſchen Meer wachſen c Marmelſtein imMeer woch Meer/ alſo daß man vermeynet es ſeye mit ſchoͤnen Seulen vnnd kuͤnſtlichen Pfeylern. vmbgeben. Darumb iſt gewiß daß nicht ein eder Marmoꝛ in dem Meer wachſet/ ſon-

dern der deſſen art hat:alß nemlich der den geſaltzenen Lufft/ vnd das Waſſerekeelleyden moͤge/ darumb iſt er viel kofnlicher zudes 5Meers gebeuwen. N

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