Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
Seite
CXVII
JPEG-Download
 

4

%%% ̃ ̃ ̃ ̃ VV ⅛ĩxͤ ̃ßßßßß;̃, ß x yf.

22

A e.

*

Luffts enderung/ viel ding verwaͤdlet: demnach daß einerley geſchlechts mancherley ar-ten ſeind.Man vermeynet aber jetz/ es ſeye alles ein ding/ alſo kempffet zu vnſeren zeitenond Ernſt mit dein guten e kk 888Die Myxa ſeind den alten vnbekañdt geweſen/ haben auch nie von denen gehoͤꝛet/ penwelche jetz in Italien vnd vmbligenden Landen geſarnlet werden/ alſo daß man die noch 5Ao friſch verſuchen mag. Dieſer baum(wie Matthiolus ſagt) it dem Pflaumen oderi Kriech baũ gleich/ doch etwas kleiner/ der ſtock hat ein weiſſe rindẽ/ aber die Eſt ein gru-ne er hat runde vnnd ſtarcke bletter/ vnnd kleinere fruͤcht denn die Pflaumen/ ſind erſtlich grun/ wann ſie zeitig woꝛden/braun/ habẽ dazu dreyeckechtige ſtein/ am guſt odergeſchmack ſeind ſie ſüͤß/ doch alſo zaͤh daß man meynet man habe Leim verſucht/ vnnddieſes villeicht nicht vnbillich: dann man ſagt/ daß der beſte Leim auß dieſen in VꝛientJgemachet werde. FFC 5 NDieweil ich aber deſſen gedenck/ fallet mir nicht vnkom̃lich eyn der Ribes oder S.ohannes treůbel beſchꝛeibung/ dieweil dieſe frucht in der Artz ney gantz gebreuchlich/an welches ſtatt wir ein vnerkañdt Geſteud brauchẽ/ ſo an dem ſthatten frucht bringet.erhalben hat Petrus Bellonius/ der dieſes Gewechs auff dem Berg Libano geſehẽ/dieſes darvon: Die S. Johañs treübel wachſen vnder dem Schnee zu oberſt auff demBerg/ hat bletter wie die Wildampfferk/ doch etwas runder vnd groͤſſer/ in der mit-te tregt dieſes Geſteud rote beer/ wie wir am Alexandꝛiniſchen Loꝛbaum/ hyppogloſſenoder Roſſzzungen vnd ruſcen oder doꝛnechten Geſteud in Italien geſehen. 6

Derhalben wol abzunem̃en/ daß die Leut zu vnſerer zeit/ weder an fleiß noch verſtandden Alten wenig voꝛgeben:an der erfahꝛenheit aber in allen dingen groͤſſer/ vnnd an derSinnreiche gleich. Dieweil aber die groſſen vnnd fürtrefflichen Leut den guten kuͤnſtenweder obligen/ noch anderẽ ſodarmit vmbgehn/ beholffen ſeind/wird in dem vnſere zeitgegen der voꝛgehenden geringer geſchetztt e.

Die fallet mir wideruſſ die Rocellen zu Sin/ welche ich zu Diepẽ/ alß ich in Franck-ſthe geweſen /geſehẽ hab/ welches ein beumlin woꝛden ein frucht ſo groß alß die Kir-ſchen getragen: ſonſt iſt es ein klein gewechs vnd ein Geſteud/ hat kleine vnd ſubtile blet-cer/ wie die Reben/ iſt doꝛnechtig/ tregt beer/ welche wañ ſie zeitig/ grüͤn vnd geel ſeind/zuunlich rund/ an der groſſe wie die wickbonen/ am geſchmack ſuß vnnd ſawer oder bitze-lerbeig. Vnnd ob wol die Lixubier in einem ſo kalten Land wohnen/ alſo daß mit keinerarbeit mogen treubel herfür kommen/ ſo haben ſie doch dargegen/ daß der frucht groͤſſevnd lihlicbkeit mit dem baum wachſen: dann die feuchtigkeit wird in einem dicken ſtockbaß geko chethweder aber in einem kleinen. Des halben weil dieſer aͤſtechtig vnd viel laub 88Pat, ſpannen ſie ein garn darumb/ vnd erhalten alſo darauff etliche Voͤgel/ welches wen erregtüblichen anzusehen. Dran hat auch villeicht nicht bald einen ſollichen aum der dar Waben.zugeſchickter finden mogen. Dieſes Gewechs kommet in den kalten Landen herfür/

11 5 hat man deren viel in Frankreich/ er grunet/ it geſund/ vnnd lieblich anbi Ich hab auch zu Diepen ein gattung Pfeffers 1 welche von Jch

f don India herge⸗ Indian.

acht, vor feuchteſchtnlcb vnd gbr feißt die n ſchwarben heulſtnen Fngeſchloſſen blenwaren: der Pfeffer aber war eyſenfarb⸗ vnnd groͤſſer denn der ſo auß Orient gebꝛachtwirdt. Diewell er nun viel gekochter feuchtigkeit hat/ itt er dem Magen vnd der LeberenPfeſfe under/ vnnd fürnemlich weil er ein ilteren geſehmack hat/ vnnd dem langen%%% J

Es war auch daſelbſten ein kraut/ welches ſie vermeynten Crekiſcher Diptan zubn mit wullech rigen kleinen bletteren/ eines ſeharpffen Geruchs vnnd geſchmacks/dund nicht vnlieblieh. Die Blum war Himmelblaw/ dann ich kondt von wegen derdone die farb nicht eigentlichen erkennen: ſie ſagten auch es were allwegen SaamenVarbeyrdarumb war es viel ein anders denn Dioſtondes beſchrabet/ ja auch 70

5 8 3 gilius,

75